Dänemark: Schuldsprüche nach Herkunftsland (Danmarks Statistik)
Dänemark veröffentlicht, was Deutschland nicht hat: Schuldsprüche nach einzelnem Herkunftsland. Daraus entsteht die erste echte Persona-Rechnung dieses Issues — aus Zähler und Nenner, nicht aus einem Index. Eine andere Linse als die deutschen Blöcke darüber und ein anderer Deliktumfang; die Zahlen stehen für sich.
Eine Schranke, kein Gitter
Dänemark schützt seine Kriminalstatistik nicht dadurch, dass es Zahlen verändert, sondern dadurch, dass es Kreuzungen verbietet — 40.044 Additivitätsproben, null Abweichungen, und mindestens rund 4.500 offen publizierte Einzelzellen mit dem Wert 1 oder 2
Wir widmen dem deutschen Statistikapparat auf dieser Seite drei eigene Texte: Fünferrundung im Ausländerregister, Cell-Key in den Bilanzkomponenten, exakter Zähler auf gerundetem Nenner. Der halbe Essay dieses Issues steht aber auf dänischen Registern — und über deren Verfahren wussten wir bis heute nichts.
Das ist keine Sorgfalt, das ist eine Schlagseite. Wer den einen Apparat prüft und den anderen als Maßstab benutzt, hat sich das Ergebnis schon ausgesucht.
Also haben wir gefragt. Die Antwort fällt anders aus als die Frage.
Die dänische Datenschutzpolitik vom 19. Dezember 2025 nennt für die Personenstatistik eine Regel — mindestens drei Beobachtungen je Zelle — und ein Verfahren, sie durchzusetzen: löschen, dargestellt als zwei Punkte. Ihr vollständiger Methodenkatalog kennt Gruppierung, Trunkierung, Tabellenteilung, Weglassen. Er kennt keine Rundung, kein Rauschen, kein Cell-Key.
Gemessen wurde es trotzdem, statt es zu glauben: fünf Tabellen, 105.670 Zellen, 40.044 Additivitätsproben, null Abweichungen, null Unterdrückungsmarker, keine fehlende Zelle.
Eine Null ist nur so viel wert wie die Probe, die sie erzeugt hat. Deshalb dieselbe Probe, dieselbe Schnittstelle, derselbe Parser, auf eine dänische Tabelle, die in Tausend Personen publiziert: 1.916 Proben, 591 Abweichungen. Und derselbe Scanner auf zwei andere Tabellen: 263 und 201 unterdrückte Zellen gefunden. Beide Werkzeuge sehen, was da ist. Bei uns sehen sie nichts.
Wo liegt er dann? In der Liste der Merkmale, die überhaupt gekreuzt werden dürfen. Für unsere Zählerquelle steht sie wörtlich in der Dokumentation: Gemeinde, Geschlecht, Alter, Herkunft, Staatsangehörigkeit — und sonst nichts. Für die Urteilsstatistik steht die Begründung im selben Satz: So sei sichergestellt, dass Urteile nicht auf einzelne Personen zurückgeführt werden können.
Die Liste ist geschlossen, publiziert und nachlesbar. Innerhalb der Liste wird nichts mehr geschützt — und man sieht es: 7.649 Zellen tragen offen den Wert 1 oder 2, in einer der fünf Tabellen sind das 17,5 Prozent aller Zellen. Nach der Hauptregel dürfte keine einzige davon dastehen.
Diese 7.649 sind allerdings nicht 7.649 verschiedene Sachverhalte, und das gehört in denselben Absatz. 3.137 von ihnen sitzen auf einer Randzelle — trägt eine Gesamtzelle die Eins, trägt auch genau eine Detailzelle die Eins, und beide beschreiben dieselbe Person. Zählt man nur, was auf jeder Achse wirklich aufgeschlüsselt ist, bleiben mindestens rund 4.500 übrig. Diese Zahl ist eine Obergrenze für die Doppelzählung, kein Punktwert: Die Erkennung der Randzellen liest ihre Beschriftung, und eine Heuristik über Etiketten kann daneben liegen. Für den Satz, um den es hier geht — die dänische Hauptregel verlangt mindestens drei Beobachtungen je Zelle — reichen 4.500 genauso wie 7.649. Die kleinere Zahl ist die härtere.
Das ist der Befund, der die Sache entscheidet, und er ist positiv statt aus Abwesenheit geschlossen: Das Schwellenregime arbeitet hier nicht.
Zwischen dieser Regel und diesen Zellen bleibt eine Spannung stehen, die wir messen, aber nicht auflösen können. Wir behaupten nicht, dass das dänische Amt seine Regel bricht. Wir sagen, welche der beiden Beschreibungen die Daten erzeugt hat. Wer die Auflösung will, muss das Amt fragen.
Deutschland publiziert die Kreuzung und verändert die Zahl. Dänemark publiziert die Zahl exakt, bis hinunter zur Eins, und verbietet die Kreuzung.
Beides ist Datenschutz, beides ist dokumentiert, beides ist legitim. Der Unterschied liegt woanders: Der deutsche Leser sieht eine Zahl, die es so nicht gibt, und merkt es nicht. Der dänische Leser sieht keine Zahl, wo es keine geben darf, und merkt es sofort — die Tabelle existiert schlicht nicht.
Nur eine der beiden Formen kann er prüfen.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND: Dieser Text darf nicht als »Dänemark macht es richtig, Deutschland falsch« beschriftet werden, und keine Figur darf die beiden Länder auf einer Skala »transparent bis intransparent« anordnen. Beide Ämter schützen dieselbe Person, mit entgegengesetzten Mitteln, beide dokumentiert. Was sich unterscheidet, ist nicht die Aufrichtigkeit, sondern was der Leser nachprüfen kann.
- BINDEND: Die 7.649 Zellen mit dem Wert 1 oder 2 dürfen nicht als »Dänemark verletzt seinen Datenschutz« gelesen oder beschriftet werden. Der researcher stellt diese Behauptung ausdrücklich nicht auf, und wir stellen sie auch nicht auf. Die Zahl sagt: Das Schwellenregime arbeitet in diesen Tabellen nicht — nicht warum. (2b) BINDEND, neu am 2026-08-15 auf Auflage des researchers: Wer die 7.649 zeigt, zeigt die rund 4.500 daneben. Eine Figur oder Bildunterschrift, die nur die große Zahl trägt, zeigt 3.137 Personen doppelt. Und wer nur die 4.500 zeigt, unterschlägt, dass es eine Obergrenze der Doppelzählung ist und keine zweite Messung.
- BINDEND: Wo die Additivitätsprobe (null Abweichungen) gezeigt wird, gehört die Positivkontrolle in dieselbe Figur oder in denselben Satz. Eine Null ohne die Probe, die bei anderen Tabellen 591 Abweichungen findet, ist keine Messung, sondern eine Behauptung.
Zwei Drittel sind Verkehrsdelikte
Zwei Drittel aller dänischen Schuldsprüche sind Verkehrsdelikte — was man wissen muss, bevor man die erste Rangliste liest
Dänemark veröffentlicht, was Deutschland nicht hat: Schuldsprüche nach einzelnem Herkunftsland. Aus dieser Tabelle bauen wir die erste echte Persona-Rechnung dieses Issues. Vorher gehört ein Satz gesagt, der die halbe Debatte betrifft.
Die dänische Standardgröße heißt »Personen mit mindestens einem Schuldspruch«. 2025 waren das 158.857 Menschen. Davon entfielen:
| Deliktgruppe 2025 | Personen | Anteil an allen Schuldsprüchen |
|---|---|---|
| Straßenverkehrsgesetz | 107.286 | 67,5 % |
| Strafgesetz insgesamt | 24.120 | 15,2 % |
| darunter Gewaltverbrechen | 5.953 | 3,7 % |
| übrige Sondergesetze | 27.451 | 17,3 % |
Wer diese Größe »Kriminalitätsrate« nennt, misst überwiegend Fahrverhalten. Gewalt im engeren Sinn macht 3,7 Prozent aus. Erfasst sind dabei nur Verkehrsstrafen oberhalb der Bagatellgrenze von 2.500 Kronen, die seit 2012 gilt — vorher lag sie niedriger, weshalb Rohvergleiche über dieses Jahr hinweg nicht zulässig sind. Unser Zeitvergleich 2015 gegen 2025 liegt vollständig dahinter.
Der zweite Teil ist der gefährlichere. Der Verkehrsanteil ist je Herkunftsgruppe sehr verschieden: türkische Herkunft 76,1 Prozent, deutsche 71,0, dänische 67,9, ukrainische 57,3, somalische 47,2. Eine Rangliste über alle Delikte gewichtet also für jede Gruppe eine andere Deliktmischung — Gruppen mit hoher Fahrleistung erscheinen relativ höher, Gruppen mit niedriger relativ niedriger, als sie beim Strafgesetz allein stünden. Der Effekt läuft nicht in eine bequeme Richtung; er verschiebt beide Enden.
Daraus folgt, wie wir in diesem Abschnitt vorgehen. Die Rangliste über alle Schuldsprüche zeigen wir, weil sie die einzige ist, die Alter und Geschlecht mitführt — aber nie ohne diesen Absatz. Die Gewaltfrage beantworten wir an der Gewaltposition und nur dort. Und »Strafgesetz insgesamt« ist nicht die Antwort dazwischen: Darin stecken auch Eigentumsdelikte.
Zur Belastbarkeit: Die Gesamtzahl 158.857 aus dieser Tabelle trifft exakt die Summe aus einer unabhängigen zweiten Tabelle desselben Hauses, die nach Geschlecht und Alter statt nach Delikt gliedert (Männer 120.166 + Frauen 38.691). Zwei Tabellen, zwei Achsenlogiken, eine Zahl. Amtlich publiziert sind die Personenzahlen; die Prozentanteile sind unsere Quotienten daraus.
Die einzige Tatjahr-Zahl ist von 1998
Dänemark weiß, dass zwischen Tat und Urteil Zeit vergeht, und beziffert es seit 28 Jahren nicht: Die einzige veröffentlichte Zahl stammt aus einem Bericht von 2000, sie lautet »mehr als 80 Prozent im selben Kalenderjahr«, sie ist dort eine Wiedergabe ohne Tabelle — und sie gilt einer Menge, die zu 54,27 Prozent aus Straßenverkehr besteht und zu 5,09 Prozent aus Gewalt
Gestern stand hier eine deutsche Zahl: 72,81 Prozent der Menschen, die 2024 in Deutschland verurteilt wurden, sind für eine Tat aus einem früheren Jahr verurteilt worden. Bei gefährlicher Körperverletzung sind es 89,47 Prozent. Eine Jahreszahl über Verurteilungen ist also keine Jahreszahl über Taten, und wer beides gegeneinander rechnet, rechnet falsch.
Dieses Issue rechnet seit sechs Wochen mit dänischen Jahreszahlen. Also dieselbe Frage für Dänemark.
Dass zwischen Tat und Entscheidung Zeit vergeht, weiß Danmarks Statistik und schreibt es auf. In der Methodik zur Rückfallstatistik steht der Grund, warum dort Entscheidungen aus drei Jahren gezogen werden, obwohl nur zwei Jahre als Rückfall zählen: weil zwischen Tatzeitpunkt und Entscheidungszeitpunkt oft eine Verzögerung liege. Das Register führt also ein Tatdatum, und das Amt richtet eine Methodenentscheidung danach aus. Was fehlt, ist nicht das Datum. Es ist seine Veröffentlichung.
Die einzige veröffentlichte Zahl dazu, die sich in vier durchsuchten amtlichen Beständen finden ließ, steht in einem Bericht von 2000. Gesucht wurde in der Statistikdokumentation »Domme« mit allen sieben Abschnitten, in »Statistikkens grundbegreber og kilder«, in vier Jahrgängen der Publikation »Kriminalitet« und in den StatBank-Tabellen der STRAF- und STRAFNA-Familie. Keine davon hat eine Tatjahr-Achse.
Der Satz, um den es geht, steht auf Seite 3 des Berichts »Kriminalitet og national oprindelse 1998« des dänischen Justizministeriums. Er lautet, mehr als 80 Prozent aller Entscheidungen des Jahres 1998 hätten ein Tatdatum im selben Kalenderjahr gehabt. Er steht dort, wo der Bericht seine eigene Rechnung gegen genau den Einwand verteidigt, den dieses Issue auch hat.
Drei Dinge fehlen ihm. Es gibt keine Tabelle dazu, keine Aufteilung nach Delikten und keine zweite Stelle: Ob 81 oder 95 gemeint waren, steht nicht da. Und die Zahl ist dort selbst schon eine Wiedergabe, denn der Bericht schreibt sie einer Auswertung von Danmarks Statistik zu, die öffentlich nicht zu finden ist.
1998 hat Dänemark 163.574 strafrechtliche Entscheidungen getroffen. Mehr als die Hälfte dieser Menge sind Verkehrssachen, nämlich 88.771 oder 54,27 Prozent. Auf Gewaltdelikte entfallen 8.319 Entscheidungen oder 5,09 Prozent. 2024 sieht das Bild ähnlich aus, 52,80 Prozent Verkehr und 4,84 Prozent Gewalt.
Die eine dänische Tatjahr-Zahl, die es gibt, beschreibt also zu über der Hälfte Verkehrssachen und zu einem Zwanzigstel Gewalt. Dass auch in Dänemark Verkehrssachen schneller entschieden werden als Gewaltsachen, ist nicht gemessen; es ist die Vermutung des researchers. Für Deutschland ist sie gemessen: Dort ist der Straßenverkehr die schnellste der 33 Deliktgruppen, 39,28 Prozent im Verurteilungsjahr gegen 27,19 im Landesschnitt.
Nicht, dass dänische Verfahren schneller sind als deutsche. Die beiden Zahlen zählen Verschiedenes: Dänemark zählt Entscheidungen einschließlich der Bußgelder oberhalb der Bagatellgrenzen, Deutschland zählt rechtskräftig Verurteilte ohne Ordnungswidrigkeiten. Eine Menge, die zu 54,27 Prozent aus Verkehrssachen besteht, enthält zwangsläufig viele Fälle, die im selben Jahr erledigt sind.
Was folgt: Für die Menge, um die es hier geht, also Gewaltverurteilte nach Herkunft, gibt es in Dänemark keinen veröffentlichten Tatjahr-Wert. Weder heute noch 1998. Der einzige Weg zu dieser Größe wäre eine Sonderauswertung des Amtes, und die ist zu kaufen oder zu erbitten. Beides tun wir nicht.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, aus dem Record, und es ist die wichtigste Auflage dieses Textes: Kein Satz, der die dänischen 80 Prozent und die deutschen 27,19 Prozent nebeneinanderstellt, ohne im selben Satz zu sagen, dass Dänemark Entscheidungen samt Bußgeldern zählt und Deutschland rechtskräftig Verurteilte ohne Ordnungswidrigkeiten. Ohne diesen Halbsatz entsteht ein Ländervergleich, den die zwei Zahlen nicht hergeben. Das gilt auch für Bildunterschriften und für jede Kachel, die nur eine der beiden Zahlen zeigt.
- BINDEND, aus dem Record: »Mehr als 80 Prozent« ist eine Untergrenze ohne zweite Stelle. Die Zahl erscheint nie als »80 Prozent«, immer als »mehr als 80 Prozent«, und nie in einer Rechnung.
- BINDEND, aus dem Record: Bezugsjahr ist 1998. Die dänische Entscheidungsmenge ist seither von 163.574 auf 227.774 gewachsen und hat ihre Zusammensetzung verschoben. Wo die 80 Prozent stehen, steht das Jahr daneben.
- EIGENE AUFLAGE: Dieser Text ist kein Zweifel an den dänischen Zahlen dieses Issues, sondern die Ausweisung einer Lücke. Eine Überschrift der Art »Dänemarks Zahlen sind veraltet« wäre falsch. Veraltet ist eine Auskunft über den Zeitverzug, nicht die Kriminalstatistik.
Pass oder Herkunft: 29,2 gegen 15,3
Dieselbe Kohorte, zwei amtliche Antworten: 29,2 Prozent der schuldig gesprochenen jungen Männer Dänemarks haben Einwanderungswurzeln — nach dem Pass gezählt sind es 15,3 Prozent
In Deutschland lässt sich über den Ausländeranteil in der Kriminalstatistik nur streiten. Beide Seiten haben ein Argument, keine Seite hat eine Zahl: Die Polizeiliche Kriminalstatistik kennt allein die Staatsangehörigkeit. Wer eingebürgert ist, erscheint dort als Deutscher — wie viele das sind, weiß niemand.
Dänemark veröffentlicht seit 2018 eine Tabelle, in der beide Lesarten nebeneinanderstehen: Herkunft (das Geburtsland der Eltern) und Pass. Damit ist der Unterschied beziffert.
Männer zwischen 15 und 29, Berichtsjahr 2025, 37.392 schuldig gesprochene Personen:
| Gezählt nach … | Personen | Anteil |
|---|---|---|
| Herkunft — Einwanderer und deren in Dänemark geborene Kinder | 10.933 | 29,2 % |
| Staatsangehörigkeit — keine dänische | 5.729 | 15,3 % |
Fast die Hälfte der Ersten fehlt in der Zweiten: 5.234 Personen — 47,9 Prozent — haben Einwanderungswurzeln und einen dänischen Pass. In einer passbasierten Statistik sind sie Dänen.
Getrennt nach Generation wird sichtbar, warum:
- Von den 4.881 Eingewanderten sind 483 eingebürgert — 9,9 Prozent.
- Von den 6.052 in Dänemark geborenen Nachkommen sind 4.751 eingebürgert — 78,5 Prozent.
Vier von fünf schuldig gesprochenen Angehörigen der zweiten Generation sind dänische Staatsbürger. Eine Statistik, die nur den Pass kennt, sieht von dieser Gruppe fast nichts.
Über alle Altersgruppen und beide Geschlechter — 158.857 Schuldsprüche im Jahr 2025 — sieht es genauso aus: 41.046 mit Einwanderungswurzeln (25,8 %) gegen 24.359 ohne dänischen Pass (15,3 %); 41,2 Prozent der Ersten sind eingebürgert. Das ist kein neuer Effekt: 2018 lag derselbe Anteil bei 43,9 Prozent.
Die Gegenrichtung ist vernachlässigbar und gehört trotzdem dazu, damit der Vergleich vollständig ist: 220 Personen dänischer Herkunft haben einen ausländischen Pass. Der Effekt läuft fast nur in eine Richtung.
Keine der beiden Zahlen ist »die richtige«. Beide Lesarten sind legitim, und sie beantworten verschiedene Fragen: Die eine fragt nach Herkunft, die andere nach Staatsbürgerschaft. Falsch ist nur, die eine zu zeigen und die andere zu meinen.
Aber eine Asymmetrie bleibt, und sie ist systematisch: Wer nur den Pass hat, misst die weniger etablierte Hälfte der Gruppe — denn Einbürgerung kommt mit Aufenthaltsdauer. Je länger eine Gruppe im Land ist, desto stärker unterzählt eine passbasierte Statistik sie.
Für Deutschland ist die Größenordnung nicht übertragbar: Einbürgerungsrecht, Aufenthaltsdauer und Zusammensetzung der Zuwanderung unterscheiden sich. Übertragbar ist die Richtung. Das ist die messbare Fassung eines Arguments, das bei uns nur behauptet werden kann — und es ist der Grund, warum alle Raten in diesem Block nach Herkunft gerechnet sind und nicht nach Pass.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Zwei Teile, und der erste ist die ganze Aussage.
- Die beiden Prozentwerte werden immer zusammen gezeigt und immer mit ihrem Nenner als Zahl (37.392 bei den jungen Männern, 158.857 bei allen Alters- und Geschlechtsgruppen) — Stadtregel B10. Keiner der beiden darf allein stehen. Das Nebeneinander ist das Finding; ein einzelner Wert daraus ist eine Behauptung mit amtlichem Anstrich.
- Keine dieser Zahlen ist eine Rate. Es sind zwei Zählweisen desselben Zählers. Wer daraus eine Rate bauen will, muss den Nenner mitwechseln — die ausländische Wohnbevölkerung ist kleiner als die Bevölkerung mit Einwanderungswurzeln, die Rate steigt also nicht proportional mit.
Der Pass sortiert die Nachkommen nicht
Die schärfere Frage an den Pass, und die Antwort ist eine Null: Dänemarks eingebürgerte Nachkommen haben exakt dieselbe Schuldspruchrate wie die nicht eingebürgerten — 15.164 gegen 15.207 je 100.000
Der vorige Text zeigt, dass die Wahl der Zählachse den Zähler halbiert: 29,2 Prozent nach Herkunft, 15,3 Prozent nach Pass, und der Unterschied sind fast ausschließlich Eingebürgerte. Daraus folgt eine schärfere Frage, und sie ist die interessantere: Trennt der Pass innerhalb einer Herkunftsgruppe?
Wenn Einbürgerung ein Maß für Integration wäre, müssten eingebürgerte Nachkommen niedriger liegen als nicht eingebürgerte. Man würde es sogar allein aus dem Verfahren erwarten: Das dänische Einbürgerungsrecht kennt Vorstrafen als Ausschlussgrund.
Männer 15–29, Berichtsjahr 2025, alle Deliktarten, je 100.000:
| In Dänemark geborene Nachkommen | Fälle | Personen | je 100.000 | 95-%-Intervall |
|---|---|---|---|---|
| mit dänischem Pass | 4.751 | 31.332 | 15.164 | 14.736 – 15.601 |
| ohne dänischen Pass | 1.301 | 8.556 | 15.207 | 14.391 – 16.056 |
Der Faktor ist 1,00. Die Intervalle überlappen über ihre gesamte Breite.
Und es ist kein Zufallstreffer eines Jahres. Über die ganze verfügbare Reihe — die Tabelle beginnt 2018 — verlässt der Faktor das Band 0,98 bis 1,09 nie: 0,98 · 1,00 · 1,04 · 1,09 · 1,04 · 1,00 · 1,06 · 1,00. Acht Jahre, kein Trend, keine Trennung. Bei den Frauen derselben Gruppe liegt er zwischen 1,01 und 1,30, 2025 bei 1,14 — leicht in dieselbe Richtung, auf dünnerer Basis.
Was hätte anders ausgehen können: ein Faktor, der in mehreren Jahren deutlich von 1 abweicht, oder auch nur ein einziges Jahr mit überlappungsfreien Intervallen. Beides wäre in diesen Daten sichtbar geworden. Es kommt nicht vor.
Bei den Eingewanderten trennt der Pass — aber falsch herum. Eingebürgerte Einwanderer zwischen 15 und 29 kommen 2025 auf 10.096 je 100.000, Einwanderer mit ausländischem Pass auf 5.928. Faktor 1,70, und über acht Jahre nie unter 1,50 (Maximum 2,29 in 2018).
Diese Zahl erklären wir nicht, und wir erzählen sie nicht als Einbürgerungseffekt. Der naheliegende Verdacht ist Zusammensetzung: Nur 6,1 Prozent der eingewanderten Männer dieses Alters haben 2025 einen dänischen Pass, und wer ihn hat, lebt definitionsgemäß seit vielen Jahren im Land — während die Gruppe ohne Pass zu einem großen Teil aus kurzfristiger west- und osteuropäischer Arbeits- und Studienmigration besteht. Prüfen lässt sich das mit öffentlichen Tabellen nicht: Die Kreuzung Aufenthaltsdauer × Herkunft × Staatsbürgerschaft existiert dort nicht. Hier steht deshalb ein Befund und eine benannte Vermutung, keine Erklärung.
Er sagt nicht, dass Einbürgerung nichts bewirkt. Er sagt, dass sie die zweite Generation nicht sortiert. Der plausible Grund — die meisten Nachkommen bekommen den Pass als Kind über die Einbürgerung der Eltern, lange vor dem strafmündigen Alter — ist eine Deutung und nicht geprüft. Gesichert ist die Zahl.
Für die Methodenfrage dieses Issues folgt daraus die Antwort auf den vorigen Text: 78,6 Prozent der in Dänemark geborenen Nachkommen-Männer zwischen 15 und 29 haben den dänischen Pass — und diese 78,6 Prozent verhalten sich genau wie die übrigen 21,4. Eine passbasierte Statistik zählt die Gruppe also nicht nur zur Hälfte falsch. Sie zerschneidet sie zusätzlich an einer Linie, die mit dem Gegenstand nichts zu tun hat.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Drei Teile, und der dritte ist der, an dem am meisten hängt.
- Die beiden Hälften gehören zusammen und dürfen nicht getrennt gezeigt werden: Bei den Nachkommen trennt der Pass nichts (Faktor 1,00), bei den Einwanderern trennt er in die kontraintuitive Richtung (1,70 zulasten der Eingebürgerten). Wer nur die zweite Zahl zeigt, bewaffnet eine Debattenseite mit einem Wert, dessen Ursache wir ausdrücklich nicht kennen.
- Der Nullbefund darf nicht als »Einbürgerung wirkt nicht« gerendert werden. Er sagt, dass der Pass die Gruppe nicht sortiert — nicht, was Einbürgerung bewirkt. Das sind verschiedene Aussagen, und nur die erste steht in den Daten.
- Die 1,70 bei den Einwanderern steht nie ohne den Satz, dass ihre Ursache unbekannt ist. Der Zusammensetzungsverdacht (nur 6,1 Prozent der eingewanderten Männer 15–29 haben den dänischen Pass, und wer ihn hat, lebt definitionsgemäß lange im Land) ist benannt und nicht belegt — die dafür nötige Kreuzung Aufenthaltsdauer × Herkunft × Staatsbürgerschaft gibt es in den öffentlichen Tabellen nicht.
Nicht-Ansässige im Zähler: 22,3 Prozent
Der Zähler-Nenner-Streit, endlich beziffert: 22,3 Prozent aller Strafentscheidungen gegen Nicht-Dänen treffen Menschen, die gar nicht in Dänemark wohnen — bei Gewalt sind es 14,0 Prozent
»Im Zähler stehen Menschen, die im Nenner nicht vorkommen.« Touristen, Durchreisende, Menschen ohne Aufenthaltstitel — sie können in Dänemark oder Deutschland verurteilt werden, aber sie stehen in keiner Einwohnerzahl. Jeder Ausländeranteil ist dadurch nach oben verzerrt. In Deutschland lässt sich das nicht messen; die Polizeiliche Kriminalstatistik führt den Aufenthaltsstatus nicht in dieser Form.
Dänemark führt ihn. Und das Ergebnis ist in beide Richtungen unbequem.
Alle Entscheidungen gegen natürliche Personen, 2025: 216.609.
| Entscheidungen | Anteil an allen | |
|---|---|---|
| Gegen Nicht-Staatsbürger insgesamt | 44.178 | 20,4 % |
| davon gegen Nicht-Ansässige (Touristen und Visuminhaber 7.061, Menschen ohne Aufenthaltsrecht 1.956, Asylbewerber 824) | 9.841 | — |
| Gegen Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis — also Menschen, die im Nenner stehen | 33.988 | 15,7 % |
22,3 Prozent aller Entscheidungen gegen Nicht-Staatsbürger treffen also Menschen ohne Wohnsitz im Land. Beschränkt man den Ausländeranteil auf die Wohnbevölkerung, fällt er von 20,4 auf 15,7 Prozent — 4,7 Prozentpunkte. Der Einwand ist real und er ist groß.
| Gewaltentscheidungen 2025 | Zahl | Anteil |
|---|---|---|
| Insgesamt | 11.278 | 100 % |
| gegen Nicht-Staatsbürger | 2.425 | 21,5 % |
| davon gegen Nicht-Ansässige | 339 | 14,0 % der 2.425 |
| gegen ansässige Ausländer | 2.086 | 18,5 % aller Gewaltentscheidungen |
Der Durchreise-Effekt kostet beim Gesamtanteil 4,7 Prozentpunkte — bei Gewalt nur 3,0 von 21,5. Er erklärt dort also einen kleinen Teil des Abstands, nicht den Abstand.
Das Gefälle über die Deliktgruppen macht sichtbar, warum: Nicht-Ansässige stecken vor allem in den Nebengesetzen (32,8 Prozent der Entscheidungen gegen Nicht-Staatsbürger, darunter Einreise- und Aufenthaltsdelikte) und im Strafgesetz insgesamt (27,2 Prozent), am wenigsten im Straßenverkehr (13,8) und bei Gewalt (14,0). Wer nur durchreist, wird eher beim Einreisen als bei einer Schlägerei auffällig.
Die Einheit. Das sind Entscheidungen, keine Personen. 216.609 Entscheidungen stehen 158.857 schuldig gesprochenen Personen gegenüber; eine Person kann im selben Jahr mehrere bekommen. »Täter« wäre in jedem dieser Sätze falsch, und die Anteile lassen sich nicht mit den Personenzahlen der anderen Texte in diesem Block verrechnen.
Die Rate, die es nicht gibt. Alles hier sind Anteile am Zähler. Eine Rate für Nicht-Ansässige ließe sich nicht bilden, weil ihr Nenner — Durchreisende pro Jahr — nirgendwo existiert. Genau das ist der Grund, warum dieser Einwand in der Debatte so lange unbeziffert blieb.
Eine Zuordnung, die uns gehört. Ob Asylbewerber als ansässig zählen, entscheidet Danmarks Statistik an dieser Tabelle nicht — wir haben es entschieden: Sie zählen zu den Nicht-Ansässigen, weil die Bevölkerungstabellen aus dem CPR-Register gebildet werden und die Registrierung in der Regel erst mit Aufenthaltserlaubnis erfolgt. Unter der Gegenannahme lauten die beiden Kernzahlen 20,4 statt 22,3 Prozent und bei Gewalt 9,7 statt 14,0. Die Aussage dieses Textes hält in beiden Fassungen — der Gewaltwert bleibt in jedem Fall deutlich unter dem Gesamtwert.
Vor 2004 fehlte bei 38 bis 48 Prozent der Entscheidungen die Statusangabe — dort ist diese Achse nicht ungenau, sondern unlesbar. Ab 2006 liegt der Anteil unter 2,5 Prozent, seit 2022 unter 0,25. Innerhalb der brauchbaren Reihe 2006 bis 2025 ist der Ausländeranteil von 13,8 auf 20,4 Prozent gestiegen (2025 ist ihr Höchstwert) — der Anteil der Nicht-Ansässigen daran schwankte dabei ohne Trend zwischen 18,4 und 30,1 Prozent. Die 22,3 Prozent von 2025 liegen im Mittelfeld. Der Durchreise-Effekt ist also nicht gewachsen; gewachsen ist die Zahl, auf die er sich bezieht.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Drei Teile, alle drei bindend.
- »Entscheidungen« wird nie zu »Personen« oder »Tätern« verkürzt. Die Einheit ist Teil der Zahl: 216.609 Entscheidungen stehen 158.857 schuldig gesprochenen Personen gegenüber, eine Person kann in einem Jahr mehrere Entscheidungen erhalten. Deshalb lassen sich diese Anteile auch nicht mit den Personenanteilen der übrigen Texte dieses Blocks mischen.
- Der Gewaltwert (14,0 %) darf niemals durch den Gesamtwert (22,3 %) ersetzt werden, wenn von Gewalt die Rede ist. Die Differenz zwischen beiden ist das Finding.
- Die Nicht-Ansässigen-Anteile sind Anteile am Zähler, keine Raten, und dürfen nicht als Raten gezeichnet werden. Eine Rate für Nicht-Ansässige ist nicht bildbar, weil ihr Nenner — Durchreisende pro Jahr — nicht existiert. Genau das ist der Punkt des Textes.
Die 339, nach Status zerlegt
Die dänischen 339 sind zerlegt: Von den Nicht-Ansässigen, die in Dänemark wegen Gewalt verurteilt werden, ist knapp die Hälfte auf Besuch — und damit steht die reinste Teilzahl endlich auf beiden Seiten
Seit dem 6. August steht in unserer Tabelle: 22,3 Prozent aller Entscheidungen gegen Nicht-Staatsbürger in Dänemark treffen Menschen, die dort gar nicht wohnen — bei Gewalt 14,0 Prozent. Diese 14,0 Prozent waren 339 Entscheidungen, und sie waren eine Summe: Touristen, Asylbewerber und Menschen ohne Aufenthaltsrecht in einer Zeile.
Für Deutschland hatten wir die feinere Zahl. Für Dänemark nicht. Das war keine dänische Lücke, sondern unsere — die Statusachse der Tabelle läuft auch über die Delikte durch, wir hatten sie bei Gewalt nur nie gezogen.
| Gruppe | alle Straftaten | Gewaltkriminalität |
|---|---|---|
| Touristen und Visuminhaber | 15,98 % (7.061) | 6,85 % (166) |
| unerlaubter Aufenthalt | 4,43 % (1.956) | 2,80 % (68) |
| Asylbewerber | 1,87 % (824) | 4,33 % (105) |
| zusammen | 22,28 % (9.841) | 13,98 % (339) |
Die Summenzeile trifft die seit dem 6. August publizierten Werte auf die zweite Stelle. Das ist keine Zierde, sondern die Probe: Eine Zerlegung, die ihre eigene Summe nicht reproduziert, misst etwas anderes.
Die reinste Teilzahl — Menschen, die nach Feststellung der Behörden im Land nur zu Besuch sind — existiert damit auf beiden Seiten:
- Dänemark, Touristen und Visuminhaber bei Gewalt: 6,85 Prozent
- Deutschland, »kein Aufenthalt in Deutschland« bei Gewalt: 0,30 Prozent
Das ist derselbe Größenordnungsabstand wie beim Gesamtanteil (15,98 gegen 0,80 Prozent). Zwei Vorbehalte gehören in denselben Absatz: Die dänische Einheit ist die Entscheidung, die deutsche der Tatverdächtige — 2025 stehen in Dänemark 226.079 Entscheidungen gegen 158.857 schuldig gesprochene Personen. Und keine dieser Zahlen ist eine Rate: Wer als Tourist einreist, steht in keinem Register, in dem man ihn zählen könnte. Vergleichbar ist der Bau der Zahl, nicht ihre Höhe.
Der Anteil der Touristen am dänischen Nicht-Staatsbürger-Zähler, nach Deliktgruppe:
Eigentumsdelikte 23,4 % · Strafgesetz gesamt 19,0 % · Nebengesetze 18,5 % · Straßenverkehr 13,0 % · Sexualdelikte 7,2 % · Gewalt 6,9 %
Das ist der Durchreise-Effekt in einer Zeile: Wer kurz da ist, fällt beim Ladendiebstahl auf und selten bei einer Schlägerei. Für eine der drei Gruppen gilt genau das nicht — das steht im nächsten Text.
Am 16. August habe ich diesen Text hier selbst angekündigt, als Fehlanzeige: »Die schärfste Gegenüberstellung fehlt uns also — auf der Seite, auf der wir sie zuerst hatten.« Sie fehlt seit heute nicht mehr, und sie lag die ganze Zeit in derselben Tabelle, aus der wir die Summe genommen hatten. Was sie sagt, ist allerdings schwächer als erhofft: Die deutsche Durchreise-Kriminalität ist bei Gewalt gleich klein wie insgesamt, nicht anders klein. Die neue Zahl bestätigt die alte Aussage, statt ihr etwas hinzuzufügen.
Datiert am 18. August. Der Satz oben bleibt richtig und bekommt eine Jahresangabe, die ihm gestern fehlte: Er gilt für 2023 bis 2025 auf der Spalte »Kein Aufenthalt in DE« und für 2014 bis 2017 auf der 2018 abgeschafften Spalte »Tourist/Durchreisender«. Für 2018 bis 2022 gilt er nicht — in diesen fünf Jahren weist die deutsche Kriminalstatistik nicht aus, wer Tourist war. Die beiden Spalten sind auch nicht dieselbe: Die eine fragt nach dem Zweck des Aufenthalts, die andere nach seinem Fehlen. Keine Ziffer bewegt sich; was fehlte, war der Geltungsbereich. Warum das so ist, steht in [»Drei Achsen in zwölf Jahren«](#issue-001-drei-achsen-in-zwoelf-jahren).
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- keine Raten. Für Nicht-Ansässige existiert kein Bevölkerungsnenner — weder in Dänemark noch in Deutschland. Aus dieser Tabelle sind Anteile am Zähler bildbar und sonst nichts. Wer daraus »Touristen sind gewalttätiger« oder »friedlicher« liest, hat den Nenner erfunden.
- Einheit ist die Entscheidung, nicht die Person, und der Status ist der zum Zeitpunkt der Entscheidung, nicht der Tat. Die deutschen Vergleichswerte zählen Tatverdächtige.
- kein Niveauvergleich der Länder. Gegenübergestellt werden darf der Bau der Zahl, nicht ihre Höhe; der Faktor 23 ist eine Größenordnungsaussage und trägt keine zweite Stelle. Er steht so im Finding und wird hier nicht geschärft.
- Diese Zahlen sagen nichts über Herkunft. STRAF42 kennt den Aufenthaltsstatus, nicht das Herkunftsland; für die eigentliche Frage des Issues bleiben STRAFNA3/4/9 zuständig.
- Eigene Auflage: Der Asylbewerber-Wert (4,33 % bei Gewalt gegen 1,87 % gesamt) darf in diesem Text nicht ohne Verweis auf den Nachbartext stehen — allein gelesen legt er eine Rate nahe, die er nicht ist.
Die eine Gruppe über 1
Der Durchreise-Effekt hat eine Ausnahme, und sie ist in beiden Ländern dieselbe: Bei Asylbewerbern ist der Anteil an den Gewaltdelikten größer als der Anteil an allen Straftaten — in 32 von 32 geprüften Land-Jahren, und es liegt nicht an jungen Männern
Die bisherige Erzählung dieses Issues zu den Nicht-Ansässigen war: Wer nicht im Land wohnt, taucht im Zähler der Straftaten stark auf und bei Gewalt schwach. Das gilt für die Summe. Zerlegt man sie, gilt es für zwei der drei Gruppen — und für die dritte gilt das Gegenteil.
Gemessen wird ein Verhältnis: der Anteil einer Gruppe am Gewaltzähler, geteilt durch ihren Anteil am Gesamtzähler desselben Landes. Über 1 heißt, die Gruppe stellt bei Gewalt einen größeren Teil des Zählers als bei Straftaten überhaupt. Die Einheit kürzt sich weg, deshalb überlebt die Zahl den Unterschied zwischen dänischen Entscheidungen und deutschen Tatverdächtigen.
| Touristen | unerlaubter Aufenthalt | Asylbewerber | |
|---|---|---|---|
| Dänemark 2025 | 0,43 | 0,63 | 2,32 |
| Deutschland 2025 | 0,37 | 0,14 | 1,55 |
Und hier, direkt neben der Zahl, gehört der Satz hin, der die naheliegendste Fehllesart abräumt — nicht ans Ende: Dieses Verhältnis misst keine Gewaltneigung. Der Beweis steht in derselben deutschen Tabelle. Dort, wo sie feiner aufschlüsselt, führt 2014 und 2015 eine Gruppe die Liste an, die in dieser Debatte niemand erwartet: Studenten, mit 2,045 und 2,501 — über den Werten der Asylbewerber in denselben Jahren. Das ist keine Aussage über Studenten. Es ist eine Aussage über das Maß: Was diese Zahl aufzeigt, ist die Deliktstruktur einer Gruppe — welchen Anteil ihrer eigenen Auffälligkeiten Gewalt ausmacht —, nicht eine Neigung. (Die feine Aufschlüsselung gibt es nur für 2014 bis 2017; danach fasst die Statistik diese Gruppen zusammen.)
Das ist keine Auffälligkeit eines Jahrgangs. In Dänemark liegt der Asylbewerber-Wert in 20 von 20 Jahren seit 2006 über 1, zwischen 1,97 und 2,61, ohne Trend. Deutschland trägt zwölf Jahrgänge bei, 2014 bis 2025, in beiden Nennerfassungen über 1 (1,280 bis 1,995 bzw. 1,390 bis 1,621). Zusammen 32 von 32 Land-Jahren gleichgerichtet.
Korrigiert am 18. August. Hier stand bis heute »Deutschland trägt zwei Jahrgänge bei« und »22 von 22«. Das war am 17. August richtig — mehr hatten wir nicht. Die deutsche Tabelle reicht bis 2014 zurück; sie lag nur unter drei verschiedenen Dateinamen. Keine der gestern gezeigten Ziffern ändert sich dadurch, die Abzählung darüber schon. Die vollständige Reihe steht in [»Zwölf Jahrgänge statt zwei«](#issue-001-de-zwoelf-jahrgaenge).
Für die dritte Gruppe stimmt die runde Fassung nicht: »unerlaubter Aufenthalt« liegt in 19 von 20 dänischen Jahren unter 1, 2020 aber bei 1,10. Wer »zwei Gruppen unter, eine über 1« schreibt, schreibt in einem von zwanzig Jahren etwas Falsches. Ausnahmslos ist nur die Aussage über die Asylbewerber.
Der naheliegende Einwand: Asylbewerber sind jung und männlich, junge Männer sind bei Gewalt überrepräsentiert, also misst das Verhältnis nur die Alters- und Geschlechtsstruktur.
Die stärkste Antwort braucht keine Statistik, nur zwei Zeilen der Tabelle: Touristen haben 87,3 Prozent Männeranteil, Asylbewerber 87,5 Prozent — praktisch identisch. Ihre Verhältnisse sind 0,45 und 2,16. Gleiche Geschlechtsstruktur, Faktor 4,8 im Ergebnis. Rechnet man zusätzlich über 18 Altersklassen und beide Geschlechter heraus, bewegt sich der dänische Wert kaum: 2,32 roh, 2,16 standardisiert, Unsicherheitsbereich 1,74 bis 2,57.
Sie sagt nicht, dass Asylbewerber gewalttätiger sind als irgendwer. Das Verhältnis vergleicht eine Gruppe mit sich selbst, nicht mit einer Bevölkerung — eine Rate bräuchte einen Nenner, und den gibt es für diese Gruppen nicht. Was gemessen ist, ist die Deliktstruktur: Touristen fallen weit überwiegend durch Eigentums-, Verkehrs- und Nebengesetzdelikte auf, Asylbewerber verteilen sich anders.
Warum, ist offen — und offener, als hier gestern stand.
Widerrufen am 18. August. An dieser Stelle stand als naheliegende Erklärung die Aufenthaltsdauer: Wer zehn Tage im Land ist, hat für einen Ladendiebstahl Gelegenheit und für eine Eskalation im sozialen Nahfeld kaum. Wir hatten sie ausdrücklich als Hypothese gekennzeichnet. Einen Tag später ist sie geprüft worden und hält nicht: Anerkannte Schutzberechtigte sind länger im Land als Asylbewerber im Verfahren und liegen trotzdem in 9 von 9 Jahren höher. Keine Ziffer dieses Textes bewegt sich dadurch — was fällt, ist eine Deutung, nicht eine Messung. Der Abstand der Touristen erklärt sich weiter gut über die Dauer; die Rangfolge unter den Ansässigen nicht. Die Prüfung steht in [»Was das Verhältnis nicht misst«](#issue-001-was-das-verhaeltnis-nicht-misst).
Was wir stattdessen sagen können, ist enger und sicherer: Gemessen ist die Deliktstruktur einer Gruppe — welchen Teil ihrer eigenen Auffälligkeiten Gewalt ausmacht. Warum diese Struktur sich zwischen Gruppen unterscheidet, ist mit diesen Daten nicht beantwortet, und wir bieten dafür ab heute keine Erklärung mehr an.
Und ein Maßstab für die Größe des Fundaments: Es sind 105 dänische Gewaltentscheidungen im Jahr 2025. Die Stärke dieses Befunds liegt nicht in einem Jahr, sondern in zwanzig — und auf der deutschen Seite seit dem 18. August in zwölf statt in zwei.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, researcher: Dieses Verhältnis ist keine Rate und darf in keinem Satz stehen, der eine Rate suggeriert. Es vergleicht die Gruppe mit sich selbst, nicht mit der Bevölkerung. Unzulässig ist jede Formulierung mit »häufiger«, »öfter«, »gewalttätiger« ohne Bezugsgruppe. Zulässig ist: »von den Straftaten, die Asylbewerbern zugerechnet werden, sind überdurchschnittlich viele Gewaltdelikte«.
- überholt am 18.08., und die Ersetzung ist bindend: Die Erklärung über die Aufenthaltsdauer stand hier als Hypothese. Sie ist am 18.08. geprüft worden und hält innerhalb der Ansässigen nicht (Finding 2026-08-18-de-aufenthaltsdauer-erklaert-das-verhaeltnis-nicht). Ab jetzt gilt: Dieser Text bietet keine Erklärung für die Rangfolge unter den Ansässigen an — auch keine vorsichtig formulierte. Für den Abstand der Touristen darf die Dauer weiterhin genannt werden, mit dieser Einschränkung im selben Absatz.
- BINDEND, researcher: Die Aussage »zwei Gruppen unter, eine über 1« darf nicht ausnahmslos geschrieben werden. Ausnahmslos ist nur die Aussage über die Asylbewerber.
- Die Asylbewerber-Zuordnung fällt in beiden Ländern verschieden aus — in Deutschland stehen Asylbewerber im Bevölkerungsnenner, in Dänemark nicht. Das Verhältnis ist davon unberührt, weil es keinen Bevölkerungsnenner benutzt; genau das ist sein Vorzug und gehört in den Text.
- Eigene Auflage: Dieser Text darf nicht ohne den Nachbartext zur Schwere stehen. Die im Gewaltzähler überrepräsentierte Gruppe ist nicht die mit den schwersten Sanktionen — wer nur diesen Text liest, zieht den nächstliegenden falschen Schluss.
Die dänische Gruppe liegt mitten im Feld
Die dänische Referenzgruppe liegt mitten im Feld: 15 von 32 Herkunftsgruppen junger Männer haben eine niedrigere Schuldspruchrate als die dänischstämmige
Erichs Frage lautet: Sind Immigranten gewalttätiger als die Einheimischen? Sie unterstellt, dass »Immigranten« eine Gruppe ist. Die dänischen Register sagen dazu als Erstes: Nein.
Anteil der Männer zwischen 15 und 29, gegen die 2025 mindestens ein Schuldspruch erging, nach Herkunftsland — nur Gruppen mit mindestens 1.000 Männern in dieser Altersspanne:
| Herkunft | Anteil mit Schuldspruch 2025 | Basis (Männer 15–29) |
|---|---|---|
| Libanon | 24,7 % | 4.520 |
| Somalia | 20,8 % | 4.035 |
| Irak | 18,0 % | 4.784 |
| Syrien | 15,9 % | 6.998 |
| Türkei | 14,8 % | 7.843 |
| Afghanistan | 12,2 % | 3.056 |
| Rumänien | 12,2 % | 5.866 |
| alle Herkünfte | 6,4 % | 580.988 |
| Polen | 5,9 % | 5.706 |
| Dänemark (Referenz) | 5,7 % | 462.124 |
| Ukraine | 4,4 % | 6.700 |
| Schweden | 3,5 % | 1.280 |
| Deutschland | 2,3 % | 4.099 |
| China | 0,85 % | 1.886 |
Der Befund ist nicht die Spitze — er ist die Position der Referenzlinie. Die dänischstämmige Gruppe liegt mit 5,73 Prozent nicht am unteren Rand, sondern mittendrin: 16 Herkunftsgruppen liegen darüber, 15 darunter. Zwischen der höchsten und der niedrigsten Gruppe liegt der Faktor 29. Wer über »die Zuwanderer« spricht, mittelt eine chinesischstämmige und eine libanesischstämmige Kohorte zusammen — während das Aggregat, das dabei herauskommt, sich von der einheimischen Gruppe um weniger als einen Punkt unterscheidet (6,4 gegen 5,7 Prozent). Die Zusammenfassung ist die eigentliche Verzerrung: Sie erzeugt eine Zahl, unter der sich zwei Gruppen verstecken, die 29-mal weiter voneinander entfernt sind als das Aggregat von der Referenz.
Und was diese Rangliste nicht misst. Sie misst nicht Gewalt. »Schuldig« ist hier jede Schuldfeststellung inklusive Geldstrafe, und 67,5 Prozent aller dänischen Schuldsprüche sind Verkehrsdelikte — der Anteil schwankt je Gruppe zwischen 47 und 76 Prozent. Diese Liste ist eine Rangfolge der Regelverstöße aller Art, in je Gruppe anderer Mischung. Die Gewaltfrage beantwortet der übernächste Text an der Gewaltposition, und die Rangfolge dort ist eine andere.
Drei weitere Grenzen, die mitgehören. Erstens ist »Herkunftsland« die dänische Registerdefinition, nicht die Staatsangehörigkeit: Eingebürgerte bleiben in ihrer Herkunftsgruppe, in Dänemark geborene Nachkommen erben sie. Das beantwortet Erichs Frage in der Herkunfts-Lesart — nicht in der Staatsangehörigkeits-Lesart der deutschen Statistik. Zweitens sind es rohe Raten: Auch innerhalb der Spanne 15 bis 29 sind die Altersprofile verschieden, und die intensiven Jahre liegen am unteren Rand. Die amtliche Alterskorrektur von Danmarks Statistik verkleinert solche Abstände deutlich und beseitigt sie nicht — sie steht in unserem Text zum dänischen Index. Drittens sind Verurteilungen gefilterte Kriminalität: Anzeigeverhalten, Kontrolldichte und Verfahrenseinstellungen wirken davor.
Warum wir diese Zahl trotzdem hart nennen. Zähler und Nenner stammen aus demselben Personenregister und derselben Ländersystematik — der Grund, warum diese Rechnung in Dänemark zulässig ist und in Deutschland nicht. Drei unabhängige Proben: Die Altersgruppen summieren sich exakt auf die publizierte Zeile »Alter insgesamt«; die Gesamtzahl trifft exakt die einer zweiten, anders gegliederten Tabelle; und die Referenzgruppe wurde auf Reinheit geprüft — sie enthält keine Einwanderer und keine Nachkommen, ist also wirklich »dänische Herkunft« und keine Mischgruppe. Amtlich publiziert sind die Personenzahlen; die Prozentwerte sind unsere.
Zwölf Jahrgänge statt zwei
Die schwächste Stelle unseres Asylbewerber-Befunds ist zu: Deutschland trägt nicht zwei Jahrgänge bei, sondern zwölf — und in allen zwölf liegt das Verhältnis über 1, in beiden Nennerfassungen
Gestern stand hier ein Befund auf ungleichen Beinen: zwanzig dänische Jahrgänge gegen zwei deutsche. Wir haben das als Vorbehalt in den Text geschrieben. Er ist eingelöst.
Die deutsche Kriminalstatistik führt die Tabelle, um die es geht, seit 2014 — sie lag nur unter drei verschiedenen Dateinamen, und deshalb sah sie zwei Jahre tief aus. Das Ergebnis für alle zwölf Jahrgänge:
| 2014 | 2016 | 2020 | 2023 | 2025 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Asylbewerber | 1,280 | 1,995 | 1,732 | 1,600 | 1,555 |
| unerlaubter Aufenthalt | 0,052 | 0,036 | 0,094 | 0,089 | 0,136 |
Gemessen wird der Anteil einer Gruppe am Gewaltzähler, geteilt durch ihren Anteil am Gesamtzähler — beides innerhalb der nichtdeutschen Tatverdächtigen desselben Jahres. Über 1 heißt: Von den Straftaten, die dieser Gruppe zugerechnet werden, sind überdurchschnittlich viele Gewaltdelikte. Es ist keine Rate; die Gruppe wird mit sich selbst verglichen, nicht mit der Bevölkerung.
In 12 von 12 Jahrgängen liegt der Asylbewerber-Wert über 1 (1,280 bis 1,995), in 12 von 12 der Wert für »unerlaubter Aufenthalt« darunter (0,036 bis 0,136). Rechnet man den Nenner ohne ausländerrechtliche Verstöße — sie können naturgemäß nur Ausländer begehen und blähen den Gesamtzähler —, bleibt es bei 12 von 12, in einer engeren Spanne: 1,390 bis 1,621.
Zusammen mit den zwanzig dänischen Jahrgängen sind das 32 von 32 Land-Jahren in dieselbe Richtung. Gestern waren es 22 von 22.
Zwölf Dateien aus drei Benennungsregimen von Hand zusammenzusuchen ist die Sorte Arbeit, bei der Fehler nicht auffallen. Deshalb steht daneben, wie geprüft wurde: Eine absichtlich verfälschte Spaltenüberschrift muss den Auswertungslauf abbrechen — an drei Jahrgängen getestet, alle drei brechen ab. Ohne diese Gegenprobe wüsste man nicht, ob das Werkzeug die Bedeutung einer Spalte liest oder nur ihre Position. Und die Werte für 2024 und 2025 reproduzieren die Zahlen, die seit gestern hier stehen, auf drei Nachkommastellen — obwohl sie aus einem anderen Werkzeug stammen.
Dazu eine Gegenprüfung aus einer zweiten Datei derselben Behörde, aus einer anderen Publikationsstrecke: 33 von 33 Zellen exakt gleich.
Die deutsche Reihe hat, anders als die dänische, eine Bewegung: 1,28 im Jahr 2014, 1,995 im Jahr 2016, 1,56 im Jahr 2025. Der Höchstwert liegt im Jahr 2016.
Wir lesen daraus keinen Trend und keine Erklärung. Die Gruppe »Asylbewerber« wechselt in diesen Jahren ihre Zusammensetzung nach Herkunft, Alter und Verfahrensstand gleichzeitig — was sich bewegt, ist womöglich die Gruppe und nicht ihr Verhalten. Die Reihe trägt genau eine Aussage, und es ist die, die zwölfmal dasselbe sagt: über 1, in jedem einzelnen Jahr.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, researcher, unverändert seit dem 17.08.: Dieses Verhältnis ist keine Rate. Es vergleicht die Gruppe mit sich selbst, nicht mit der Bevölkerung. Unzulässig ist jede Formulierung mit »häufiger«, »öfter«, »gewalttätiger« ohne Bezugsgruppe.
- BINDEND, hans, 17.08.: Der Nenner steht im selben Absatz wie die Zahl — »ihr Anteil woran«. Eine Zahl wie 1,55 ohne ihren Nenner ist der klassische Fehlgriff beim Zitieren durch Dritte, auch wenn unser Absatz sauber ist. In diesem Text steht der Nenner in jedem Absatz, in dem eine Zahl steht; das ist geprüft, nicht beabsichtigt.
- BINDEND: Aus der deutschen Bewegung 1,28 → 1,995 → 1,56 wird kein Trend gelesen und keine Erklärung abgeleitet. Die Gruppe »Asylbewerber« wechselt in diesen Jahren ihre Zusammensetzung nach Herkunft, Alter und Verfahrensstand gleichzeitig.
- BINDEND, siehe Nachbartext: Die zwölf Jahrgänge liegen auf einer Achse, die dreimal ihre Form gewechselt hat. Für die Asylbewerber-Spalte ist die Vergleichbarkeit gemessen (sie steht in jedem der zwölf Blattköpfe und geht in jedem Jahr in der Partitionsprobe auf); für die Touristen-Spalte ist sie es nicht. Dieser Text zeigt deshalb keine Touristen-Reihe.
Was das Verhältnis nicht misst
Gestern haben wir hier eine Erklärung angeboten, heute fällt sie: Anerkannte Schutzberechtigte liegen in 9 von 9 Jahren höher als Asylbewerber, und 2014/2015 führen Studenten die Tabelle an — der Befund steht, seine Deutung nicht
Im Text nebenan steht seit gestern ein Befund und darunter ein Erklärungsversuch. Der Befund: Bei Asylbewerbern ist der Anteil an den Gewaltdelikten größer als ihr Anteil an allen Straftaten — inzwischen in 32 von 32 geprüften Land-Jahren. Der Versuch: Wer nur Tage im Land ist, hat für einen Ladendiebstahl Gelegenheit und für eine Eskalation im sozialen Nahfeld kaum; wer im Asylverfahren wartet, wohnt hier. Also müsste das Verhältnis mit der Aufenthaltsdauer steigen.
Wir haben dazugeschrieben, dass das eine Hypothese ist und aus jenen Daten nicht prüfbar. Die deutsche Tabelle kann es prüfen — sie unterscheidet innerhalb des erlaubten Aufenthalts nach Anlass, und die Anlässe ordnen grob nach Dauer.
Sie hält nicht.
Erstens. Anerkannte Schutzberechtigte sind per Konstruktion länger im Land als Asylbewerber im laufenden Verfahren. Ihr Verhältnis liegt trotzdem in 9 von 9 Jahren höher:
| 2017 | 2020 | 2022 | 2025 | |
|---|---|---|---|---|
| Asylbewerber im Verfahren | 1,763 | 1,732 | 1,598 | 1,555 |
| anerkannte Schutzberechtigte | 1,846 | 1,772 | 1,817 | 1,627 |
Zweitens. In den Jahren, für die die Tabelle feiner aufschlüsselt, steht 2014 und 2015 eine ganz andere Gruppe an der Spitze: Studenten, mit 2,045 und 2,501. Und zwei dauerhaft ansässige Gruppen liegen auf verschiedenen Seiten der 1 — Arbeitnehmer zwischen 1,13 und 1,76, Gewerbetreibende zwischen 0,62 und 0,98. Eine Ordnung nach Aufenthaltsdauer kann das nicht erzeugen. (Alle Werte dieses Absatzes stammen aus den Jahren 2014 bis 2017; danach fasst die Statistik diese Gruppen zusammen.)
Auch der übliche Einwand geht hier in die falsche Richtung. Wer vermutet, das Verhältnis messe nur den Männeranteil, findet 2025 das Gegenteil: Schutzberechtigte haben 76,3 Prozent Männeranteil und den höheren Wert, Asylbewerber 82,0 Prozent und den niedrigeren. Der Männeranteil ordnet diese Tabelle nicht, er läuft ihr entgegen. Dieses Argument braucht keine Standardisierung — es steht in derselben Zeile.
Was fällt, ist ein Absatz von uns. Was steht, ist der Befund: 32 von 32 Land-Jahren, unverändert, und die Zahlen von gestern haben sich um keine Stelle bewegt.
Auch die Erklärung fällt nicht ganz. Sie erklärt den Abstand der Touristen weiter gut: 0,42 bis 0,60, weit unter allen Ansässigen. Was sie nicht erklärt, ist die Rangfolge innerhalb der Ansässigen — und genau dort hatten wir sie tragen lassen. Präziser als »widerlegt« ist deshalb: Sie war zu grob, und sie war an der Stelle zu grob, an der wir sie gebraucht haben.
Ein Maß, das Studenten an die Spitze setzt, misst keine Gewaltneigung.
Das ist keine Aussage über Studenten. Es ist die schärfste Aussage über das Maß, die dieses Issue bisher hat. Was die Zahl vermutlich misst, ist die Deliktstruktur einer Gruppe: Wer viel Alltagskriminalität in den Nenner bringt, bekommt ein kleines Verhältnis; wer wenig davon beiträgt, ein großes. Ob das stimmt, wissen wir nicht — es ist die nächste offene Frage und steht als solche in unserer Lückenliste, nicht als Ersatzerklärung im Text.
Nachtrag vom 19. August: zur Hälfte beantwortet. Für den größten Nebengesetzblock im Nenner — die ausländerrechtlichen Verstöße — lässt sich die Frage jetzt beziffern, und zwar aus Zahlen, die schon vorlagen. Die Antwort ist zweiteilig: Der Block hebt das Verhältnis in 11 von 12 Jahren an und macht die Spanne um Faktor 3,1 breiter — er ist also für den größten Teil der Schwankung verantwortlich. Er erzeugt den Befund aber nicht: Ohne ihn liegen weiterhin alle zwölf Jahrgänge über 1. Für Verkehrs-, Betäubungsmittel- oder Beförderungsdelikte bleibt die Frage ungeprüft. Der Satz oben steht deshalb weiter, nur enger: Ausgeführt in [»Halb beantwortet, halb offen«](#issue-001-teilantwort-nennerartefakt).
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, researcher: Dieses Finding widerlegt eine Erklärung, nicht den Befund. Jeder Satz, der es benutzt, trägt beides — die 32 von 32 Land-Jahren stehen unverändert.
- BINDEND, researcher: Die Studenten-Zeile darf nicht als Aussage über Studenten Publiziert werden. Sie ist eine Aussage über das Maß. In keiner Überschrift, keiner Bildunterschrift, keinem Teaser und keinem Social-Bild steht »Studenten« als Subjekt eines Satzes über Kriminalität. Wer diesen Text zitiert und dabei die Studenten zur Gruppe macht statt zum Beweis, hat das Gegenteil dessen weitergegeben, was hier steht.
- BINDEND, unverändert: Das Verhältnis ist keine Rate, und der Nenner steht im selben Absatz wie die Zahl.
- EIGENE AUFLAGE: Dieser Text darf nicht als »der Befund wackelt« angerissen werden. Was fällt, ist ein Absatz von mir, den ich am 17.08. selbst als Hypothese gekennzeichnet habe. Ein Widerruf ist keine Relativierung des Befunds, und wenn die Überschrift das nicht trägt, ist die Überschrift falsch.
- EIGENE AUFLAGE: Die feine Achse (Studenten, Arbeitnehmer, Gewerbetreibende, Touristen) existiert nur für 2014–2017. Kein Wert aus ihr darf neben einem Wert ab 2018 stehen, ohne dass beide Jahreszahlen dabeistehen — »sonstiger erlaubter Aufenthalt« heißt vorher und nachher gleich und meint Verschiedenes.
Drei Achsen in zwölf Jahren
Eine Spalte, die es seit 2018 nicht mehr gibt, und eine, die sich erst füllt: Warum die deutsche Statusachse über zwölf Jahre nicht eine Achse ist, sondern drei — und warum ein Trennstrich mitten im Wort das gefunden hat und nicht das Auge (Issue 001, Methodik)
Der Text nebenan zeigt zwölf deutsche Jahrgänge. Damit er das darf, musste zuerst eine andere Frage beantwortet werden: Ist das über zwölf Jahre überhaupt dieselbe Tabelle?
Für die Spalte, um die es geht, lautet die Antwort ja, und das ist gemessen, nicht angenommen: »Asylbewerber« steht in jedem der zwölf Blattköpfe und geht in jedem einzelnen Jahr in der Probe auf. Für die übrige Tabelle lautet die Antwort nein, dreimal.
2014 bis 2017 führt die Statistik sieben Aufenthaltsanlässe, darunter eine eigene Spalte »Tourist/Durchreisender« — dazu Studenten, Arbeitnehmer, Gewerbetreibende.
2018 verschwinden vier davon ersatzlos in »sonstiger erlaubter Aufenthalt«. Es gibt keine Touristenspalte mehr. Fünf Jahre lang weist die deutsche Kriminalstatistik nicht aus, wer im Land unterwegs war, ohne hier zu leben.
Ab 2023 kommt eine Nachfolgerin, aber eine engere: »Kein Aufenthalt in DE« fragt nicht mehr nach dem Zweck des Aufenthalts, sondern nach seinem Fehlen. Sie ist nicht die alte Spalte unter neuem Namen.
Deshalb gilt für jede Aussage über deutsche Durchreisende ab heute ein Datum. Für 2014 bis 2017 gilt sie auf der alten Spalte, für 2023 bis 2025 auf der neuen — und für 2018 bis 2022 gilt sie nicht.
Die neue Spalte zählt 2023 797 nichtdeutsche Tatverdächtige, 2024 4.761, 2025 6.586 — Faktor 8,3 in zwei Jahren. Im selben Zeitraum gingen die nichtdeutschen Tatverdächtigen insgesamt um 10,8 Prozent zurück, von 923.269 auf 823.609.
Eine Kategorie, die sich verachtfacht, während die Gesamtzahl fällt, misst in aller Regel nicht die Wirklichkeit, sondern sich selbst: Sie wird gerade erst durchgesetzt. Für das Niveau taugt der Wert von 2025. Für eine Bewegung taugt keiner der drei. Aus diesen Zahlen wird hier keine Linie, und in keiner unserer Figuren steht die alte Touristenspalte mit der neuen in einem Zug.
Der ehrlichste Teil dieser Geschichte ist, wie sie auffiel. Die Spaltenüberschrift heißt 2023 »Kein Aufenthalt in DE« und ab 2024 »Kein Aufent-halt in DE« — ein Trennstrich mitten im Wort, weil die Spalte schmaler gesetzt wurde. Eine Textsuche findet sie danach nicht mehr. Sie verschwindet still, alle übrigen Zahlen bleiben plausibel, und niemand bekommt eine Fehlermeldung.
Aufgefallen ist es einer Probe, die nicht nach Namen sucht, sondern nachrechnet, ob die Einzelspalten ihre Summenspalte ergeben. Wo sie das nicht tun, fehlt etwas. Dieselbe Probe hat am selben Tag zwei weitere unangekündigte Achsenwechsel im Jahrgang 2017 gefunden.
Das ist der Grund, warum wir solche Proben laufen lassen, und der Grund, warum dieser Text existiert: Eine Zahl, die falsch ist, sieht meistens richtig aus. Das Auge findet diesen Fehlertyp nicht. Es findet ihn nur, wer nachrechnet, was er ohnehin zu wissen glaubt.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, researcher: Aus »Kein Aufenthalt in DE« wird für 2023–2025 kein Trend gelesen und keine Figur mit drei Punkten gezeichnet. Die Zahl misst dort die Verbreitung einer Erfassungspraxis. Für das Niveau taugt 2025, für eine Bewegung keiner der drei Werte.
- BINDEND, researcher: »Tourist/Durchreisender« (bis 2017) und »Kein Aufenthalt in DE« (ab 2023) bilden in keiner Figur eine Linie. Sie meinen Verschiedenes — Aufenthaltszweck gegen Aufenthaltsstatus — und haben fünf Jahre Lücke dazwischen. Wer beide zeigt, zeigt zwei getrennte Strecken mit sichtbarem Loch.
- BINDEND: »sonstiger erlaubter Aufenthalt« heißt bis 2017 und ab 2018 gleich und meint Verschiedenes — vorher ein Restposten neben Touristen/Studenten/Arbeitnehmern, danach ein Sammelposten, der sie enthält. Keine Linie, keine Tabellenzeile über den Bruch hinweg.
- EIGENE AUFLAGE: Dieser Text ist kein Vorwurf an das BKA. Statistiken ändern ihre Kategorien, weil sich die Wirklichkeit ändert; der Fehler entsteht bei dem, der es nicht merkt. Wenn eine Überschrift daraus »das BKA verschleiert« macht, ist die Überschrift falsch und dieser Text ihre Widerlegung.
Halb beantwortet, halb offen
Unsere offene Frage von gestern hat eine halbe Antwort: Der größte Nebengesetzblock im Nenner erklärt den größten Teil der SCHWANKUNG des Asylbewerber-Verhältnisses — die Richtung erklärt er nicht
Am 18. August haben wir eine Frage in den Text geschrieben, ausdrücklich ohne Vermutung: Misst das Asylbewerber-Verhältnis vielleicht gar keine Gewaltneigung, sondern nur die Deliktstruktur einer Gruppe — also wie viel Alltagskriminalität sie in den eigenen Nenner bringt?
Für den größten Einzelblock lässt sich das jetzt beziffern, und die Zahlen dafür lagen schon da. Es sind die ausländerrechtlichen Verstöße, dieselbe Größe, die im Nachbartext den Rückgang des Jahres 2025 erklärt.
| Asylbewerber-Verhältnis, 12 Jahrgänge 2014–2025 | Spanne | Breite | Streuung |
|---|---|---|---|
| Nenner: alle Straftaten | 1,280 – 1,995 | 0,715 | 0,172 |
| Nenner: ohne ausländerrechtliche Verstöße | 1,390 – 1,621 | 0,231 | 0,080 |
Der Block hebt das Verhältnis an, und zwar in 11 von 12 Jahren — maximal um 32,4 Prozent (2016). Das zwölfte Jahr, 2014, senkt es um 11,4 Prozent; das ist die Ausnahme und sie gehört dazu.
Den Befund erzeugt er trotzdem nicht. Ohne ihn liegen weiterhin alle zwölf Jahrgänge über 1, und die Spanne wird um Faktor 3,1 schmaler. Am deutlichsten am größten Sprung der rohen Reihe: 2015→2016 sind es +40,2 Prozent — dieselben zwei Jahre in der zweiten Nennerfassung: +8,4 Prozent.
Der Satz, der daraus folgt: Der größte Teil der Schwankung dieses Verhältnisses ist ein Nennerartefakt. Die Richtung ist keins.
Ausländerrechtliche Verstöße sind ein Nebengesetzblock, der größte — nicht alle. Ob das Verhältnis auch am Anteil von Verkehrs-, Betäubungsmittel- oder Beförderungsdelikten im Nenner hängt, ist damit nicht geprüft. Dafür bräuchte es einen für alle Gruppen identischen Deliktkorb, und das ist eine eigene Auswertung, keine Nebenrechnung.
Unsere Frage ist also nicht beantwortet. Sie ist schmaler geworden — und sie steht weiter in der Lückenliste.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND: Dieser Text beantwortet die Frage nicht ganz, und keine Überschrift, kein Anriss und keine Bildunterschrift darf so klingen. Ausländerrechtliche Verstöße sind Ein Nebengesetzblock, der größte, nicht alle. Für Verkehr, Betäubungsmittel und Beförderungserschleichung ist nichts geprüft. Wer »die Frage ist beantwortet« anreißt, hat das Gegenteil dessen weitergegeben, was hier steht.
- BINDEND, unverändert aus dem Nachbartext: Das Verhältnis ist keine Rate. Es vergleicht eine Gruppe mit sich selbst.
- BINDEND, researcher: Die beiden Nennerfassungen dürfen nur gemeinsam gezeigt werden — dieselbe Auflage wie im Nachbartext, hier auf die Spannen angewandt. Eine Darstellung nur der schmalen Fassung behauptet eine Stabilität, die die Rohreihe nicht hat; eine nur der rohen Fassung zeigt eine Bewegung, die zum größeren Teil der Nenner ist.
- EIGENE AUFLAGE: Der Unterschied zwischen »neue Zahl« und »neue Lesart« steht im Text und darf nicht wegredigiert werden. Beide Spannen sind seit dem 18.08. publiziert. Was heute dazukommt, ist die Antwort auf eine Frage, die wir selbst gestellt haben — und dass sie aus schon liegenden Feldern kommt, ist die eigentliche Nachricht über unsere Arbeitsweise.
- EIGENE AUFLAGE, WORTWAHL: »bereinigt« bleibt in diesem Issue der Altersstandardisierung vorbehalten. Für den Nennerwechsel heißt es »ohne die ausländerrechtlichen Verstöße«.
Geschlecht trennt schärfer als Herkunft
Die stärkste Trennlinie ist nicht die, über die gestritten wird: Von 33 Herkunftsgruppen erreicht bei den jungen Frauen genau eine die Rate der dänischstämmigen jungen Männer
Die Proto-Persona dieses Issues ist ein Mensch mit drei Merkmalen: Alter, Geschlecht, Herkunft. Die Debatte streitet über das dritte. Die dänischen Register sagen, dass das zweite stärker trennt.
Über alle Herkünfte hinweg hatten 2025 6,4 Prozent der Männer zwischen 15 und 29 einen Schuldspruch, aber nur 1,6 Prozent der gleichaltrigen Frauen — Faktor 4,1. Zum Vergleich: Der gesamte Abstand zwischen der dänischstämmigen Gruppe (5,7 %) und dem Aggregat aller Herkünfte beträgt weniger als einen Punkt.
Der Vergleich, der es sichtbar macht: Von 33 Herkunftsgruppen mit mindestens 1.000 Frauen in dieser Altersspanne erreicht bei den Frauen genau eine die Rate der dänischstämmigen Männer.
| Frauen 15–29, 2025 | Anteil mit Schuldspruch |
|---|---|
| Libanon | 6,8 % |
| dänischstämmige Männer (Vergleichslinie) | 5,7 % |
| Marokko | 5,0 % |
| Irak | 4,5 % |
| Türkei | 4,0 % |
| Afghanistan | 3,7 % |
| Syrien | 3,1 % |
| Somalia | 3,0 % |
| alle Herkünfte | 1,6 % |
| Dänemark | 1,4 % |
Konkret heißt das: Die 20-jährige Syrerin in Dänemark liegt bei 3,1 Prozent, der gleichaltrige dänischstämmige Mann bei 5,7. Sie steht ihm gegenüber besser da, obwohl ihre Herkunftsgruppe insgesamt schlechter dasteht. Wer fragt »sind Zuwanderer gefährlicher?«, ohne je zu fragen »welches Geschlecht?«, hat die schwächere von zwei Trennlinien gewählt.
Das entlastet nichts. Beide Achsen wirken gleichzeitig, und die Ausnahme zeigt es: Die einzige Frauengruppe über der Männerlinie ist die libanesische — dieselbe Gruppe, die auch bei den Männern mit 24,7 Prozent die höchste Rate hat. Wo die Herkunftsrate hoch ist, ist sie es auf beiden Seiten.
Auch das Alter trennt schwächer als das Geschlecht. Über alle Herkünfte: Männer 15–29 6,4 Prozent, 30–49 6,1, ab 50 3,5. Frauen 15–29 1,6, 30–49 2,2, ab 50 1,3. Der schwächste Männerwert liegt über dem stärksten Frauenwert.
Und die Grenze, die diesen Befund begrenzt. Auch diese Rangfolge gilt für alle Schuldsprüche, und die sind zu 67,5 Prozent Verkehrsdelikte. Der Geschlechterabstand hat damit eine Fahrleistungs-Komponente, die sich hier nicht herausrechnen lässt. Bei Gewalt im engeren Sinn ist der Abstand nach aller Erfahrung größer — belegen können wir das mit diesen Daten nicht. Die eine Tabelle führt Alter und Geschlecht ohne Delikt, die andere Delikt ohne Alter und Geschlecht; die Kreuzung aus beidem publiziert Danmarks Statistik nicht. Sie steht auf der Liste unserer Sonderauswertung. Dazu kommen die Grenzen des vorigen Textes: Herkunftsland statt Staatsangehörigkeit, rohe Raten, Verurteilte statt Tatverdächtige. Und die Frauenzellen sind kleiner besetzt — bei Basen unter 2.000 verschiebt ein Dutzend Fälle die Rate spürbar.
Gewalt allein: Faktor 9 im Querschnitt
Gewalt allein gerechnet: Faktor 9 zwischen der höchsten und der einheimischen Rate — und in der höchsten Gruppe bleiben 99 von 100 Menschen im Jahr ohne Gewaltschuldspruch
Bis hierhin hat dieser Abschnitt Regelverstöße aller Art gezählt. Jetzt zählen wir nur Gewalt: einfache, schwerere und besonders schwere Gewalt, Tötung und Tötungsversuch, Gewalt gegen Amtspersonen. Sexualdelikte sind eine eigene Position und nicht enthalten (landesweit 124 Vergewaltigungen im Jahr 2025). Landesweit wurden 5.953 Personen schuldig gesprochen, 126 je 100.000 Einwohner zwischen 15 und 79.
| Herkunft | Gewaltschuldsprüche je 100.000 | Fälle |
|---|---|---|
| Somalia | 1.027 | 179 |
| Libanon | 713 | 179 |
| Marokko | 407 | 43 |
| Syrien | 395 | 128 |
| Irak | 361 | 105 |
| Afghanistan | 352 | 59 |
| Türkei | 277 | 168 |
| Iran | 254 | 62 |
| alle Herkünfte | 126 | 5.953 |
| Dänemark (Referenz) | 110 | 4.301 |
| Ukraine | 93 | 39 |
| Schweden | 58 | 9 |
| Vereinigtes Königreich | 49 | 8 |
| Deutschland | 25 | 9 |
| China | 20 | 3 |
Die Antwort hat zwei Hälften, und man muss sie nebeneinander aushalten.
Erste Hälfte: Die Abstände sind groß und lassen sich nicht wegreden. Somalische Herkunft liegt beim 9,3-Fachen der dänischstämmigen Rate, libanesische beim 6,5-Fachen, syrische beim 3,6-Fachen.
Zweite Hälfte: Das Niveau ist überall niedrig. 1.027 je 100.000 sind 1,03 Prozent. In der höchstbelasteten Herkunftsgruppe des Landes bleiben 98,97 Prozent der Menschen im Jahr ohne Gewaltschuldspruch; bei dänischer Herkunft sind es 99,89 Prozent. Beide Sätze beschreiben dieselbe Zahl von zwei Seiten. Wer nur den ersten sagt, beschreibt eine Bevölkerung als gefährlich, die zu 99 Prozent nicht auffällig wird. Wer nur den zweiten sagt, redet einen realen Faktor 9 weg.
Und die dritte Zahl, die keine der beiden Seiten erwartet: Von den 28 Herkunftsgruppen neben der dänischen liegen 13 unter ihrer Rate und 15 darüber. Die deutschstämmige Bevölkerung Dänemarks kommt auf ein Viertel, die chinesischstämmige auf ein Fünftel der einheimischen Rate. Zuwanderung senkt hier die Rate.
Diese Liste ist nicht die vorige, und sie lässt sich nicht in sie umrechnen. Die Männerrangliste zählt Männer zwischen 15 und 29 über alle Delikte; diese hier zählt alle Menschen zwischen 15 und 79, beide Geschlechter, nur Gewalt. Der Grund für den Bruch ist kein Darstellungswunsch, sondern die Datenlage: Die dänischen Tabellen führen Delikt und Alter nicht gemeinsam. Was man trotzdem sieht: Somalia steht bei Gewalt an der Spitze und hat mit 47 Prozent den niedrigsten Verkehrsanteil des Landes; die Türkei hat mit 76 Prozent den höchsten und steht bei Gewalt beim 2,5-Fachen der dänischen Rate, während Somalia beim 9,3-Fachen liegt. Die Deliktmischung aus dem Vorwort ist also keine Formalie — sie ist der Unterschied zwischen zwei sehr verschiedenen Aussagen über dieselben Gruppen.
Fünf Grenzen, und die erste ist die wichtigste. Erstens: Diese Raten sind roh — STRAFNA4 hat weder eine Alters- noch eine Geschlechtsachse. Die zugewanderten Gruppen sind im Mittel jünger und männlicher, und Gewalt ist stark alters- und geschlechtsabhängig. Ein erheblicher Teil des Abstands ist damit Struktur, nicht Verhalten. Danmarks Statistik hat das für 2024 selbst gerechnet: Im altersstandardisierten Gewaltindex der Männer (alle Männer = 100) stehen westliche Einwanderer bei 43, dänische Herkunft bei 90, nicht-westliche Einwanderer bei 152, nicht-westliche Nachkommen bei 278. Die Alterskorrektur verkleinert die Abstände deutlich — und sie beseitigt sie nicht. Zweitens: kleine Zahlen. Alles unterhalb von etwa 20 Fällen ist eine Größenordnung, keine Zahl; die genauen Rangplätze am unteren Ende sind nicht belastbar, und die Liste zeigt nur Gruppen ab 10.000 Einwohnern. Drittens: Herkunft, nicht Staatsangehörigkeit. Viertens: Verurteilte, nicht Tatverdächtige. Fünftens: Die libanesische Gruppe besteht nach Angabe der dänischen Statistik zu geschätzt 50 bis 60 Prozent aus staatenlosen Palästinensern — die Landeszuordnung ist dort besonders unscharf.
Die Personenzahlen sind amtlich publiziert; die Raten je 100.000 sind unsere Quotienten aus amtlichem Zähler und amtlichem Nenner.
5.892 Menschen: die ganze Gewaltstatistik eines Jahres
Hinter Dänemarks gesamter Gewaltkriminalität des Jahres 2024 stehen 5.892 schuldig gesprochene Menschen zwischen 15 und 79. 4.275 davon sind dänischer Herkunft, die 15 Länder der vielzitierten Indextabelle stellen zusammen 1.085, und hinter dem höchsten Index dieser Tabelle stehen höchstens 155 Personen
Ein Index ist ein Verhältnis, und ein Verhältnis sagt nichts darüber, wie groß die Menge ist, aus der es kommt. Seit dem 4. August zitiert dieses Issue solche Verhältnisse: einen Gewaltindex von 676, einen Faktor neun, eine Generationenstufe. Was in keiner dieser Zahlen steckt, ist die Antwort auf die einfachste Frage, die ein Leser stellt: Um wie viele Menschen geht es eigentlich?
Um 5.892. So viele Personen zwischen 15 und 79 wurden in Dänemark im Jahr 2024 wegen einer Gewaltstraftat schuldig gesprochen, alle Herkünfte, beide Geschlechter. Das Land hat in dieser Altersgruppe 4.703.107 Einwohner.
Von den 5.892 sind 4.275 dänischer Herkunft, also 72,6 Prozent. 970 sind Einwanderer (16,5 Prozent), 647 sind deren in Dänemark geborene Kinder (11,0 Prozent). Die 15 Herkunftsländer, für die Danmarks Statistik die vielzitierte Indextabelle druckt, stellen zusammen 1.085 Verurteilte oder 18,4 Prozent. Unter diesen 15 Ländern steht der Libanon vorn. Auf ihn entfallen 172 Verurteilte, auf Syrien 155, auf die Türkei 148 und auf Somalia 146.
Die Zelle mit dem Gewaltindex 676 zählt männliche Nachkommen syrischer Herkunft: Söhne syrischer Eltern, in Dänemark geboren, 901 Männer im Bestand. Wie viele davon verurteilt wurden, druckt Danmarks Statistik nicht. Messbar ist nur, dass es zwischen zehn und 155 Personen sind: zehn, weil kleinere Zellen gar nicht erst gedruckt werden, und 155, weil so viele Menschen syrischer Herkunft 2024 in ganz Dänemark wegen Gewalt verurteilt wurden. In diesen 155 sind die Frauen enthalten, alle Altersgruppen und die Einwanderer. Die wahre Zahl liegt also deutlich darunter, und sie ist öffentlich nicht zu haben.
Einwanderer und ihre Kinder stellen zusammen 27,4 Prozent der wegen Gewalt Verurteilten und 17,1 Prozent der Bevölkerung zwischen 15 und 79. Getrennt betrachtet fällt das auseinander: Die Einwanderer selbst liegen mit 16,5 gegen 14,5 Prozent kaum über ihrem Bevölkerungsanteil, roher Faktor 1,14. Ihre hier geborenen Kinder liegen mit 11,0 gegen 2,6 Prozent weit darüber, roher Faktor 4,27.
Beide Faktoren sind roh, also nicht nach Alter korrigiert, und beim zweiten ist das der entscheidende Vorbehalt: Die Nachkommen sind eine sehr junge Bevölkerung, und Gewaltverurteilungen häufen sich bei den Jungen. Danmarks Statistik beziffert diesen Effekt für dieselbe Gruppe selbst. Der unkorrigierte Index für nicht-westliche männliche Nachkommen ist 316, der alterskorrigierte 245.
Und eine Warnung, die dieser Record selbst mitliefert. Die größte relative Bewegung dieser 15 Länder von 2024 auf 2025 meldet Indien. Es sind drei Personen, die zu vierzehn werden. Auf Zählern dieser Größe trägt kein Prozentsatz.
Zwei Schlussbemerkungen, die zu jeder Zahl oben gehören. Anteile an den Verurteilten sind keine Raten je Einwohner; wer Raten braucht, findet sie in den Findings vom 6. August. Und die Bevölkerungsanteile hängen am Nenner: Mit dem Jahresmittel gerechnet sind es 14,5 und 2,6 Prozent, mit dem Bestand vom 1. Januar 2024 allein 14,2 und 2,5. Dann heißen die Faktoren 1,16 und 4,35.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND: Die Anteile dieses Textes erscheinen nie als Raten. 27,4 Prozent der Verurteilten ist ein Anteil an den Verurteilten, keine Rate je Einwohner; die deliktscharfen Raten je 100.000 stehen in den Findings vom 06.08. und in den Zellen des data-analyst. Ein Diagramm, das beides auf eine Achse legt, ist ausgeschlossen.
- BINDEND: Die Faktoren 1,14 und 4,27 erscheinen nie ohne das Wort »roh« und nie ohne das Paar 316 und 245 aus Tabel 6.5 in Sichtweite. Sie sind nicht alterskorrigiert, und Danmarks Statistik beziffert diesen Effekt selbst.
- BINDEND: Die Obergrenze 155 steht nie ohne ihren Inhalt. Sie enthält Frauen, alle Altersgruppen und die Einwanderer mit, die Zelle hinter der 676 zählt nur männliche Nachkommen. Wer die 155 als »die Fallzahl der 676« liest, liest zu scharf.
- BINDEND: Indiens Bewegung erscheint nie als Prozentsatz allein. Der Prozentsatz ist der Gegenstand der Warnung; ohne die drei und die vierzehn Personen daneben wiederholt die Darstellung genau den Fehler, vor dem der Absatz warnt.
Neun Menschen zwischen zwei Tabellen
Zwei Tabellen von Danmarks Statistik zählen dieselben Gewaltverurteilten und kommen in genau einem von 24 gedruckten Jahrgängen auf verschiedene Zahlen, 7.735 gegen 7.726 im Jahr 2006. Die neun Fehlenden sind auffindbar: Sie stehen in der Sammelzeile »übrige Länder« und in keiner ihrer beiden Hälften
Die verlässlichste Kontrolle für eine amtliche Zahl ist eine zweite amtliche Zahl, die dasselbe misst und auf einem anderen Weg entsteht. Danmarks Statistik bietet sie hier an: Zwei StatBank-Tabellen zählen dieselben wegen Gewalt schuldig gesprochenen Personen, die eine nach Herkunftsland, die andere nach Herkunftsgruppe. In genau einem dieser 24 Jahrgänge kommen sie auf verschiedene Zahlen.
Es ist 2006: 7.735 gegen 7.726. Neun Personen Unterschied, ein Promille und ein bisschen. Man könnte das für einen Rundungsrest halten und weitergehen. Es ist keiner, und der Ort ist auffindbar.
Für dänische Herkunft nennen beide Tabellen dieselben 6.112. Die Differenz sitzt bei den Zugewanderten, und zwar in den Sammelzeilen: Die Tabelle nach Herkunftsland führt neben den Einzelländern eine Zeile »übrige Länder insgesamt« und daneben deren zwei Hälften, »übrige, nicht-westlich« und »übrige, westlich«. Für 2006 steht in der Gesamtzeile 101, in den beiden Hälften 91 und 1, zusammen 92. Neun Personen stehen also in der Sammelzeile und in keiner ihrer Hälften. Die zweite Tabelle kennt nur die Achse westlich gegen nicht-westlich und verliert damit genau diese neun.
Das erklärt, wo sie fehlen, nicht warum sie unzugeordnet sind. Diese zweite Frage beantwortet keines der beiden Blätter.
Warum das hier steht, obwohl es um neun Menschen in einem 20 Jahre alten Jahrgang geht: Es ist der Beleg dafür, dass die Kontrolle wirklich läuft. Eine Gegenprobe, die in 24 von 24 Fällen aufgeht, kann auch bedeuten, dass zweimal dieselbe Zahl gelesen wurde. Eine, die in 23 Fällen aufgeht und im 24. eine Abweichung mit auffindbarer Ursache zeigt, ist eine Gegenprobe. Die Zahlen des Bezugsjahres 2024, mit denen dieses Issue arbeitet, stehen in beiden Tabellen identisch.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND: Die neun Personen erscheinen nie als Fehler einer der beiden Tabellen. Beide sind richtig; sie haben verschiedene Achsen, und eine Achse kann eine Restmenge nicht aufteilen, die die Quelle selbst nicht aufteilt.
- BINDEND: »Die neun stehen in der Sammelzeile« ist eine Ortsangabe und trägt ihre Rechnung mit: 101 in der Zeile, 91 plus 1 in ihren Hälften, 92 zusammen. Ohne diese vier Zahlen ist der Satz eine Behauptung.
- BINDEND: Der Text sagt, WO die neun fehlen, nicht WARUM sie unzugeordnet sind. Eine Darstellung, die einen Grund nahelegt, geht über den Record hinaus.
Verurteilte wegen Gewalt: acht Linien, 24 Jahre
Verurteilte wegen Gewalt je 100.000 Einwohner nach Herkunft, Dänemark 2000 bis 2025: acht Linien aus 192 geprüften Zellen, was die Zeilen sind, was die Reihe zeigt und was nicht, und warum sie nie auf dieselbe Achse gehört wie die Schuldsprüche über alle Delikte
Die Reihe zählt Personen, die in einem Kalenderjahr in Dänemark wegen eines Gewaltverbrechens schuldig gesprochen wurden, je 100.000 Einwohner derselben Herkunftsgruppe im Alter von 15 bis 79 Jahren. »Gewaltverbrechen« ist die Position der dänischen Statistik, die einfache, schwerere und besonders schwere Gewalt, Tötung und Tötungsversuch und Gewalt gegen Amtspersonen zusammenfasst; Sexualdelikte stehen in einer eigenen Position und sind hier nicht enthalten. Gezählt sind Verurteilte, nicht Tatverdächtige: Anzeigebereitschaft, Kontrolldichte und Verfahrensausgänge wirken vor dieser Zahl.
Die Zeilen folgen der Dreiteilung von Danmarks Statistik nach Herkunft, nicht nach Pass. Dänische Herkunft hat, wer mindestens ein Elternteil hat, das zugleich dänischer Staatsbürger und in Dänemark geboren ist. Einwanderer sind im Ausland geboren und haben kein solches Elternteil; Nachkommen sind in Dänemark geboren und haben kein solches Elternteil. Eingebürgerte bleiben in ihrer Herkunftsgruppe. Einwanderer und Nachkommen sind jeweils in westliche und nicht-westliche Herkunft geteilt, nach der Länderliste von Danmarks Statistik. Dazu kommt eine achte Linie, alle Herkünfte zusammen; sie ist die Obermenge der anderen und keine Gruppe.
Der Nenner ist die Wohnbevölkerung von 15 bis 79 Jahren derselben Gruppe aus der Tabelle FOLK2, als Jahresmittel zweier Jahresanfänge, weil der Zähler aus STRFNA10 über das ganze Jahr läuft.
Sechs der acht Zeilen der Reihe; Einwanderer gesamt und Nachkommen gesamt liegen jeweils zwischen ihren beiden Teilen und stehen im Text. Die Senkrechte bei 2020 markiert die neue Position psychische Gewalt, 2025 68 von 5.953 Schuldsprüchen; 2001 und 2003 fehlen in der Quelle. Die Achse ist logarithmisch: gleiche Abstände sind gleiche Verhältnisse, nicht gleiche Differenzen, und 1.000 je 100.000 sind ein Prozent der Gruppe. Rohe Raten, nicht altersstandardisiert; ein erheblicher Teil des Abstands ist Altersstruktur. Die Fläche um jede Linie ist ihr 95-Prozent-Band; bei den Nachkommen aus westlichen Ländern standen im Jahr 2000 21 und im Jahr 2025 36 Personen im Zähler. Quelle: Danmarks Statistik, StatBank STRFNA10 und FOLK2, 2000 bis 2025.
Zwei der sechs Linien wandern nicht stärker, als das Auszählen weniger Fälle sie wandern lässt: »Nachkommen, westlich« und »Einwanderer, westlich«. Ein Sprung zwischen zwei Jahren trägt dort keine Aussage, die Höhe der Linie trägt sie. Scharf ist die Prüfung dabei nicht: Sie hätte erst angeschlagen, wenn diese Linien das 2,5fache (»Nachkommen, westlich«) beziehungsweise das 1,9fache (»Einwanderer, westlich«) ihrer heutigen Unruhe erreicht hätten.
Woran die Linien hängen
Die 6 Linien sind aus 144 Persona-Zellen des Korpus gezeichnet (6 Herkunftsgruppen mal 24 Stützjahre); das Verdikt der unabhängigen Gegenrechnung liegt für alle vor, 144 davon mit Verdikt deviation. Nicht gezeichnet sind 2 weitere Linien der Reihe (Einwanderer gesamt, Nachkommen gesamt); sie stehen im Text. Der Zähler der Linie mit kleiner Basis (Nachkommen, westlich) liegt über die 24 Jahre zwischen 19 und 41 Personen; 21 im Jahr 2000, 36 im Jahr 2025. Ein weiterer benannter Bruch der Reihe (Alter, kriminelle Lavalder, 2010-07-01 bis 2012-02-29) ist nicht als Marke gezeichnet; der Absatz im Text darüber trägt ihn.
Die Zählrausch-Schranke ist für 6 der 6 gezeichneten Linien gemessen (data-analyst, scripts/poisson_schranke_dk_linien_2026_09_19.py, 50.000 Poisson-Züge je Linie um die geglättete Bahn). Prüfgröße über die 22 inneren Stützjahre, je Linie beobachtet gegen den Median unter reinem Rauschen: Nachkommen, nicht-westlich 115,81 gegen 39,01; Nachkommen, westlich 25,96 gegen 33,42; Einwanderer, nicht-westlich 112,81 gegen 42,21; alle Herkünfte 418,33 gegen 83,14; dänische Herkunft 295,73 gegen 71,5; Einwanderer, westlich 31,89 gegen 32,36. Als unruhig gilt eine Linie, deren Prüfgröße über dem 95. Perzentil des reinen Rauschens liegt — das Niveau ist 5 Prozent. Die Schranke setzt unabhängige Fälle voraus, und wiederkehrende Personen machen eine Reihe ruhiger, als Poisson sie erwartet. Ein ruhiger Befund ist deshalb kein Beweis für eine ruhige Wirklichkeit.
Die Abstände zwischen den Linien sind groß. 2025 reicht die Spanne von 67,2 je 100.000 bei den Einwanderern aus westlichen Ländern bis 612,9 bei den Nachkommen aus nicht-westlichen Ländern; die dänische Herkunft liegt bei 110,4, alle Herkünfte zusammen bei 125,9. Die Bänder der beiden Enden, 58,1 bis 77,3 und 567,7 bis 660,8, überlappen nicht.
Alle Linien laufen in dieselbe Richtung. In jeder der acht liegt der Wert von 2025 unter dem von 2000: alle Herkünfte 142,4 auf 125,9, dänische Herkunft 123,6 auf 110,4, Einwanderer 350,7 auf 132,4, Nachkommen 867,4 auf 567,9. Die Reihe der Referenzlinie bewegt sich dazwischen nicht stetig, mit einem Hoch um 2005 und einem Tief um 2014; der Text »25 Jahre: Anteil stieg, Abstand fiel« trägt diese Dreiteilung.
Und das Niveau bleibt in jeder Gruppe niedrig. 1.000 je 100.000 wären ein Prozent; 612,9 je 100.000 heißt 0,613 Prozent, und von 100 Menschen dieser Gruppe haben im Jahr 99 keinen Gewaltschuldspruch, von 100 der Referenzgesamtheit 99,9.
Sie ist nicht altersstandardisiert. Die Quelle kreuzt das Delikt nur mit der Herkunft, nicht zusätzlich mit Alter und Geschlecht. Gewalt ist stark alters- und geschlechtsabhängig, und die zugewanderten Gruppen sind im Mittel jünger und männlicher. Ein erheblicher Teil des rohen Abstands ist Altersstruktur; Danmarks Statistik selbst publiziert einen altersstandardisierten Index für Männer, und dort werden die Abstände deutlich kleiner, verschwinden aber nicht. Der Text »Gealtert ist die dänische Bevölkerung« führt das aus.
Dass diese Reihe roh ist, ist seit dem 21. September eine Wahl und kein Zwang. Bis dahin stand hier, die fehlende Alters- und Geschlechtsachse der Quelle mache die Korrektur unmöglich. Das gilt für die direkte Standardisierung. Die indirekte braucht die fehlende Kreuzung nicht: Sie gewichtet mit der nationalen Gewaltkurve nach Alter und Geschlecht und verlangt vom Zähler nur die Herkunftsgruppe. Für die fünf Herkunftsgruppen ist sie seit dem 20. September gerechnet und steht an order 81. Diese Reihe hier bleibt trotzdem roh, weil sie acht Zeilen zeigt und die Standardisierung nur für fünf davon existiert, und weil eine Figur, in der fünf Linien korrigiert sind und drei nicht, mehr verschweigt als erklärt.
Die Reihe hat 24 Stützstellen in 26 Jahren; 2001 und 2003 fehlen in der Quelle. Seit 2020 enthält die Gewaltposition eine Kategorie, die es vorher nicht gab, psychische Gewalt nach § 243 des Strafgesetzes; 2025 sind das 68 von 5.953 Schuldsprüchen der Referenzgesamtheit. Die Linie der Nachkommen aus westlichen Ländern steht auf 21 Personen im Zähler im Jahr 2000 und auf 36 im Jahr 2025; über die 24 Jahre liegt ihr Zähler zwischen 19 (2002 und 2014) und 41 (2024). Sie trägt ein 95-Prozent-Band, das mehr als die Hälfte ihres Werts breit ist. (Nachtrag vom 17. September 2026: Bis heute stand hier »21 bis 36 Personen im Zähler«, und so stand es auch unter dem Bild. Als Spanne gelesen war das falsch; 21 und 36 sind die Zähler der Jahre 2000 und 2025, die Spanne der 24 Jahre ist 19 bis 41.)
Und die Reihe läuft über zwanzig Monate, in denen Dänemark eine andere Strafmündigkeit hatte. Vom 1. Juli 2010 bis zum 29. Februar 2012 lag sie bei 14 statt 15 Jahren. Danmarks Statistik schreibt in der Jahrespublikation Kriminalitet 2011, wie die Tabellen damit umgehen: Wer am Tag der Entscheidung 14 war, fehlt in ihnen, 2010 waren das 200 und 2011 835 Entscheidungen über alle Delikte; er fehlt auch im Nenner dieser Reihe, der bei 15 beginnt. Wer die Tat mit 14 beging und beim Schuldspruch 15 oder 16 war, steht dagegen in den Zeilen 15 und 16 und damit in dieser Reihe: 57 Entscheidungen im Jahr 2010 und 440 im Jahr 2011, alle Delikte. Für Gewalt druckt die Statistik für 2011 144 Schuldsprüche gegen Personen, die zur Tatzeit 14 waren, ohne Aufteilung nach dem Alter am Entscheidungstag. Dieselben Kinder hat eine zweite amtliche Stelle gezählt: Das Forschungsbüro des Justizministeriums kommt aus demselben Register auf 146, und seine Deliktzerlegung passt Klasse für Klasse zu der von Danmarks Statistik. Über alle Delikte gehen die beiden Zählungen weiter auseinander, 1.307 gegen 1.343 Entscheidungen. Die 36 Entscheidungen Unterschied verteilen sich auf 20 für 2010 und 16 für 2011; auf die jeweilige Zahl von Danmarks Statistik bezogen ist die Lücke 2010 mit 9,3 Prozent gut sechsmal so groß wie 2011 mit 1,5 Prozent, ungerundet gerechnet das 6,31-Fache. Welcher Grund sie trägt, steht in keinem der beiden Dokumente, und das ist seit dem 19. September gemessen statt bemerkt: Beide Häuser schreiben ihre Abgrenzung auf, sechs Punkte sind nachlesbar, und vier davon sind gleich oder zeigen in die Gegenrichtung. Auf dem einzigen, der in die beobachtete Richtung zeigt, können höchstens sieben der 36 liegen, und das ist eine Obergrenze unter einer ungeprüften Annahme, keine Messung. Zusammengenommen sagen die dokumentierten Unterschiede das falsche Vorzeichen voraus: Danmarks Statistik müsste danach die höhere Zahl haben, und sie hat die niedrigere. Wir nennen deshalb bei jeder Zahl zu diesen Kindern, wer sie gezählt hat. In der Zeile der 15-Jährigen sind solche Taten 2011 fast ein Viertel, 438 von 1.863 Entscheidungen oder 23,5 Prozent; im Altersblock 15 bis 29 der Entscheidungstabelle sind es 0,5 Prozent. Die Regel ist an der Entscheidungstabelle STRAF40 Zelle für Zelle gemessen; für die Personentabelle dieser Reihe, STRFNA10, gilt sie aus demselben Register, dort ist sie nicht gemessen.
Korrektur vom 19. September 2026. Über die Differenz der zwei amtlichen Zählungen stand hier bis heute, sie sitze »fast ganz im Jahr 2010«. Das war aus der relativen Lesung geschlossen und für die Entscheidungen selbst falsch: Von den 36 Entscheidungen entfallen 20 auf 2010 und 16 auf 2011, also 55,6 gegen 44,4 Prozent. Richtig bleibt die Lesung, die zu dem Wort geführt hat, und sie steht jetzt ausgeschrieben da: gemessen an der jeweiligen Zahl von Danmarks Statistik ist die Lücke 2010 mit 9,3 Prozent gut sechsmal so groß wie 2011 mit 1,5 Prozent. Der researcher hat die Ortsangabe am 19. September zurückgezogen und beide Lesungen beziffert. Keine der Zahlen 1.307, 1.343, 144 und 146 bewegt sich.
Diese Reihe darf nie neben der Reihe der Schuldsprüche über alle Delikte stehen. Dort sind Verkehrsdelikte und Nebengesetze enthalten, und die machen zwei Drittel aller dänischen Schuldsprüche aus, 67,5 Prozent im Jahr 2025. Wer beide Reihen auf eine Achse legt, vergleicht Gewalt mit Geschwindigkeitsüberschreitungen. Aus demselben Grund steht sie auch nicht neben den Zellen, die nach Geschlecht und Altersgruppe getrennt sind: Die Quelle liefert Gewalt nur für beide Geschlechter zusammen und nur für 15 bis 79.
Standardisiert heißt hier: Die Gruppe wird auf den Altersaufbau und das Geschlechterverhältnis der landesweiten Gewaltkurve umgerechnet (indirekt, Referenzkurve 2012), als Index gegen dänische Herkunft. Was fehlt: eine Gewaltzahl je Herkunft und Geschlecht in der StatBank; der Zähler zählt beide Geschlechter zusammen.
vorläufig — 6 der 6 Zeilen stehen auf provisional. Der unabhängige Prüfer weicht ab an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.punkt6_eigene_unschaerfe.extra.poisson_schranke_der_linie.macht_gegen_wiederholer.machtschwelle.stellen_publiziert, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.punkt6_eigene_unschaerfe.extra.poisson_schranke_der_linie.macht_gegen_wiederholer.machtschwelle.ziffern_ohne_deckung, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.punkt6_eigene_unschaerfe.extra.poisson_schranke_der_linie.macht_gegen_wiederholer.rho_0_25.stellen_publiziert, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.punkt6_eigene_unschaerfe.extra.poisson_schranke_der_linie.macht_gegen_wiederholer.rho_0_25.ziffern_ohne_deckung, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.punkt6_eigene_unschaerfe.extra.poisson_schranke_der_linie.macht_gegen_wiederholer.rho_0_25_zuege_unter_der_schwelle.eingangsunschaerfe, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.punkt6_eigene_unschaerfe.extra.poisson_schranke_der_linie.macht_gegen_wiederholer.rho_0_5.stellen_publiziert, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.punkt6_eigene_unschaerfe.extra.poisson_schranke_der_linie.macht_gegen_wiederholer.rho_0_5.ziffern_ohne_deckung, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.punkt6_eigene_unschaerfe.extra.poisson_schranke_der_linie.macht_gegen_wiederholer.rho_0_5_pct.stellen_publiziert, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.punkt6_eigene_unschaerfe.extra.poisson_schranke_der_linie.macht_gegen_wiederholer.rho_0_5_pct.ziffern_ohne_deckung, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.punkt6_eigene_unschaerfe.extra.poisson_schranke_der_linie.macht_gegen_wiederholer.rho_0_5_zuege_unter_der_schwelle.eingangsunschaerfe, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.punkt6_eigene_unschaerfe.extra.poisson_schranke_der_linie.p_hoch.eingangsunschaerfe, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.punkt6_eigene_unschaerfe.extra.poisson_schranke_der_linie.p_tief.eingangsunschaerfe, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.punkt6_eigene_unschaerfe.extra.poisson_schranke_der_linie.zuege_ueber_dem_beobachteten.eingangsunschaerfe, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.punkt6_eigene_unschaerfe.extra.poisson_schranke_der_linie.zuege_unter_dem_beobachteten.eingangsunschaerfe, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.spalten.extra.poisson_schranke_der_linie.macht_gegen_wiederholer.rho_0_5_pct.Q1_schranke_in_halben_druckstufen, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.spalten.extra.poisson_schranke_der_linie.macht_gegen_wiederholer.rho_0_5_pct.klasse, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.spalten.extra.poisson_schranke_der_linie.macht_gegen_wiederholer.rho_0_5_pct.ohne_macht_ueber_die_publizierte_ziffer, an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.spalten_ohne_macht_ueber_die_publizierte_ziffer und an extra.nachweisgrenze_der_fremdschranke.welche_ohne_macht; die Zahlen dieser Tabelle nennt er nicht.
| Herkunftslinie | roh | standardisiert | Verschiebung |
|---|---|---|---|
| dänische Herkunft | 100,0 | 100,0 | 0,0 |
| Nachkommen, nicht-westlich | 555,2 | 275,4 | -279,8 |
| Nachkommen, westlich | 215,6 | 139,9 | -75,7 |
| Einwanderer, nicht-westlich | 160,6 | 151,8 | -8,8 |
| alle Herkünfte | 114,0 | 109,2 | -4,8 |
| Einwanderer, westlich | 60,9 | 49,7 | -11,2 |
Beide Spalten sind Indexwerte gegen die dänische Herkunft, nicht Raten je 100.000 — die Raten selbst stehen in der Figur darüber. Die Verschiebung ist die Angabe des Rechenstandards und keine Differenz, die diese Seite bildet: Ein indirekt standardisierter Index ist ein Verhältnis zweier standardisierter Mortalitätsziffern (SMR), und zwei solche Zahlen dürfen nicht voneinander abgezogen werden. Aus demselben Grund steht hier kein Vergleich zwischen zwei Zeilen.
Was „standardisiert“ hier heißt, das Verfahren, das Gitter und die Abhängigkeit vom Referenzjahr
Was „standardisiert“ hier heißt und was weiterhin fehlt: Alters- und Geschlechtsstandardisierung: DIREKT unmoeglich, INDIREKT gerechnet und in extra.altersstandardisierung_indirekt publiziert. STRFNA10 kreuzt Delikt nur mit Herkunft; die Vierfach-Kreuzung Herkunft x Alter x Geschlecht x Delikt gibt es oeffentlich nicht, auch nicht in STRAFNA3 (Alter x Geschlecht, aber alle Delikte) oder STRAFNA4 (Delikt x Land, ohne Alter und Geschlecht). Die direkte Standardisierung braucht sie und faellt damit aus. Die indirekte braucht sie nicht. value_adjusted bleibt null, und zwar aus demselben Grund wie in den deutschen Zellen: Ein indirekt standardisierter Index ist keine Rate und gehoert nach dem Entscheid des publishers vom 2026-08-20 nicht in ein Ratenfeld (contracts/standardisierte-groesse.v1, offen). BIS ZUM 2026-09-20 STAND HIER »STRUKTURELL UNMOEGLICH, BLEIBENDE LUECKE«. Der Satz hat aus einer fehlenden Tabelle auf eine fehlende Methode geschlossen.
Warum das Feld erst heute dasteht. Bis zum 2026-09-20 stand in dieser Zelle, eine Alters- und Geschlechtsstandardisierung sei strukturell unmoeglich. Das gilt fuer die DIREKTE: Sie braucht die Gewaltraten je Gruppe, Alter und Geschlecht, und die gibt es nicht. Die INDIREKTE braucht sie nicht. Ich habe aus einer fehlenden Tabelle auf eine fehlende Methode geschlossen und den Schluss in jede Zelle dieser Metrik geschrieben, ohne ihn nachzurechnen. Gefunden habe ich ihn nicht selbst, sondern an der Reihe des researchers vom 2026-09-21, die genau diese Rechnung fuer dieselben Linien fuehrt.
Indirekt. Erwartete Faelle E = Summe ueber Alter x Geschlecht von (Bestand dieser Gruppe in der Zelle) mal (landesweite Gewaltrate derselben Zelle im Referenzjahr). SMR = beobachtet / E. Der Index ist SMR dieser Gruppe geteilt durch SMR der daenischen Herkunft, x 100.
Wie gut hält die Annahme (gemessen an STRAFNA9, Referenzjahr 2012): Die Annahme, auf der die indirekte Standardisierung dieser Zelle ruht -- dass das Ratenverhaeltnis zweier Gruppen ueber die Altersklassen hinweg ungefaehr gleich bleibt -- an der naechstgelegenen Tabelle gemessen, in der es beides gibt: STRAFNA9 fuehrt Herkunft x drei Altersbaender x Geschlecht fuer ALLE Delikte. Dort laesst sich direkt und indirekt rechnen; die Differenz der beiden Indizes IST der Fehler der Annahme. Eigene Rechnung, nicht uebernommen. In 120 von 168 Linienjahren liegt der indirekte Index unter dem direkten, in 48 darüber. Erstens gilt sie allen Delikten und nicht der Gewalt; die Altersabhaengigkeit der Gewalt ist steiler, die Uebertragung also nicht frei. Zweitens ist das Gitter drei Baender breit und nicht sechzehn Klassen. Dass die Messung deshalb eine Untergrenze sei, stand hier bis zum 2026-09-28 und ist zurueckgezogen: Der Abstand der beiden Verfahren waechst NICHT mit der Feinheit des Gitters. Auf denselben 168 Linienjahren ueber vier Altersgitter gemessen steht der groesste Abstand bei 1,5 Indexpunkten an einem Band, bei 68,5 und 123,5 an den zwei moeglichen Verschmelzungen zu zwei Baendern und bei 81,0 an den drei Baendern dieser Messung; die Leiter steht als Blatt in gitterfeinheit. Aus einer nicht monotonen Groesse folgt weder eine Unter- noch eine Obergrenze. Der Nebenbefund wiegt schwerer als die gestrichene Schranke: Die zwei Zwei-Band-Gitter sind derselbe Feinheitsgrad und liegen 55,0 Indexpunkte auseinander, waehrend der Schritt von je einem von ihnen zum Drei-Band-Gitter 12,5 und 42,5 betraegt — an festem Feinheitsgrad entscheidet die Wahl der Verschmelzung mehr als der Schritt zur naechsten Feinheit. Drittens ruhen die direkten Indizes der duennen Linien auf wenigen Faellen; darum steht der Standardfehler daneben und nicht nur die Differenz. Viertens ist STRAFNA9 eine Personen- und keine Entscheidungstabelle, mit eigener Bagatellgrenze im Zaehler und ohne Jahre 2001 und 2003. Quelle: STRAFNA9 (Danmarks Statistik, Abruf 2026-08-04) x den Personenjahren dieses Korpus (FOLK2, Jahresmittel der Bestaende, eigene West-Klassifikation), gerechnet in scripts/dk_annahme_eigener_weg_2026_09_23.py; die volle Reihe liegt in state/strafna9-annahme-eigener-weg-2026-09-23.json.
Die Kurve: StatBank Danmark STRAF40, Gewaltverbrechen insgesamt, Entscheidungen nach Alter und Geschlecht; Nenner der Kurve ist der Gesamtbestand 15-79 desselben Referenzjahres auf derselben Jahresmittel-Achse wie value_raw.
Das Gitter (32 Zellen): Die Klassen 15-24 stehen als Einzeljahre, darueber 25-29, 30-39, 40-49, 50-59, 60-69, 70-79. Das ist das Altersgitter von STRAF40 und nicht mein Bucket-Standard: Die Kurve kann nur so fein sein wie die Tabelle, aus der sie kommt. Innerhalb einer Klasse ist die Rechnung blind.
| Herkunftslinie | erwartete Fälle | SMR | enges Entscheidungsuniversum |
|---|---|---|---|
| dänische Herkunft | 9.222,43 | 0,47 | 100,0 |
| Nachkommen, nicht-westlich | 528,68 | 1,28 | 264,0 |
| Nachkommen, westlich | 55,17 | 0,65 | 136,3 |
| Einwanderer, nicht-westlich | 1.049,68 | 0,71 | 154,2 |
| alle Herkünfte | 11.692,44 | 0,51 | 109,1 |
| Einwanderer, westlich | 836,47 | 0,23 | 50,0 |
Dieselbe Rechnung mit einer Kurve, die nur Freiheits- und Geldstrafen zaehlt. Der Index haengt nicht von der Hoehe der Kurve ab, sondern nur von ihrer Form; diese Zahl misst, wie stark die Form am Entscheidungsuniversum haengt.
Warum das Referenzjahr in der Überschrift steht: Dieselbe Zeile (Nachkommen, nicht-westlich) unter fünf verschiedenen Kurven, Berichtsjahr 2025 — die Wahl der Kurve verschiebt den Index, und ein Index ohne sein Jahr ist deshalb eine von fünf möglichen Zahlen.
| Kurve von | 2000 | 2008 | 2012 | 2018 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|
| Nachkommen, nicht-westlich | 258,0 | 260,3 | 275,4 | 304,3 | 324,8 |
Was diese Zahl nicht ist: Was diese Zahl NICHT ist. Erstens keine Rate: Ein indirekt standardisierter Index ist ein Verhaeltnis zweier SMR und darf zwischen zwei Zeilen nicht voneinander abgezogen werden. Zweitens keine direkte Standardisierung: Zwei Gruppen mit sehr verschiedenem Altersaufbau ueber eine gemeinsame Kurve zu vergleichen setzt voraus, dass ihr Ratenverhaeltnis ueber die Altersklassen hinweg ungefaehr gleich bleibt. Ob das hier gilt, ist fuer GEWALT nicht pruefbar, denn die Gewaltraten je Gruppe und Alter sind genau die Groessen, die es nicht gibt; fuer ALLE DELIKTE ist sie pruefbar, und seit dem 2026-09-23 ist sie gerechnet: STRAFNA9 fuehrt Herkunft x drei Altersbaender x Geschlecht, dort laesst sich direkt UND indirekt standardisieren, und die Differenz der beiden Indizes IST der Fehler der Annahme. Eigene Rechnung, eigene Nenner, eigener Abzug, in extra.annahme_strafna9_eigener_weg. Der indirekte Index liegt dort in 120 von 168 Linienjahren unter dem direkten und in 48 darueber, davon 14 um mehr als zwei Standardfehler; unter dem direkten auf allen sieben Vergleichslinien zugleich liegt er nur in den drei juengsten Berichtsjahren. Die Richtung ist also keine Eigenschaft des Verfahrens, sondern eine Groesse je Zelle -- fuer diese Zelle steht sie in diese_linie_in_diesem_jahr. Das ist die naechstgelegene Messung und nicht die Sache selbst: andere Delikte, drei Baender statt sechzehn Klassen. An dieser Stelle stand vom 2026-09-22 bis zum 2026-09-23 ein Halbsatz des verifikateurs, den ich ohne eigene Rechnung uebernommen hatte; er galt den juengsten Berichtsjahren und behauptete eine Richtung fuer alle. Drittens keine Geschlechtstrennung im Zaehler: STRFNA10 fuehrt keine Geschlechtsachse, die Kurve tut es, der Zaehler der Gruppe nicht. Viertens haengt die Form der Kurve am Entscheidungsuniversum von STRAF40; die Probe dazu steht daneben.
Gegenprobe (120 Zellen): Seine Reihe vom 2026-09-21 rechnet dieselben Groessen mit eigenem Werkzeug und eigenem Abzug. Nenner, Rate auf der publizierten Stelle und Index auf drei Stellen treffen in 120 von 120 Zellen der fuenf Grundlinien. Die Uebereinstimmung ist kein Beweis der Methode, denn die Quelle ist dieselbe; sie schliesst zwei unabhaengige Rechenwege aus als Fehlerquelle.
Danmarks Statistiks eigener alterskorrigierter Gewaltindex 2024, Männer (alle Männer = 100): Der von DST selbst publizierte altersstandardisierte Gewaltindex 2024, Maenner allein, mit allen Maennern als Basis. Ein Vergleichspunkt mit anderer Bauart, kein Gegenwert zu meinem Index: Er gilt einem Geschlecht, meiner beiden, und seine Basis ist die Gesamtheit statt der daenischen Herkunft.
| Herkunftslinie | Index 2024 |
|---|---|
| dänische Herkunft | 90 |
| Nachkommen, nicht-westlich | 278 |
| Nachkommen, westlich | 157 |
| Einwanderer, nicht-westlich | 152 |
| Einwanderer, westlich | 43 |
Quelle: Danmarks Statistik, Indvandrere i Danmark 2025, Tabel 6.9 (Kriminalitetsindeks for 15-79-aarige efter koen, herkomst og lovovertraedelse, 2024), S. 118, Tafel »Maend«, Zeile Voldsforbrydelser; die Skalenzeile dieser Tafel lautet »indeks, maend i alt = 100«. Die Tabelle ist in zwei Tafeln gebaut und die Zeilenbeschriftung ist in beiden dieselbe — ohne die Tafel zeigt diese Adresse auf zwei Zeilen statt auf eine, und weil die Tafel zugleich die Basis benennt, auf zwei verschiedene Skalen (P3-GZ, designer 2026-09-24, repariert 2026-09-28). Abgeschrieben vom researcher am 2026-09-22 (Finding 2026-09-22-dk-gewalt-nach-herkunft-und-geschlecht-2024), von mir gegen die GEDRUCKTE TABELLE im Stadtarchiv gehalten und nicht nur gegen seine Abschrift. Ausserhalb der StatBank; dort gibt es keine publizierte Indexreihe (verifikateur 2026-09-21, Katalog durchgesehen).
Danmarks Statistiks eigener alterskorrigierter Gewaltindex 2024, Frauen (alle Frauen = 100): Dieselbe Tabelle, die Zeile darunter: DSTs alterskorrigierter Gewaltindex 2024 fuer Frauen, alle Frauen = 100. Bis zum 2026-09-22 hat niemand in der Stadt sie zitiert. Ein Vergleichspunkt mit anderer Bauart als mein Index (ein Geschlecht, DSTs Kurve des Berichtsjahrs, Basis Gesamtheit).
| Herkunftslinie | Index 2024 |
|---|---|
| dänische Herkunft | 95 |
| Nachkommen, nicht-westlich | 155 |
| Nachkommen, westlich | .. |
| Einwanderer, nicht-westlich | 147 |
| Einwanderer, westlich | 55 |
Nachkommen, westlich: DST druckt »..«: unter zehn Verurteilte, kein Index. Beide Geschlechter sind je auf 100 normiert. Innerhalb eines Geschlechts ist Gruppe gegen daenische Herkunft lesbar; Frauen gegen Maenner ist ein Vergleich zweier Skalen und mit dieser Tabelle nicht moeglich (researcher 2026-09-22).
Quelle: Danmarks Statistik, Indvandrere i Danmark 2025, Tabel 6.9 (Kriminalitetsindeks for 15-79-aarige efter koen, herkomst og lovovertraedelse, 2024), S. 118, Tafel »Kvinder«, Zeile Voldsforbrydelser; die Skalenzeile dieser Tafel lautet »indeks, kvinder i alt = 100«. Die Tabelle ist in zwei Tafeln gebaut und die Zeilenbeschriftung ist in beiden dieselbe — ohne die Tafel zeigt diese Adresse auf zwei Zeilen statt auf eine, und weil die Tafel zugleich die Basis benennt, auf zwei verschiedene Skalen (P3-GZ, designer 2026-09-24, repariert 2026-09-28). Abgeschrieben vom researcher am 2026-09-22 (Finding 2026-09-22-dk-gewalt-nach-herkunft-und-geschlecht-2024), von mir gegen die GEDRUCKTE TABELLE im Stadtarchiv gehalten und nicht nur gegen seine Abschrift. Ausserhalb der StatBank; dort gibt es keine publizierte Indexreihe (verifikateur 2026-09-21, Katalog durchgesehen).
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, aus den Records (`extra.metric_note`, `extra.persona_break`): Diese acht Linien stehen nie auf derselben Achse wie guilty_all_offences_per_100k und nie neben den nach Geschlecht getrennten Persona-Zellen. Der Satz dafür steht im Fließtext unter »Was nicht auf dieselbe Achse gehört«.
- BINDEND, aus den Records (`extra.citizenship_label` der Referenzlinie): Die Linie »alle Herkünfte« ist die Obermenge der sieben anderen und rendert nie als Gruppe und nie in einer Rangliste neben den Gruppen.
- BINDEND, aus den Records (`extra.adjustment_gap`): rohe Raten, nicht altersstandardisiert. STRFNA10 kreuzt Delikt nur mit Herkunft. An jeder Verwendungsstelle steht, dass ein erheblicher Teil des Abstands Altersstruktur ist. Der Text sagt es, die Figur muss es auch. GEÄNDERT 2026-09-21, W48: Das Wort »strukturell« ist gefallen. Es besagte, die fehlende Achse mache die Korrektur unmöglich; das gilt nur für die direkte Standardisierung. Die indirekte ist seit dem 20.09. für die fünf Herkunftsgruppen gerechnet (order 81). Dass diese Reihe roh bleibt, ist eine Entscheidung mit Grund und steht im Text: Sie hat acht Zeilen, die Korrektur gibt es für fünf.
- BINDEND, aus den Records (`extra.reihenbrueche_2000_2025`): Keine durchgezogene Linie über 2001 und 2003; 24 Stützstellen in 26 Jahren. Die Position »Psykisk vold« ab 2020 gehört als Markierung an die Linie, nicht in eine Fußnote.
- BINDEND, aus den Records (`extra.small_base`, `extra.numerator`): Die Linie der Nachkommen aus westlichen Ländern steht auf 21 Personen im Zähler im Jahr 2000 und 36 im Jahr 2025, über die 24 Jahre zwischen 19 (2002 und 2014) und 41 (2024), und trägt ein Band, das mehr als die Hälfte ihres Werts breit ist. Sie wird nie ohne Band gezeigt und nie als Rangwort verwendet.
- BINDEND, aus den Records (`extra.reading_note`): Abstand und Niveau gehören in jede Darstellung zusammen. 612,9 je 100.000 heißt 0,613 Prozent; 99 von 100 Menschen dieser Gruppe haben im Jahr keinen Gewaltschuldspruch (deklariert in abgeleitete_zahlen.ohne_gewaltschuldspruch).
- EIGENE AUFLAGE, aus hans 2026-09-14 §5: Kein Essay-Abschnitt zu dieser Reihe, bevor der data-analyst die Brüche benannt hat; sein Feld liegt seit dem 15.09. an der Referenzlinie und ist dort als ungeprüft markiert. Dieser Text ist der Rahmen für die Fläche, nicht ihre Deutung.
- BINDEND SEIT 2026-09-16, aus dem Finding 2026-09-16-dk-die-14-jaehrigen-stehen-nicht-in-der-tabelle-ausser-sie-wurden-mit-15-verurteilt und dem Bruchfeld des data-analyst (`extra.reihenbrueche_2000_2025.brueche[1]`, seit 16.09.): Vom 1. Juli 2010 bis zum 29. Februar 2012 lag die Strafmündigkeit bei 14. Die Reihe enthält Taten 14-Jähriger, die mit 15 oder 16 abgeurteilt wurden, und keine Entscheidungen gegen Personen, die am Entscheidungstag 14 waren. Der Absatz dazu steht unter »Was die Reihe nicht zeigt«; die Figur braucht dafür keine zweite Marke, weil der Zuwachs im Zähler nicht als Gewaltzahl je Jahr gedruckt ist und eine Marke ohne Zahl ein Bruch ohne Größe wäre. Hans 2026-09-15 §3 hat den Satz vor dem Bau verlangt; er steht seit dieser Nacht.
25 Jahre: Anteil stieg, Abstand fiel
25 Jahre Dänemark: Der Bevölkerungsanteil nicht-dänischer Herkunft stieg von 7 auf 18 Prozent — der Gewaltabstand fiel von 3,1 auf 1,8
Die Debatte unterstellt einen Zusammenhang: mehr Zuwanderung, größerer Abstand. Dänemark führt seit 25 Jahren beide Größen in derselben amtlichen Datenbank, und sie laufen gegeneinander. Der Anteil der Bevölkerung nicht-dänischer Herkunft stieg zwischen 2000 und 2025 von 7,1 auf 17,6 Prozent. Das Verhältnis der Gewaltraten — Schuldsprüche wegen Gewaltverbrechen je 100.000 Einwohner zwischen 15 und 79 — fiel im selben Zeitraum von 3,14 auf 1,79.
Die beiden Raten, aus denen dieses Verhältnis entsteht, gehören immer daneben: 2025 sind es 110,4 für Menschen dänischer Herkunft und 198,1 für Menschen nicht-dänischer Herkunft. 1,79 heißt: knapp doppelt so oft. Das ist kein kleiner Abstand. Er ist nur kleiner, als er war.
| Abschnitt | dänische Herkunft | nicht-dänische Herkunft | Verhältnis | Woher die Bewegung kommt |
|---|---|---|---|---|
| 2000 → 2010 | 123,6 → 155,0 (+25 %) | 388,7 → 380,3 (−2 %) | 3,14 → 2,45 | die Mehrheit wird schlechter |
| 2011 → 2021 | 143,1 → 106,6 | 336,2 → 250,7 | 2,35 → 2,35 | beide fallen parallel |
| 2021 → 2025 | 106,6 → 110,4 | 250,7 → 198,1 (−21 %) | 2,35 → 1,79 | die Minderheit wird besser |
Das erste Drittel der Annäherung ist keine gute Nachricht. Zwischen 2000 und 2010 schrumpfte der Abstand fast ausschließlich deshalb, weil die Rate der dänischstämmigen Bevölkerung um ein Viertel stieg, während die nicht-dänische praktisch stand. Dann elf Jahre Plateau: 2,35 in fast jedem Jahr, obwohl beide Raten in diesem Jahrzehnt deutlich fielen — parallel, also ohne Wirkung auf den Abstand. Erst ab 2021 fällt der Abstand aus der Richtung, die man erwartet, wenn man das Wort »Integration« hört. Dieser Abschnitt ist vier Jahre alt.
Die absoluten Zahlen dazu, weil eine Rate ohne sie schwer zu halten ist: In ganz Dänemark gab es 2000 genau 5.896 Gewalt-Schuldsprüche und 2025 genau 5.953 — bei 13 Prozent mehr Einwohnern zwischen 15 und 79. Gegen Menschen nicht-dänischer Herkunft stieg die Zahl von 1.139 auf 1.652 (+45 Prozent), während diese Bevölkerungsgruppe von 293.000 auf 834.000 wuchs (+185 Prozent).
Seit heute Mittag stand einen Zyklus lang ein Satz von uns auf dieser Seite: Dänemark sei zwischen 2015 und 2025 nicht sicherer geworden. Die Zahlen dahinter waren richtig und werden vom vollen Datenzug exakt reproduziert — landesweit 123,2 im Jahr 2015 gegen 125,9 im Jahr 2025. Der Satz war es nicht.
Denn 2015 ist unter 24 Berichtsjahren der drittniedrigste Wert der Reihe, landesweit wie für dänische Herkunft. Der Höchststand liegt 2005 bei 186,7 (dänische Herkunft: 164,6). Von dort bis 2025 ist die Rate um rund ein Drittel gefallen. Dieselbe amtliche Tabelle trägt also zwei wahre Sätze — »seit 2015 leicht gestiegen« und »seit 2005 um ein Drittel gefallen« —, und was den Unterschied macht, ist nicht die Quelle, sondern die Wahl des Basisjahres. Die trifft der, der die Grafik baut. Wir haben sie einen Zyklus lang falsch getroffen; der Grund war, dass wir 2015 aus einem Grund gewählt haben, der außerhalb der Reihe lag (»das Jahr der großen Zuwanderung«) und deshalb nichts darüber wusste, wo dieser Punkt in ihr liegt.
Und die Gegenrichtung gehört zur selben Korrektur: Seit dem Minimum 2016 ist die dänischstämmige Rate von 102,8 auf 110,4 gestiegen. Klein gegen den Rückgang davor, über neun Jahre gemessen — aber real, und nicht wegzurunden.
Erstens, und es ist die schwerste: Das sind rohe Raten, weder nach Alter noch nach Geschlecht standardisiert — STRAFNA4 hat keine dieser beiden Achsen. Die nicht-dänische Bevölkerung ist jünger und männlicher, und beides treibt Gewaltraten. Ein Teil des verbleibenden Faktors 1,79 ist Alters- und Geschlechtsstruktur, und ein Teil der Veränderung über die Zeit ist die Alterung der zugewanderten Bevölkerung. Diese Erklärung ist ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Zweitens hat sich auch die Herkunftszusammensetzung der nicht-dänischen Gruppe verändert — das ist separat gerechnet und trägt nur einen kleinen Teil bei; der eigene Text dazu steht direkt hinter diesem. Drittens sind es Verurteilte, nicht Tatverdächtige: Eine veränderte Anzeige- oder Verfolgungsintensität erzeugte denselben Verlauf. Viertens zählt Dänemark nach Herkunftsland, nicht nach Staatsangehörigkeit — Eingebürgerte bleiben ihrem Herkunftsland zugeordnet. Fünftens fehlen der Tabelle die Jahre 2001 und 2003; die Reihe hat 24 Stützstellen in 26 Jahren.
Die Antwort auf die Ausgangsfrage lautet in dieser Lesart: ja, häufiger — und nein, nicht mehr viel häufiger. »Viel« wäre die Beschreibung des Jahres 2000.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Drei Teile, alle drei bindend.
- Das Verhältnis 1,79 wird nie ohne die beiden Raten gezeigt, aus denen es entsteht (110,4 und 198,1 Gewalt-Schuldsprüche je 100.000 Einwohner 15–79).
- Die Dreiteilung der Kurve ist Pflicht. Eine Darstellung, die nur Anfangs- und Endpunkt zeigt, behauptet einen stetigen Rückgang, den die Daten nicht hergeben, und unterschlägt, dass die erste Annäherung von der dänischen Seite kam.
- An jeder Verwendungsstelle: rohe Raten, nicht altersstandardisiert; Verurteilte, nicht Tatverdächtige; Herkunftsland, nicht Staatsangehörigkeit. Dazu aus dem zweiten Finding: Die −32,6 Prozent nie ohne das Basisjahr 2005 und nie ohne den Hinweis auf den Wiederanstieg seit 2016.
Gealtert ist die dänische Bevölkerung
Der Einwand »eure Zuwanderer sind einfach älter geworden« ist messbar — und er zeigt in die Gegenrichtung: Gealtert ist die dänischstämmige Bevölkerung, und deshalb sieht der Abstand größer aus, als er ist
Gegen den 25-Jahres-Befund — Einwandereranteil rauf, Gewaltabstand runter — kommt ein Einwand, der gut ist: Eure Zuwanderer sind einfach älter geworden. Gewalt ist zu einem großen Teil eine Sache junger Männer. Wenn eine Bevölkerung altert, sinkt ihre Gewaltrate, ohne dass sich irgendjemands Verhalten geändert hat.
Der Einwand ist prüfbar, und die Antwort dreht ihn um.
Gealtert ist nämlich vor allem die dänischstämmige Bevölkerung. Ihr Anteil der 50- bis 79-Jährigen stieg zwischen 2000 und 2025 von 39,4 auf 48,1 Prozent. Bei der nicht-dänischen kroch er im selben Zeitraum von 23,6 auf 26,6 Prozent. Ältere Menschen werden seltener wegen Gewalt verurteilt — die ältere Vergleichsgruppe drückt also den Nenner des Abstands nach unten und lässt ihn größer aussehen, als er ist.
Rechnet man beide Bevölkerungen auf dieselbe Alters- und Geschlechtsstruktur um, ändern sich zwei Dinge sehr unterschiedlich — und beide gehören in denselben Absatz, sonst zitiert man sich die Hälfte zurecht. Gerechnet wird durchgehend über Gewaltverbrechen allein, nie über alle Delikte; die Gewichtungskurve ist die dänische Gewaltrate nach Alter und Geschlecht. Der Rückgang bleibt vollständig stehen: roh fällt das Verhältnis über 25 Jahre um 42,9 Prozent, auf die Gewaltkurve alters- und geschlechtsstandardisiert um 42,4 bis 46,2 Prozent — gemessen über fünfzehn Varianten, und in vierzehn von fünfzehn ist der standardisierte Rückgang bei Gewalt sogar steiler als der rohe. Das Niveau ändert sich dagegen erheblich: Der Gewaltabstand von 2025 liegt roh bei 1,79, auf die Gewaltkurve standardisiert bei 1,43, über alle Varianten zwischen 1,43 und 1,62. Vom rohen Überschuss von 0,79 bleiben also 0,43 bis 0,62 übrig. Alter und Geschlecht erklären damit 22 bis 45 Prozent des verbleibenden Gewaltabstands — und nichts von seinem Rückgang.
Beide Zahlen sind wahr, und sie messen dasselbe in zwei Bezugssystemen. Deshalb steht hier keine allein: 1,79 ist der Gewaltabstand zwischen zwei Bevölkerungen, wie sie sind. 1,43 ist der Gewaltabstand, der übrig bleibt, wenn man Alter und Geschlecht herausrechnet. Wer nur eine der beiden zeigt, hat eine Seite gewählt.
Wie stark die Altersstruktur den rohen Wert aufbläht, lässt sich beziffern: Das Verhältnis von roher zu standardisierter Zahl steigt von 1,212 im Jahr 2000 auf 1,251 im Jahr 2025, mit einem Gipfel von 1,341 im Jahr 2016. Der rohe Abstand überzeichnet also heute stärker als vor 25 Jahren — was den Rückgang, wenn man ihn roh misst, eher zu flach erscheinen lässt.
Der direkte Weg wäre, die Gewaltrate für jede Kombination aus Delikt, Alter und Herkunft abzulesen. Diese Tabelle gibt es nicht: Alle elf Tabellen der dänischen STRAFNA-Familie wurden geprüft, keine kreuzt Delikt × Alter × Herkunft. Möglich war deshalb nur die indirekte Standardisierung — sie braucht vom Zähler nur die Gruppensumme und von der Altersstruktur nur ihre Form, nicht ihr Niveau.
Das hat einen Preis, und er steht hier, statt weggeschrieben zu werden. Die Alterskurve stammt aus Entscheidungen, der Zähler zählt Personen. Für den Quotienten zweier standardisierter Verhältnisse kürzt sich das Niveau heraus, die Form nicht: Die Entscheidungskurve ist bei jungen Menschen etwas steiler und korrigiert deshalb stärker. Genau darum ist die einheitstreue Personenkurve als zweite Variante mitgerechnet — sie liefert für den Gewaltabstand 1,55 statt 1,43. Beide Werte sind auf Gewaltverbrechen standardisiert und unterscheiden sich nur in der Form der Alterskurve; beide stehen im Ergebnis, keine wird zur richtigen erklärt. Das ist der Grund, warum hier eine Spanne steht und kein Komma-Wert.
Dass die Rechenmaschine selbst funktioniert, ist nicht behauptet, sondern geprüft: Eine Gruppe gegen sich selbst auf dieselbe Gewaltkurve standardisiert ergibt exakt 1,000000; setzt man die Referenzkurve flach, muss das Ergebnis exakt die Rohreihe sein — und tut es, über 24 Jahrgänge, bis auf die zwölfte Nachkommastelle. Die dritte Kontrolle ist eine amtliche und steht als eigener Text daneben.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, vom researcher: 1,43 und 1,79 werden nie getrennt gezeigt. Es ist dieselbe Wirklichkeit in zwei Bezugssystemen; wer nur eine zeigt, wählt eine Seite. Das gilt für Figur, Bildunterschrift, Tabellenzeile und Titel gleichermaßen — eine Tabellenzeile reist weiter als der Vermerk über der Tabelle.
- BINDEND: »Alter erklärt den Rückgang nicht« darf nicht zu »Alter erklärt nichts« verkürzt werden. Alter und Geschlecht erklären 22 bis 45 Prozent des verbleibenden Abstands von 2025. Beide Sätze stehen in demselben Absatz, und der Text hält sich daran.
- BINDEND: Die Spanne 1,43–1,62 wird als Spanne gezeigt oder gar nicht — und, nach Auflage (1), nie ohne den rohen Wert 1,79 daneben. Ein Punktwert aus 15 Varianten wäre eine Auswahl, die niemand nachprüfen kann. Ist ein Punktwert unvermeidlich, steht »Variantenband bis 1,62« daneben.
- BINDEND: Keine Figur, die nur die standardisierte Kurve zeigt. Der Vorschlag des researchers ist die richtige Form — zweite Linie im bestehenden oberen Panel, gestrichelt, in derselben Farbe. Der Abstand zwischen den beiden Linien ist der Kompositionseffekt.
Die amtliche Korrektur nachgebaut
Wie wir prüfen, ob unsere eigene Alterskorrektur etwas taugt: Wir bauen die amtliche dänische nach — 20 publizierte Werte, mittlere Abweichung 1,3 Indexpunkte, und dabei fällt auf, dass das Amt einen anderen Nenner benutzt als wir
Der Text nebenan rechnet den dänischen Gewaltabstand auf eine gemeinsame Alters- und Geschlechtsstruktur um. Das ist eine eigene Rechnung auf amtlichen Zahlen — und die Frage, die dabei sofort entsteht, ist nicht »stimmt das Ergebnis«, sondern »funktioniert überhaupt die Maschine, die es erzeugt«.
Dafür gibt es einen guten Prüfstein. Danmarks Statistik veröffentlicht in seinem Jahrbuch »Indvandrere i Danmark« einen eigenen Kriminalitätsindex, roh und alterskorrigiert, für fünf Herkunftsgruppen und beide Geschlechter — zwanzig Zahlen für das Jahr 2024. Das Amt rechnet sie aus Mikrodaten, an die wir nicht herankommen. Wenn unsere Maschine, gefüttert aus zwei frei zugänglichen Tabellen, dieselben zwanzig Zahlen ungefähr trifft, dann rechnet sie das, was sie rechnen soll.
Bevor irgendetwas gerechnet wurde, ist der Zähler abgeglichen: Die Publikation nennt für 2024 121.031 Männer und 38.289 Frauen mit mindestens einer Schuldfeststellung, je Gruppe 7.257 / 496 / 14.534 / 9.028 / 89.716. Der öffentliche StatBank-Abzug liefert dieselben Zahlen auf die Person. Damit ist geklärt, dass beide Seiten dieselben Menschen zählen — der häufigste Grund, aus dem zwei Rechnungen auseinanderlaufen, ist damit vor der Rechnung ausgeschlossen und nicht nachher wegerklärt.
Das Ergebnis: Über die zehn rohen Indexwerte beträgt die mittlere Abweichung 1,3 Indexpunkte, zwei Werte treffen exakt. Über die zehn alterskorrigierten sind es 2,4 Punkte, der größte Einzelfehler liegt bei 7. Der amtliche Index dieser Tabelle umfasst alle Deliktarten, nicht nur Gewalt — die Kontrolle prüft also die Maschine, nicht den Gewaltbefund nebenan. Die Rangfolge der fünf Gruppen ist bei beiden Geschlechtern identisch, die Richtung bei allen zehn Werten richtig.
Woher der Rest kommt, ist benannt statt geglättet: Das Amt schreibt seine Methode selbst hin — es standardisiert auf einzelnen Altersjahren über den ganzen Bereich 15 bis 79. Öffentlich gibt es Einzeljahre nur bis 24, darüber Blöcke. Innerhalb eines Blocks bleibt Altersstruktur unkorrigiert. Unser Nachbau korrigiert deshalb bei der jüngsten Gruppe etwas anders als das Original.
Was das heißt, gehört dazu: Die Maschine ist auf rund zwei bis drei Indexpunkte kalibriert, auf einer Skala, auf der die interessanten Unterschiede fünfzig bis hundertfünfzig Punkte betragen. Sie ist gut genug, um Größenordnungen zu tragen — und ausdrücklich nicht gut genug, um eine amtliche Zahl um ein paar Punkte zu korrigieren. Dafür wird sie auch nicht benutzt.
Beim Ausprobieren der Nenner fiel etwas auf, das jeden betrifft, der unsere Raten neben dänische Amtszahlen legt. Dieselbe Rechnung passt unterschiedlich gut, je nachdem, welchen Bevölkerungsstand man in den Nenner setzt:
| Nenner | mittlere Abweichung, roh |
|---|---|
| Bestand am Ende des Berichtsjahres | 1,3 Indexpunkte |
| Jahresmittel (unsere Konvention) | 2,1 |
| Bestand am Anfang des Berichtsjahres | 4,2 |
Die Rangfolge ist eindeutig und über beide Geschlechter stabil: Das Amt rechnet seine publizierten Raten auf den Bestand am Jahresende. Wir rechnen auf das Jahresmittel. Das ist keine Fehlerseite, sondern eine Konventionsdifferenz — aber sie erklärt, warum unsere Raten nie exakt die publizierten sein werden, und sie muss dastehen, bevor jemand die Differenz für einen Rechenfehler hält.
Und weil ein Schluss, der aus einer Passung stammt, kein zitierter Schluss ist: In der Publikation steht diese Nennerkonvention nicht. Sie ist erschlossen, nicht abgeschrieben. So steht sie hier.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND: Dieser Text darf nicht als »wir bestätigen die amtlichen Zahlen« beschriftet werden. Er sagt das Gegenteil der Richtung: Die amtlichen Zahlen prüfen Unser Werkzeug, nicht umgekehrt. Ein Restfehler von 2 bis 3 Indexpunkten ist zu groß, um amtliche Indizes zu korrigieren, und dafür wird das Werkzeug auch nicht benutzt.
- BINDEND: Wo unsere Raten und DST-publizierte Raten nebeneinanderstehen, gehört die Nennerkonvention in dieselbe Beschriftung. Der Unterschied ist klein und systematisch — aber wer ihn nicht kennt, hält ihn für einen Fehler in einer der beiden Zahlen.
Welches Referenzjahr? Die Kurve bewegt den Index
Ein alterskorrigierter Index hat eine Stellschraube, die selten mitgedruckt wird: das Jahr, dessen Altersverteilung als Gewichtung dient. Für Dänemarks nicht-westliche Nachkommen ergibt dieselbe Rechnung mit derselben Quelle 2,515 unter der Kurve von 2012 und 3,006 unter der von 2024 — und erst die zweite trifft die Registerzahl, die Danmarks Statistik selbst druckt
Wer Gruppen mit sehr verschiedenem Altersaufbau vergleicht, muss alterskorrigieren, sonst misst er das Alter. Das ist unstrittig und in diesem Issue seit dem 15. August die Grundlage jeder Zahl. Weniger bekannt ist, dass jede Alterskorrektur eine Wahl enthält, die das Ergebnis sichtbar bewegt: die Altersverteilung welchen Jahres als Gewichtung dient.
Für Dänemarks nicht-westliche Nachkommen, die jüngste der fünf Herkunftsgruppen, ergibt dieselbe Rechnung aus denselben Tabellen einen alters- und geschlechtsstandardisierten Gewaltindex von 2,515 unter der Kurve von 2012 und 3,006 unter der von 2024 — für dieselbe Gruppe, im selben Jahr, gegen dieselbe Vergleichsgruppe. Hinter beiden Zahlen stehen dieselben 606 Gewaltverurteilten aus 106.636 Menschen zwischen 15 und 79.
Die Frage lässt sich beantworten, weil Danmarks Statistik dieselbe Größe selbst druckt. In der Jahrespublikation Indvandrere i Danmark 2025 steht der alterskorrigierte Gewaltindex 2024 für Männer, alle Männer gleich 100: westliche Einwanderer 43, dänische Herkunft 90, nicht-westliche Einwanderer 152, westliche Nachkommen 157, nicht-westliche Nachkommen 278. Auf die dänische Herkunft gleich eins umgerechnet sind das 0,478, 1,689, 1,744 und 3,089.
| Gruppe | DST gedruckt | eigene Rechnung, Kurve 2024 | eigene Rechnung, Kurve 2012 |
|---|---|---|---|
| westliche Einwanderer | 0,478 | 0,482 | 0,488 |
| nicht-westliche Einwanderer | 1,689 | 1,647 | 1,752 |
| westliche Nachkommen | 1,744 | 1,898 | 1,704 |
| nicht-westliche Nachkommen | 3,089 | 3,068 | 2,586 |
Am nächsten kommt die Kurve des Berichtsjahrs mit drei Altersblöcken. Über die vier Gruppen liegt ihre mittlere Abweichung bei 0,044; mit der Kurve von 2012 sind es 0,123. Die sechs gerechneten Kombinationen aus drei Referenzjahren und zwei Altersrastern liegen zwischen diesen beiden Werten.
Der Abstand sitzt fast ganz bei der jüngsten Gruppe. Unter der Kurve von 2012 weicht die Rechnung bei den westlichen Einwanderern um 0,009 ab, bei den nicht-westlichen Einwanderern um 0,047, bei den westlichen Nachkommen um −0,044 — und bei den nicht-westlichen Nachkommen um −0,574. Je jünger eine Gruppe, desto mehr hängt ihr Index an der Wahl der Kurve.
Der naheliegende Verdacht: Danmarks Statistik druckt Männer, hier wird über beide Geschlechter gerechnet, und das erklärt den Rest. Es erklärt ihn nicht. Auf der einzigen öffentlichen Achse, die Geschlecht und Herkunft zusammen führt — alle Straftaten 2024 — liegt der Index der nicht-westlichen Nachkommen bei den Männern bei 2,807 und über beide Geschlechter bei 2,805. Kein Keil. Bei den nicht-westlichen Einwanderern sind es 1,546 gegen 1,401.
Die Übereinstimmung mit Tabel 6.9 ist trotzdem keine Identität, und sie soll auch keine sein: Danmarks Statistik rechnet auf Registerdaten, wir rechnen auf ihren öffentlichen Tabellen. Eine Näherung mit ausgewiesener Abweichung ist eine stärkere Auskunft als eine Übereinstimmung, deren Zustandekommen niemand prüfen kann.
Zwei Dinge, und beide gelten für jede Zahl dieses Issues. Erstens trägt in diesem Issue kein Indexwert mehr ohne sein Referenzjahr. Ein Index ohne Kurvenangabe ist keine Zahl, sondern eine Zahlenfamilie. Zweitens ist die Gegenprobe gegen eine extern gedruckte Registerzahl die beste Bestätigung, die wir für diese Rechnung haben — und im selben Atemzug der Beleg dafür, dass die Methodenwahl sichtbar wirkt. Beides steht hier nebeneinander, weil jede Hälfte allein in die Irre führt.
Warum Danmarks Statistik gerade die Kurve des Berichtsjahrs verwendet, steht in der Publikation nicht. Wir schreiben deshalb keinen Grund hin.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, aus dem Record: Kein Indexwert dieses Textes erscheint ohne sein Referenzjahr. Das ist keine Fußnote, sondern der Gegenstand: Dieselbe Rechnung liefert 2,515 und 3,006 für dieselbe Gruppe im selben Jahr.
- BINDEND, aus dem Record: Kein Satz über die nicht-westlichen Nachkommen ohne die Größe der Gruppe — 106.636 Personen 15 bis 79 im Jahresmittel 2024, davon 606 Gewaltverurteilte. ACHTUNG: Diese zwei Zahlen gelten NUR den nicht-westlichen Nachkommen. Die Zerlegung an order 72 rechnet mit allen Nachkommen, 121.091 Personen und 647 Verurteilte. Wer sie vertauscht, setzt eine falsche Grundmenge unter eine richtige Zahl.
- BINDEND, aus dem Record: Die Übereinstimmung mit Tabel 6.9 ist eine Näherung mit ausgewiesener Abweichung, keine Identität. Danmarks Statistik rechnet auf Registerdaten und druckt Männer; hier wird auf öffentlichen Tabellen und über beide Geschlechter gerechnet. Das Wort »bestätigt« steht deshalb nicht in diesem Text.
- EIGENE AUFLAGE: Warum Danmarks Statistik gerade die Kurve des Berichtsjahrs wählt, steht in der Publikation nicht. Jede Darstellung, die einen Grund nahelegt, geht über das Gemessene hinaus; der researcher nennt seine Erklärung ausdrücklich eine Vermutung, und dieser Text nennt sie gar nicht.
Dieselbe Quelle, längeres Gedächtnis
Die Alterskurve, mit der wir rechnen, fehlte für die Jahre vor 2007 — sie fehlte nicht, sie stand in der Nachbartabelle: STRAF40 reicht bis 1980 zurück und enthält in 12.540 vergleichbaren Zellen genau dieselben Zahlen
Wenn wir den dänischen Gewaltabstand über die Jahre altersbereinigt zeigen, brauchen wir für jedes Jahr eine Alterskurve — die Auskunft, wie sich Straffälligkeit über die Lebensjahre verteilt. Die Tabelle, aus der wir sie ziehen, beginnt 2007. Unsere Reihen beginnen 2000.
Für die sieben Jahre dazwischen gab es nur schlechte Möglichkeiten. Man kann die Kurve von 2007 leihen und auf 2000 anwenden. Dann steckt in der Korrektur für das Jahr 2000 eine Annahme über genau die Größe, die korrigiert werden soll. Der data-analyst hat sie deshalb nicht gezogen und 290 Zellen lieber leer gelassen — und gefragt, ob irgendeine Tabelle weiter zurückreicht.
Dieselbe amtliche Entscheidungsstatistik gibt es ein zweites Mal, ohne die Regionsachse: STRAF40, Beginn 1980 statt 2007. Gleiche Altersstufen, gleiche Deliktschlüssel.
Bevor damit gerechnet wurde, ist sie Zelle für Zelle gegen die bisher benutzte Tabelle gestellt worden: 12.540 gemeinsame Zellen, null Abweichungen, Summenprobe 6.264.436 gegen 6.264.436. Die Nennerseite ebenso — 120 gemeinsame Bevölkerungszellen, null Abweichungen.
Das ist der Satz, der leicht verlorengeht, und er ist der wichtigste hier. Null Abweichungen in 12.540 Zellen sind keine Bestätigung. Sie sind der Nachweis, dass wir dieselbe Erhebung vor uns haben, nur anders geschnitten. Wer diese Tabelle als zweite Quelle für eine Zahl aus der ersten anführt, führt dieselbe Zahl zweimal an und nennt es Übereinstimmung. Ihr ganzer Wert liegt in der Zeitachse — nicht in Unabhängigkeit.
Nachgerechnet, beide Wege: Die geliehene Kurve liegt für 2000 um −1,98 Prozent daneben, für 2004 um +2,27, für 2006 um +0,42. Entscheidend ist nicht der Betrag, sondern das wechselnde Vorzeichen — das ist kein Fehler, den man abziehen kann, sondern Rauschen mit Struktur.
Eine Einordnung, die die Rangfolge ändert und dabei unbequem ist: Der Formabstand zwischen der Kurve eines Jahres und der von 2007 liegt für alle Jahre 2000–2010 zwischen 0,0098 und 0,0393. Der Abstand zwischen zwei Deliktumfängen im selben Jahr 2025 liegt bei 0,0588 bis 0,1999. Die Kurve über ein Jahrzehnt zu leihen ist also der drei- bis fünfmal kleinere Eingriff als sie über den Deliktumfang zu leihen. Das ist keine Entwarnung fürs Leihen. Es ist eine Ansage darüber, welche unserer Parameterwahlen die teure ist.
Die Methodendokumentation von Danmarks Statistik für die Zeit vor 1980 bis 2007 ist nicht gelesen. Ein Erhebungsbruch vor 2007 würde die Kurvenform verzerren, und die Bitgleichheit ab 2007 sagt darüber nichts. Die gemessenen Formabstände um das Übergangsjahr zeigen keinen Sprung — geprüft ist die Dokumentation damit nicht.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, vom researcher gesetzt und wörtlich übernommen: STRAF40 darf in keinem Text als unabhängige Bestätigung einer STRAF44-Zahl auftreten. Null Abweichungen in 12.540 Zellen heißen das Gegenteil von Bestätigung — es ist dieselbe Erhebung in einem anderen Schnitt. Wer STRAF40 als zweite Quelle für eine STRAF44-Zahl anführt, führt dieselbe Zahl zweimal an. Zulässig ist ausschließlich die Aussage über die Zeitachse.
- BINDEND: Die Kostenzahlen der geliehenen Kurve (bis 2,3 Prozent) dürfen nicht ohne den Hinweis auf das wechselnde Vorzeichen stehen. Ohne ihn liest sich »bis 2,3 Prozent« wie ein Korrekturfaktor, den man abziehen könnte — genau das ist er nicht.
- Die Grenze gehört in den Text: Die Methodendokumentation von Danmarks Statistik für die Jahre vor 2007 ist nicht gelesen. Die Bitgleichheit ab 2007 sagt darüber nichts.
Neun von zwölf näher, elf von zwölf gefallen
Neun von zwölf großen Herkunftsgruppen Dänemarks liegen heute näher an der dänischen Gewaltrate als im Jahr 2000, und elf von zwölf haben ihre eigene Rate gesenkt — das sind zwei verschiedene Messungen derselben Tabelle, und drei Gruppen haben sich entfernt, indem sie unter die Referenz fielen
Die Annahme hinter der Debatte lautet: Der Abstand wächst. Er tut es nicht, aber die Gegenaussage braucht zwei Sätze statt einem, und wir haben sie 49 Tage lang in einen gepresst.
Erster Satz: Elf von zwölf großen, in beiden Jahren vergleichbaren Herkunftsgruppen haben ihre eigene Gewaltrate zwischen 2000 und 2025 gesenkt. Die einzige Ausnahme ist die schwedischstämmige Gruppe.
Zweiter Satz: Neun von zwölf liegen 2025 näher an der dänischen Rate als 2000. Die Ausnahmen sind drei andere: Deutschland, Norwegen und das Vereinigte Königreich.
Dass sich diese beiden Sätze widersprechen dürfen, ist der Kern dieses Textes. Eine Gruppe, die unter der dänischen Rate liegt, entfernt sich von ihr, wenn ihre Rate fällt. Für die acht Gruppen oberhalb der Referenz sind »gefallen« und »näher« dasselbe. Für die vier darunter ist es das Gegenteil.
Die Auswahlregel stand vorher fest und lautet: mindestens 10.000 Einwohner zwischen 15 und 79 in beiden Vergleichsjahren. Kleinere Gruppen erzeugen bei einstelligen Fallzahlen Scheinbewegungen. Es sind zwölf Gruppen; keine wurde nachträglich entfernt.
| Gewaltschuldsprüche je 100.000 | 2000 | 2025 | Verhältnis zur dänischen Rate | eigene Rate gefallen | näher an Dänemark | Fälle 2025 | p bei reinem Zählrauschen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Libanon | 1.320 | 713 | 10,7 → 6,5 | ja | ja | 179 | 1,00 |
| Iran | 709 | 254 | 5,7 → 2,3 | ja | ja | 62 | 1,00 |
| Jugoslawien | 704 | 243 | 5,7 → 2,2 | ja | ja | 27 | 1,00 |
| Türkei | 639 | 277 | 5,2 → 2,5 | ja | ja | 168 | 1,00 |
| Irak | 515 | 361 | 4,2 → 3,3 | ja | ja | 105 | 0,92 |
| Pakistan | 440 | 210 | 3,6 → 1,9 | ja | ja | 50 | 1,00 |
| Bosnien-Herzegowina | 281 | 162 | 2,3 → 1,5 | ja | ja | 32 | 0,97 |
| Polen | 232 | 113 | 1,9 → 1,0 | ja | ja | 55 | 0,98 |
| Vereinigtes Königreich | 170 | 49 | 1,4 → 0,4 | ja | nein | 8 | 0,08 |
| Dänemark (Referenz) | 124 | 110 | 1,0 | — | — | 4.489 | — |
| Norwegen | 97 | 71 | 0,78 → 0,64 | ja | nein | 11 | 0,32 |
| Deutschland | 90 | 25 | 0,73 → 0,23 | ja | nein | 9 | 0,00 |
| Schweden | 47 | 58 | 0,38 → 0,52 | nein | ja | 9 | 0,74 |
| Summe | 11 von 12 | 9 von 12 |
Die letzte Spalte ist die Wahrscheinlichkeit, mit der allein Zählrauschen diese Gruppe in die Spalte »näher an Dänemark« gebracht hätte — 20.000 Ziehungen, Poisson auf jedem Zähler. Sie ist der Grund, warum die drei »nein« nicht gleich viel wert sind. Bei Deutschland ist die Sache klar (0,00). Beim Vereinigten Königreich ist sie knapp (0,08). Bei Norwegen ist sie ein Münzwurf (0,32): Elf Fälle im Jahr tragen keine Richtung, und wir zeigen die Zeile trotzdem, weil ihr Weglassen die Neun zu einer Zehn machen würde.
Und eine Zahl, die gegen uns selbst zählt. Bei reinem Zählrauschen fallen im Mittel 11,08 dieser zwölf Raten, und in einem Viertel aller Ziehungen fallen alle zwölf. »Elf von zwölf haben ihre Rate gesenkt« ist also ungefähr das, was der Zufall ohnehin liefert — die Zahl war nie der Beleg, für den wir sie gehalten haben. Die Neun ist der schwerere Befund: Unter der Abstands-Lesart liegt der Erwartungswert bei 9,01, und »alle zwölf« kam in null von 20.000 Ziehungen vor.
Die unbequeme Hälfte, und sie ist gleich groß. Ein Verhältnis von 6,5 ist keine Annäherung, die man feiert. Die libanesischstämmige Rate ist um fast die Hälfte gefallen und liegt immer noch beim Sechsfachen der dänischen. Nur bei einer einzigen Gruppe der Tabelle, den polnischstämmigen Dänen, ist der Abstand tatsächlich verschwunden.
Die Auswahlregel schneidet ausgerechnet die auffälligste Gruppe des Landes ab — Somalia hatte im Jahr 2000 erst 8.522 Einwohner in dieser Altersspanne und verfehlt die Schwelle um 1.478. Die Regel stand vor dem Ergebnis fest und wurde nicht gebogen. Aber:
Die somalischstämmige Gruppe ist die einzige große Gruppe, deren Abstand zur dänischen Rate wuchs — das Verhältnis stieg von 7,31 auf 9,30, über alle 24 Berichtsjahre mit Spearman +0,549 (p 0,005) und in 5.000 von 5.000 Ziehungen positiv. Das ist die eine große Gruppe, bei der die verbreitete Erwartung zutrifft, und sie gehört in dieselbe Figur wie die zwölf.
Ihre eigene Rate steigt dabei nicht. Über 24 Berichtsjahre hat sie überhaupt keine Richtung (Spearman −0,29, p 0,17). Sie ist buckelig: 903,5 im Jahr 2000, das Maximum 1.441 im Jahr 2004, das Minimum 857,8 im Jahr 2024, zuletzt 1.026,8 im Jahr 2025. Welches Vorzeichen zwei herausgegriffene Punkte ergeben, entscheidet allein der rechte Rand — bis 2024 gerechnet fällt dieselbe Rate um 5,1 Prozent, bis 2025 steigt sie um 13,6.
Gewachsen ist der Abstand also wesentlich von der anderen Seite: Die dänische Rate fällt, von 123,6 auf 110,4 je 100.000 (Spearman −0,687). Ein Abstand hat zwei Seiten, und hier bewegt sich die Referenz messbarer als die Gruppe.
»Kein Trend« heißt hier nicht »kein Problem«. Die somalischstämmige Rate liegt in jedem einzelnen der 24 Jahre beim Sieben- bis Elffachen der dänischen — kein Jahr darunter. Ebenfalls knapp unterhalb der Bevölkerungsschwelle von 2000 lagen Marokko (649 → 407) und Afghanistan (514 → 352); beide sind gefallen.
2000 lagen 3 von 12 Herkunftsgruppen dieser Größe unter der dänischstämmigen Rate. 2025 sind es 13 von 28, mit Bezugsjahr 2024 sind es 12 von 28 — die Zahl der Gruppen dieser Größe hat sich mehr als verdoppelt, und der Anteil derer unterhalb der Referenz ist von 25 auf 46 Prozent gestiegen (42,9 Prozent mit 2024). Dass hier zwei Jahre nebeneinander stehen, ist Absicht: Eine Strukturzahl, die sich am rechten Rand um einen Punkt verschiebt, darf nicht mit einem einzigen Jahr auftreten. Wer 2000 auf diese Tabelle geschaut hätte, hätte Verhältnisse von 10,7, 5,7 und 5,2 gesehen. Dieselben Gruppen liegen heute bei 6,5, 2,3 und 2,5.
Vier Grenzen. Erstens, und das ist der Grund für die niedrige Confidence dieses Textes: Es sind rohe Raten ohne Alters- und Geschlechtsstandardisierung. Ein erheblicher Teil der Annäherung dürfte schlicht Alterung sein — die im Jahr 2000 jungen Zuwanderergruppen sind 25 Jahre älter geworden, und Gewaltraten fallen stark mit dem Alter. Mit offenen dänischen Tabellen ist das nicht prüfbar: Delikt- und Altersachse liegen getrennt. Zweitens sind zwei Stützstellen kein Verlauf; wer den Verlauf will, findet ihn im Text davor, der alle 24 Berichtsjahre führt. Drittens sind es Verurteilte, nicht Tatverdächtige. Viertens zählt Dänemark nach Herkunftsland, nicht nach Staatsangehörigkeit.
Was bleibt, ist eine Richtung, kein Beweis — und sie zeigt gegen die Erwartung, mit einer benannten Ausnahme und mit drei Gruppen, die in die andere Richtung liefen, weil sie längst unter der Linie lagen, an der wir messen.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- Somalia steht in derselben Figur wie die zwölf, nicht in einer Fußnote und nicht in einer Nebenlegende. Ohne diese Zeile sagt das Bild »alle Gruppen bewegen sich aufeinander zu«, und das ist nicht wahr.
- Die Auswahlregel (≥10.000 Einwohner 15–79 in beiden Jahren) wird mitgezeigt, nicht nur befolgt — sie ist der Grund, warum Somalia formal fehlt.
- Punkte mit weniger als 20 Fällen werden hohl gezeichnet (Stadtregel D9); bei ihnen ist die Rate mehr Rauschen als Signal. Das betrifft Norwegen, Schweden, das Vereinigte Königreich und Deutschland 2025. Somalia gehört nicht dazu: Sein Wert trägt, er steht nur außerhalb der Auswahlregel — die Form dafür entscheidet der designer (siehe unten), aber ein hohler Punkt wäre falsch, weil er »Rauschen« über die auffälligste Gruppe des Landes sagen würde.
- Auch eine gefallene Rate ist eine Rate: Das Niveau gehört neben jede Veränderung.
- BINDEND, neu am 2026-09-24 aus dem Finding 2026-09-24-dk-zwoelf-von-zwoelf-sind-neun-von-zwoelf: Die beiden Zählungen dürfen nie einzeln erscheinen, und keine von ihnen mit dem Wort der anderen. »Neun« gehört zum Abstand, »elf« zur eigenen Rate. Wenn eine Figur oder ein Vorspann nur eine der beiden Zahlen zeigen kann, zeigt sie KEINE von beiden, sondern die Tabelle. Die Richtungspfeile im Bild brauchen deshalb zwei Kanäle, nicht einen.
- BINDEND, neu am 2026-09-24 aus dem Finding 2026-09-24-dk-die-somalische-rate-steigt-nicht-der-abstand-waechst: Zurückgezogen, gilt nicht mehr — die Somalia-Strecke darf nicht als steigende Ratenlinie gezeichnet oder beschriftet werden. Was steigt, ist das Verhältnis zur dänischen Rate. Wird die Rate selbst gezeigt, gehören die 24 Berichtsjahre dazu — sie existieren seit dem 24.09. gemessen und sind buckelig, mit dem Maximum 1.441 im Jahr 2004 und dem Minimum 857,8 im Jahr 2024.
- BINDEND: »kein Trend« steht nie allein. Neben jeden Satz über die fehlende Richtung der somalischstämmigen Rate gehört, dass sie in jedem der 24 Jahre beim Sieben- bis Elffachen der dänischen Rate liegt — kein Jahr darunter.
Was »angenähert« misst
Zwei Zählungen derselben Tabelle, und sie geben verschiedene Zahlen: Elf von zwölf dänischen Herkunftsgruppen haben ihre Gewaltrate gesenkt, neun von zwölf liegen näher an der dänischen Rate — wer unter der Referenz liegt, entfernt sich von ihr, indem er fällt
Wir haben heute einen eigenen Satz zurückgezogen, und er ist an keiner Ziffer gescheitert. Die Tabelle, um die es geht, ist Zeile für Zeile nachgerechnet worden — dreizehn von dreizehn Zeilen stimmen. Gescheitert ist ein Wort.
Der Satz lautete: Bei elf von zwölf großen Herkunftsgruppen Dänemarks ist der Abstand zur dänischen Gewaltrate kleiner geworden. Gezählt hatten wir aber etwas anderes, nämlich: Bei elf von zwölf ist die eigene Rate gefallen. Das klingt wie dasselbe. Für zwei Drittel der Tabelle ist es das auch — beim Abstand sind es gemessen neun von zwölf, und die Lücke zwischen den beiden Zahlen ist dieser Text.
Acht der zwölf Gruppen lagen im Jahr 2000 über der dänischen Rate. Wenn ihre Rate fällt, kommen sie der dänischen näher. Fallen und Nähern ist bei ihnen dieselbe Bewegung.
Vier Gruppen lagen schon damals darunter — die deutsche, die norwegische, die schwedische und die britische. Bei ihnen dreht sich das Vorzeichen um: Wenn ihre Rate fällt, entfernen sie sich von der dänischen, nur eben nach unten. Das Vereinigte Königreich hat die Referenzlinie sogar gekreuzt, von 1,38 auf 0,44 des dänischen Werts.
Deshalb gibt es zwei Zahlen und nicht eine:
- Elf von zwölf haben ihre eigene Rate gesenkt. Die Ausnahme ist Schweden.
- Neun von zwölf liegen näher an der dänischen Rate. Die Ausnahmen sind Deutschland, Norwegen und das Vereinigte Königreich.
Die Ausnahmen sind nicht dieselben Gruppen. Schweden, die einzige Gruppe mit gestiegener Rate, ist zugleich die einzige der vier unterhalb, die sich wirklich angenähert hat — sie kam von unten herauf. Ausgerechnet die Gruppe, für die der alte Satz sich entschuldigte, war die, die ihn bestätigte.
Eine Allaussage wie »elf von zwölf« klingt nach einem starken Befund, und »neun von zwölf« klingt schwächer. Ob eine von beiden einer ist, hängt daran, wie viele der zwölf überhaupt hätten danebengehen können — das ist seit dem 23. September eine Regel dieses Hauses, und sie gilt für uns zuerst.
Der researcher hat es ausgezählt: 20.000 Ziehungen, bei denen jede Fallzahl neu gewürfelt wird und sich sonst nichts ändert. Unter der Lesart »eigene Rate gefallen« fallen dabei im Mittel 11,08 der zwölf Raten, und in einem Viertel aller Ziehungen fallen alle zwölf. Unsere elf waren also ungefähr das, was der Zufall ohnehin liefert.
Unter der Lesart »näher an Dänemark« sieht es anders aus: Der Erwartungswert liegt bei 9,01, und »alle zwölf« kam in null von 20.000 Ziehungen vor. Die Neun ist damit der schwerere Befund — der schwächer klingt und mehr trägt.
Drei Dinge, und sie stehen ab heute an jeder Richtungsaussage dieses Issues: die Endpunkte, das Fenster, und bei kleinen Jahreszählern die Rauschmessung. Vier der zwölf Zeilen tragen ein- bis zweistellige Fallzahlen; bei Norwegen mit elf Fällen im Jahr ist das Vorzeichen ein Münzwurf. Wir zeigen die Zeile trotzdem, weil ihr Weglassen aus der Neun eine Zehn machen würde.
Die Frage, die diesen Text trägt, ist nicht »stimmt die Zahl«, sondern »welche Größe misst sie«. Die erste Frage hatten wir uns gestellt. Die zweite nicht.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND: Die neun und die elf stehen nie einzeln, und nie eine von ihnen mit dem Wort der anderen. »Näher« gehört zum Abstand, »gefallen« zur eigenen Rate.
- BINDEND: Keine Aussage über eine einzelne der zwölf Gruppen ohne ihr p aus dem Rauschband. Bei Irak (0,92), Bosnien-Herzegowina (0,97) und vor allem Norwegen (0,32) trägt die einzelne Zeile keine Richtung.
- Dieser Text führt bewusst KEINE Tabelle. Sie steht an order 50, und eine zweite Kopie derselben dreizehn Zeilen wäre genau die Wiederholung, vor der die Messung von taste vom 23.09. warnt. Wer die Zahlen will, liest den Text davor.
- Die Grafik zu diesem Text, falls der designer eine will, ist KEIN Steigungsdiagramm, sondern die Gegenüberstellung der beiden Zählungen: zwölf Zeilen, zwei Häkchenspalten, die drei Abweichler farblich getrennt von der einen. Das Bild soll zeigen, dass die Ausnahmen verschiedene Gruppen sind — das ist der ganze Inhalt.
Einwand »anderer Zuwanderermix«, geprüft
»Ihr habt nur andere Zuwanderer« — der wichtigste Einwand gegen den dänischen Befund, geprüft: 96 Prozent des Rückgangs bleiben stehen
Wer die drei Texte davor gelesen hat, hat einen naheliegenden Verdacht: Das ist kein Verhaltenswandel, sondern ein Buchhaltungseffekt. Dänemark hat seit 2000 sehr viele Polen, Rumänen, Inder und ab 2022 sehr viele Ukrainer aufgenommen — alles Gruppen mit niedrigen Raten. Die alten Gruppen mit hohen Raten sind anteilig kleiner geworden. Die Rate fällt, ohne dass sich irgendjemand anders verhält.
Das ist prüfbar, und die Prüfung heißt direkte Standardisierung: Man nimmt die Raten von 2025 und gewichtet sie mit der Herkunftszusammensetzung von 2000. Wenn der Rückgang aus dem Mix kommt, verschwindet er dabei.
Er verschwindet nicht. Die Gewaltrate der Bevölkerung nicht-dänischer Herkunft fiel roh von 383,8 auf 198,2 je 100.000. Mit eingefrorener Zusammensetzung von 2000 fällt sie auf 204,7. Rund 96 Prozent des Rückgangs entfallen damit auf gesunkene Raten innerhalb der Herkunftsgruppen, rund 4 Prozent auf die veränderte Zusammensetzung. Der Einwand stimmt in der Richtung und ist in der Größe klein.
Die Zusammensetzung hat sich massiv verändert — aber nicht einseitig in Richtung ruhigerer Herkünfte. Die Effekte heben sich weitgehend auf:
| Anteil an der nicht-dänischen Bevölkerung 15–79 | 2000 | 2025 | Gewaltrate 2025 |
|---|---|---|---|
| gewachsen — Polen | 3,7 % | 6,4 % | 113 |
| Ukraine | 0,2 % | 5,5 % | 93 |
| Rumänien | 0,6 % | 5,0 % | 126 |
| Syrien | 0,4 % | 4,3 % | 395 |
| Indien | 0,9 % | 2,3 % | 79 |
| geschrumpft — Türkei | 11,7 % | 8,0 % | 277 |
| Deutschland | 7,9 % | 4,8 % | 25 |
| Jugoslawien | 4,6 % | 1,5 % | 243 |
| Norwegen | 4,8 % | 2,0 % | 71 |
In beiden Spalten stehen hohe und niedrige Raten. Dänemark hat nicht »ruhigere Zuwanderer« bekommen, sondern andere — und unter den Gruppen, die anteilig schrumpften, sind zwei der auffälligsten des Jahres 2000.
2011 bis 2021 trug die Zusammensetzung exakt nichts bei: roh 333,6 → 250,2, mit festgehaltenem Mix 250,0. 2021 bis 2025, im Zeitraum des ukrainischen Zuzugs, sind es 82 Prozent — der Ukraine-Effekt ist hier sichtbar und beziffert; rechnet man die Ukraine ganz heraus, fällt die Rate im selben Zeitraum immer noch von 253,9 auf 204,3, also um ein Fünftel. Und 2000 bis 2010 kehrt sich das Vorzeichen um: Ohne den Wechsel der Zusammensetzung wäre die Rate in diesem Jahrzehnt leicht gestiegen (383,8 → 389,9 statt 376,9). In diesen zehn Jahren war der Mix der einzige Grund, warum sie es nicht tat.
Alter und Geschlecht. Standardisiert wurde nach Herkunftsland — und das sind genau nicht die beiden Achsen, die in denselben Registern am stärksten trennen, gemessen an allen Schuldsprüchen (siehe »Geschlecht trennt schärfer als Herkunft«). Die dänische Deliktstabelle führt weder Alter noch Geschlecht; die Kreuzung existiert öffentlich nicht. Ein Teil dessen, was hier als »Verhalten innerhalb der Gruppen« erscheint, ist deshalb die Alterung dieser Gruppen über 25 Jahre. Wer die 96 Prozent zitiert, muss diesen Satz mitzitieren: Von drei denkbaren Zusammensetzungen ist eine ausgeschlossen, die nach Herkunftsland; Alter und Geschlecht bleiben offen.
Zwei technische Grenzen dazu: Die Rechnung läuft über die 71 Herkunftsländer, die in beiden Jahren einzeln ausgewiesen sind; sie decken 96,1 Prozent (2000) und 90,9 Prozent (2025) der nicht-dänischen Bevölkerung ab. Ihre Rohrate trifft die Gesamtrate auf unter 1,5 Prozent genau, die Auslassung verschiebt also nichts. Und es sind Verurteilte, nicht Tatverdächtige.
Der Wohnort erklärt den Abstand nicht
Der Einwand, der bei jeder Herkunftsstatistik zuerst kommt — »die wohnen doch alle in den Städten« —, trägt in Dänemark nicht: Rechnet man alle 99 Kommunen auf dieselbe Wohnortverteilung um, wächst der Abstand junger Männer von 1,61 auf 1,62
Er lautet: Menschen ausländischer Herkunft wohnen überproportional in den großen Städten und in einigen Vorstadtkommunen. Städte haben höhere Kriminalitätsraten. Ein Teil des Abstands ist also gar kein Herkunfts-, sondern ein Ortseffekt.
Der Einwand ist gut gebaut, und er ist bisher in diesem Issue nicht geprüft worden. Für Alter, Geschlecht und Bildung haben wir kontrolliert, für den Wohnort nicht. Das ist nachgeholt — mit allen 99 dänischen Kommunen, alle Deliktarten, Männer 15 bis 29, Berichtsjahr 2025.
Die Rechnung ist eine direkte Standardisierung: Beide Gruppen werden so umgerechnet, als wären sie über die Kommunen verteilt wie das Land insgesamt. Die Frage, die sie beantwortet, ist genau die des Einwands — wie groß wäre der Abstand, wenn beide Gruppen am selben Ort wohnten?
| Männer 15–29, Dänemark 2025, alle Deliktarten, je 100.000 | dänische Herkunft | ausländische Herkunft | Verhältnis |
|---|---|---|---|
| roh | 5.726 | 9.198 | 1,6065 |
| auf die Wohnortverteilung aller 99 Kommunen standardisiert | 5.677 | 9.176 | 1,6165 |
Der Wohnort erklärt −1,65 Prozent des Überschusses. Das ist nicht »fast nichts« — es ist nichts, und was übrig bleibt, zeigt in die andere Richtung: Auf die Kommunenverteilung standardisiert, über alle Deliktarten, ist der Abstand minimal größer als roh. Bei den Frauen desselben Alters ist das Bild noch klarer: 1,6462 roh, 1,6463 standardisiert (ebenfalls alle Deliktarten) — der erklärte Anteil ist praktisch null.
Korrektur vom 12.08.2026. Hier stand bis heute »erklärter Anteil −0,02 Prozent«. Diese Zahl ist nicht falsch, aber unbestimmt: Drei gleichermaßen vertretbare Behandlungen einer Abdeckungslücke — eine Kommune ohne Frauen ausländischer Herkunft — ergeben −0,0243, −0,0252 und −0,0255, und die Rundungsgrenze liegt mitten zwischen ihnen. Eine zweite Nachkommastelle behauptet hier eine Genauigkeit, die die Rechnung nicht hergibt; deshalb steht die Zahl jetzt in Worten. An der Aussage ändert das nichts — der Wohnort erklärt bei den Frauen nichts, unter jedem der drei Rechenwege. Der Männerwert −1,65 Prozent ist unabhängig nachgerechnet und bestätigt.
Der Einwand setzt voraus: Dort, wo sie wohnen, ist die Rate für alle höher. Auf dieser Metrik stimmt das nicht. Die Rate der jungen Männer dänischer Herkunft ist in Kommunen mit hohem Ausländeranteil nicht höher, sondern deutlich niedriger. Die bevölkerungsgewichtete Korrelation zwischen dem Ausländeranteil einer Kommune und der Schuldspruchrate ihrer dänischstämmigen jungen Männer beträgt −0,30.
Alle 99 Kommunen nach dem Ausländeranteil ihrer 15- bis 29-jährigen Männer sortiert und in vier bevölkerungsgleiche Gruppen geteilt, Raten je 100.000, alle Deliktarten:
| Quartil (aufsteigend nach Ausländeranteil) | Ausländeranteil | dänische Herkunft | ausländische Herkunft | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|
| Q1 | 12,5 % | 7.139 | 9.484 | 1,33 |
| Q2 | 16,3 % | 6.483 | 9.171 | 1,41 |
| Q3 | 20,8 % | 4.725 | 9.978 | 2,11 |
| Q4 | 31,5 % | 4.400 | 8.573 | 1,95 |
Nachtrag vom 17. September 2026, zwei Wörter genauer: Die 99 Gebiete, die Danmarks Statistik auf Kommunalebene führt, sind 98 Kommunen und Christiansø, 90 Einwohner, nach der Klassifikation der Behörde keine Kommune; für die Quartile spielt das keine Rolle. »Ausländeranteil« heißt hier durchgehend Anteil der Einwohner nicht dänischer Herkunft, Einwanderer und ihre in Dänemark geborenen Kinder, nicht Anteil ausländischer Staatsangehöriger.
Man lese die dritte Spalte von oben nach unten: Junge Männer dänischer Herkunft werden im Viertel Q4, wo der Ausländeranteil am größten ist, um ein Drittel seltener verurteilt als in Q1, wo er am kleinsten ist. In Kopenhagen liegt ihre Rate bei 3.581 je 100.000, im ländlichsten Quartil bei 7.139 — doppelt so viel. Die ausländische Rate steht dagegen quer über die Quartile fast still und ist ausgerechnet in Q4 die niedrigste von vieren.
Der Abstand ist in der Stadt also größer als auf dem Land — aber nicht, weil dort die eine Gruppe auffälliger wäre, sondern weil die andere dort besonders unauffällig ist. Und weil die beiden Effekte sich über das Land hinweg fast genau aufheben, bleibt der standardisierte Wert dort, wo der rohe schon war.
Warum die dänische Rate auf dem Land so hoch ist, steht im nächsten Text: Zwei Drittel aller dänischen Schuldsprüche sind Verkehrsdelikte, und Verkehrsdelikte sind ein Landphänomen.
Sie ist keine Aussage über Gewalt. STRAFNA6 kreuzt Herkunft mit Kommune, aber nicht mit Deliktart. Eine wohnortstandardisierte Gewaltreihe nach Herkunft existiert in der dänischen Statistik nicht und lässt sich aus öffentlichen Tabellen nicht bauen. Das ist keine Formalie: Der nächste Text zeigt, dass die Strafgesetzbuchrate mit der Urbanität um 45 Prozent steigt, während die Verkehrsrate um 11 Prozent fällt. Eine gewaltspezifische Rechnung würde deshalb sehr wahrscheinlich mehr erklären als diese hier. Wie viel, wissen wir nicht, und wir behaupten es nicht. Wer aus dieser Zahl »der Wohnort erklärt auch bei Gewalt nichts« macht, macht es ohne Daten.
Sie ist nicht die 2,79 aus order 70. STRAFNA6 kennt nur zwei Herkunftsklassen: dänisch und ausländisch, letztere mit Einwanderern und Nachkommen, westlich und nicht-westlich in einem Topf. Die Gruppe mit dem höchsten Wert der Generationentabelle für 15 bis 29 — nicht-westliche männliche Nachkommen mit 15.946 je 100.000 — steckt darin, ist aber nicht getrennt sichtbar. 1,61 und 2,79 sind verschiedene Gruppierungen und keine verschiedenen Messungen derselben Sache. (Nachtrag vom 16. September 2026: Bis heute stand hier »dem höchsten Wert dieses Issues«. Das war zu weit: Dieselbe Gruppe liegt im Alter 30 bis 49 bei 17.448, und in der Tabelle nach Herkunftsland steht die libanesische Herkunft mit 24,69 Prozent höher. Die 15.946 sind das Maximum der fünf Herkunftsgruppen der Generationentabelle für Männer von 15 bis 29.)
Kommune ist nicht Nachbarschaft. 99 Einheiten für sechs Millionen Menschen; Kopenhagen ist eine Zeile. Segregation innerhalb einer Kommune — der eigentliche Gegenstand des dänischen Segregationsdiskurses — kann diese Rechnung nicht sehen. Ein feineres Raster könnte mehr erklären.
Was diesen Befund kippen würde: eine Kreuzung Herkunft × Kommune × Deliktart. Zeigte sie, dass der ausländische Gewaltüberschuss sich in Kommunen mit hoher dänischer Gewaltrate ballt, dann erklärt der Wohnort bei Gewalt sehr wohl etwas — und dieser Text gälte ausdrücklich nur für die Alle-Delikte-Metrik. Diese Kreuzung gibt es in der dänischen StatBank nicht; sie wäre eine Sonderauswertung.
Die Summe unserer 99 Kommunenzähler ergibt 26.459 Schuldsprüche bei dänischer und 10.933 bei ausländischer Herkunft. Eine andere Tabelle ohne Regionalachse, STRAFNA9, führt exakt dieselben Werte — vier von vier Zellen ohne Abweichung, bei den Frauen ebenso. Die Nenner summieren sich exakt auf den Wert für ganz Dänemark, und die Standardisierung deckt 100,00 Prozent der Bevölkerung ab; keine Kommune fällt heraus. Der Befund steht also nicht auf einer Rechnung, die man uns glauben muss.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Bindend, vier Teile — die ersten beiden stammen wörtlich aus dem Record.
- DELIKTUMFANG: Diese Zahl ist auf alle Delikte gerechnet, darin 67,5 Prozent Verkehrsdelikte. Sie darf weder als Aussage über Gewalt gelesen noch neben eine Gewaltzahl gestellt werden. Der Satz »der Wohnort erklärt nichts« steht nie ohne den Zusatz »auf dieser Metrik«.
- GRUPPIERUNG: Das Verhältnis 1,61/1,62 vergleicht »ausländische Herkunft« als einen Topf gegen dänische Herkunft. Es ist nicht mit dem Generationenwert 2,79 aus order 70 vergleichbar. Stehen beide Zahlen auf einer Seite, muss der Unterschied der Gruppierung danebenstehen — das tut er in diesem Text im Abschnitt »Was diese Zahl nicht ist«.
- Die Quartile sind nach dem Ausländeranteil sortiert, nicht nach Einwohnerzahl. »Q4« heißt »hoher Ausländeranteil«, nicht »Großstadt«: In Q4 liegen neben Kopenhagen und Aarhus auch Vorstadtkommunen wie Ishøj und Brøndby.
- Die Richtung der Korrektur ist die Pointe und darf nicht weggerundet werden: Der Wohnort erklärt nicht »fast nichts«, sondern minus 1,65 Prozent — standardisiert ist der Abstand größer als roh. Wer daraus »kein Effekt« macht, verliert die Information, dass der Effekt in die andere Richtung zeigt.
Das Band unter jeder Rate
Die dänische Tabelle rundet auf das nächste Ganze — damit liegt der wahre Wert um jede gedruckte Rate herum und nicht darüber, und das ist seit heute gemessen statt angenommen
Jede Rate in den dänischen Kriminalitätstabellen steht auf einer ganzen Zahl: 108 Gewaltverurteilungen je 1.000 Männer des Jahrgangs 1982, nicht 108,3 und nicht 107,6. Die Tabelle sagt nicht, wie sie dorthin gekommen ist. Das klingt nach einer Fußnote und ist keine, denn von dieser einen Auskunft hängt ab, wo der wahre Wert liegt: Bei Rundung auf das nächste Ganze liegt er um die gedruckte Zahl herum, höchstens eine halbe Einheit nach jeder Seite. Wird abgeschnitten, liegt er über ihr — dann ist die gedruckte Zahl keine Mitte, sondern eine Untergrenze.
Wir haben bis heute das Erste angenommen. Seit heute ist es gemessen.
Der Beweis kostet keine neue Quelle, sondern nutzt aus, dass dieselbe Tabelle dieselbe Größe zweimal druckt: einmal je Lebensjahr, einmal aufsummiert. Vor dem Runden ist die aufsummierte Reihe exakt die Summe der einzelnen. Nach dem Runden nicht mehr — und die Abweichung verrät die Regel. Beim Abschneiden kann sie nur 0 oder +1 sein, das erzwingt die Arithmetik. Bei Rundung auf das nächste Ganze kann sie auch −1 sein. Über 5.940 Alterspaare geprüft, tritt die −1 739-mal auf. Das ist keine Quote, an der man etwas abliest: Ein einziger Fall hätte genügt, denn beim Abschneiden ist er unmöglich. Weil die gedruckte 0 in dieser Tabelle zweierlei bedeuten kann — echte Null oder gesperrte Zelle —, zählt vor allem, dass 626 dieser Fälle in Zellen liegen, in denen keine Sperrung möglich ist. Das Urteil hängt nicht an den mehrdeutigen Zellen.
Was ändert sich am Leser? Kein Punktwert. Der Wiederholungsfaktor von 1,6095, den wir gestern gedruckt haben, bleibt 1,6095. Was sich ändert, ist die Auskunft darüber, was er aushält: Sein Band ist 1,6021 bis 1,6170 — die gedruckte Zahl steht mittig darin. Beim Abschneiden wäre dasselbe Band gleich breit, läge aber 0,0075 höher, und der gedruckte Wert wäre seine untere Kante.
Die Bauform ist nicht unsere. Sie kommt vom verifikateur, der zwei Tage vorher dieselbe Frage an der deutschen Fünferrundung entschieden hat — mit 7.902 Zeugenpaaren. Das ist seine Zahl, sein Bestand; wir zitieren sie und haben sie nicht nachgerechnet.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Bindend, vier Teile, alle vier wörtlich aus `extra.darstellungsauflage` des Records.
- Die 739 ist KEINE Häufigkeitsaussage. Die Regel entscheidet sich am VORKOMMEN eines Vorzeichens, nicht an seinem Anteil — ein einziger Fall hätte gereicht. Jede Darstellung, die »739 von 5.940« als Quote zeigt (Balken, Prozent, »in 12 Prozent der Fälle«), sagt etwas Falsches über die Beweisform.
- Jede Nennung der 739 nennt die 626 dazu, und den Grund: Die gedruckte 0 ist in dieser Tabelle mehrdeutig (`suppressedDataValue`), 626 der 739 Fälle liegen in Zellen, in denen sie keine Sperrung sein kann. Ohne die zweite Zahl könnte das Urteil auf den mehrdeutigen Zellen hängen — es tut es nicht, und das ist der ganze Sinn der zweiten Zahl.
- »STRAFFO3 rundet« NIE ohne die Tabelle. Für STRAF44, STRAFNA9 und die FOLK-Tabellen ist die Regel nicht gemessen. Kein Satz über »dänische Statistiken« im Plural.
- Der Punktwert ist von der Regel unberührt. Wer schreibt »unser Band war richtig«, schreibt dazu, dass nur das Band daran hing.
Dänemarks Gewaltkarte ist fast flach
Dänemarks Kriminalitätskarte ist zu zwei Dritteln eine Karte des Autofahrens: Zwischen dem ländlichsten und dem städtischsten Viertel des Landes liegen beim Strafgesetzbuch 45 Prozent, bei der Gewalt 6 — und beim Verkehr liegt das Land 11 Prozent über der Stadt
Der vorige Text endet mit einem Befund, der gegen jede Intuition läuft: Junge Männer dänischer Herkunft werden in Kommunen mit hohem Ausländeranteil seltener verurteilt als auf dem Land — 3.581 je 100.000 in Kopenhagen gegen 7.139 im ländlichsten Kommunenviertel. Solange dafür kein Mechanismus danebensteht, ist das eine Kuriosität. Hier ist er, gemessen.
Alle 99 Kommunen nach demselben Merkmal sortiert wie im vorigen Text — dem Ausländeranteil ihrer 15- bis 29-jährigen Männer — und in vier bevölkerungsgleiche Gruppen geteilt. Diesmal aber nicht nach Herkunft getrennt, sondern nach Deliktart. Alle Altersgruppen, alle Herkünfte, Verurteilte je 100.000 Einwohner, 2025:
| Deliktumfang | Q1 (12,2 % Ausl.) | Q2 | Q3 | Q4 (30,8 % Ausl.) | Q4 zu Q1 |
|---|---|---|---|---|---|
| alle Entscheidungen | 2.691 | 2.687 | 2.564 | 2.635 | 0,98 |
| Strafgesetzbuch | 333 | 393 | 394 | 484 | 1,45 |
| davon Gewaltdelikte | 97 | 99 | 98 | 103 | 1,065 |
| Verkehrsdelikte | 1.892 | 1.824 | 1.749 | 1.681 | 0,89 |
| Sondergesetze | 612 | 639 | 590 | 670 | 1,10 |
Zwei Zeilen laufen gegeneinander. Die Strafgesetzbuchrate steigt vom ländlichsten zum städtischsten Viertel um 45 Prozent. Die Verkehrsrate fällt um 11 Prozent. Und weil Verkehrsdelikte 67,5 Prozent aller dänischen Schuldsprüche stellen, wiegt ihr ländlicher Aufschlag den städtischen Aufschlag beim Strafgesetzbuch fast genau auf: Die Zeile »alle Entscheidungen« steht mit 0,98 praktisch still.
Damit ist der Befund aus dem vorigen Text erklärt. Dänemarks Kriminalitätskarte auf der Alle-Delikte-Metrik ist zu zwei Dritteln eine Karte des Autofahrens, und Autofahren ist ländlich — mehr Fahrleistung, mehr Führerscheinbesitz, andere Kontrolldichte. Deshalb kann eine Wohnortstandardisierung auf dieser Metrik nichts erklären: Es gibt auf ihr keinen städtischen Aufschlag, den sie herausrechnen könnte.
Sie liegt nicht beim Verkehr, sondern bei der Gewalt. Zwischen dem ländlichsten und dem städtischsten Viertel Dänemarks liegen bei Gewaltdelikten sechs Prozent — 97 gegen 103 je 100.000. Kopenhagen kommt auf 93 und liegt damit unter dem Landeswert von 99. Zum Vergleich: Læsø, Dänemarks einwohnerärmste Kommune, hat 2025 keinen einzigen Gewaltschuldspruch; Ishøj, eine Vorstadtkommune mit dem höchsten Ausländeranteil des Landes, kommt auf 139.
Nachtrag vom 17. September 2026, zwei Wörter dieses Textes genauer: Die 99 Gebiete, die Danmarks Statistik auf Kommunalebene führt und die hier »99 Kommunen« heißen, sind 98 Kommunen und Christiansø, eine Insel mit 90 Einwohnern, die nach der Klassifikation der Behörde keine Kommune ist, sondern vom Verteidigungsministerium verwaltet wird; Læsø hat 1.719 Einwohner und ist die kleinste der 98. Und »Ausländeranteil« heißt in diesem Text durchgehend Anteil der Einwohner nicht dänischer Herkunft, Einwanderer und ihre in Dänemark geborenen Kinder, nicht Anteil ausländischer Staatsangehöriger; Ishøj liegt mit 48,3 Prozent aller Einwohner und 55,2 Prozent der 15- bis 29-jährigen Männer auf beiden Achsen vorn, vor Brøndby und Høje-Taastrup.
Die Streuung zwischen einzelnen Kommunen ist also erheblich. Die systematische Steigung entlang der Achse ist es nicht. Dieselbe Rangfolge kommt heraus, wenn man sie ohne Quartilsbildung prüft: Die bevölkerungsgewichtete Korrelation zwischen dem Ausländeranteil einer Kommune und ihrer Deliktrate beträgt beim Strafgesetzbuch +0,58, bei den Sondergesetzen +0,28, bei Gewalt +0,20, über alle Entscheidungen +0,19 und beim Verkehr +0,02. Die Tabelle setzt die Reihenfolge nicht voraus, sie findet sie.
Für ein deutsches Publikum ist das der wichtigere Satz dieses Textes: Die Intuition »Stadt gleich Gewalt« ist für Dänemark schlecht kalibriert. Wer sie mitbringt, liest in die Alle-Delikte-Karte einen Stadteffekt hinein, den es dort nicht gibt — und übersieht, dass die sichtbare Struktur vom Straßenverkehr kommt.
Erstens: keine Herkunftsachse. Diese Zahlen mischen alle Herkünfte. Sie können nicht sagen, wie hoch die Gewaltrate dänischstämmiger Menschen in Q4 ist — nur, wie hoch sie für alle dort Wohnenden zusammen ist. Wer daraus eine Gruppenaussage macht, macht sie ohne Daten. Die Kreuzung Herkunft × Kommune × Deliktart existiert in der dänischen StatBank nicht.
Zweitens: keine Altersachse. Alle Altersgruppen zusammen. Ein Teil des Stadt-Land-Unterschieds ist Altersstruktur — Studienstädte sind jung —, und das wirkt bei Gewalt stärker als beim Verkehr. Diese sechs Prozent sind roh. Was sie nach einer Alterskorrektur wären, wissen wir nicht: STRAFNA7 hat keine Altersachse, und die Tabelle, die eine hätte, führt statt der Kommune den Polizeibezirk.
Drittens: die Deliktklassen sind keine Zerlegung. Strafgesetzbuch, Verkehr und Sondergesetze summieren sich landesweit auf 2.813 je 100.000 gegen 2.644 für »alle Entscheidungen«. Wer in einem Jahr wegen zweier Deliktarten schuldig gesprochen wird, steht in beiden Zeilen. Die Zeilen dürfen nicht addiert und ihre Anteile nicht als Torte gezeichnet werden.
Viertens: Q4 ist nicht Großstadt. Sortiert ist nach dem Ausländeranteil, nicht nach Einwohnerdichte — absichtlich, damit dieser Text und der vorige auf derselben Achse liegen. In Q4 stehen neben Kopenhagen und Aarhus auch Ishøj und Brøndby.
Was diesen Befund kippen würde: eine Altersstandardisierung der Gewaltrate über die Kommunen. Sind die Kommunen in Q4 deutlich jünger als die in Q1, könnte die fast flache Gewaltkarte das Ergebnis zweier gegenläufiger Effekte sein — mehr junge Menschen bei niedrigerer altersspezifischer Rate. Als rohe Karte ist der Befund belastbar; als bereinigte Aussage über alle Deliktarten ist er nicht gedeckt, und wir behaupten sie nicht.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Bindend, vier Teile — die ersten drei stammen wörtlich aus dem Record.
- keine Herkunftsachse. Diese Zahlen mischen alle Herkünfte. Kein Satz, keine Bildunterschrift und keine Farbe darf suggerieren, es handle sich um die Gewaltrate einer Herkunftsgruppe. Sie sagen, wie hoch die Rate für alle dort Wohnenden ist — mehr nicht.
- die fünf Deliktumfänge überlappen und dürfen nicht addiert und nicht als Anteile eines Ganzen gezeichnet werden (keine Torte, kein gestapelter Balken): Wer in einem Jahr wegen zweier Deliktarten schuldig gesprochen wird, steht in beiden Zeilen.
- die 6 Prozent sind roh, nicht altersbereinigt. Das Wort »altersbereinigt« darf an dieser Zahl in keiner Beschriftung stehen. Ein Teil des Stadt-Land-Unterschieds ist Altersstruktur, und der Record kann ihn nicht herausrechnen.
- »Q4« heißt »hoher Ausländeranteil«, nicht »Großstadt«. Die Sortierachse ist absichtlich dieselbe wie in order 62, damit beide Texte auf einer Achse liegen — sie ist aber keine Urbanitätsachse, auch wenn sie stark mit ihr korreliert. In Q4 liegen neben Kopenhagen und Aarhus auch Ishøj und Brøndby.
Nicht das Wohnen hat sich bewegt
2015 erklärte der Wohnort noch ein Zehntel des dänischen Abstands, heute nichts — und der Grund ist nicht, dass beide Gruppen inzwischen ähnlicher wohnen: Der Segregationsindex steht seit zehn Jahren still, bewegt hat sich die Vergleichsgruppe
Ja. 2015 hat dieselbe Rechnung, die 2025 nichts findet, noch 10,65 Prozent des Überschusses junger Männer ausländischer Herkunft wegerklärt; bei den Frauen 9,44 Prozent. Zehn Jahre später sind daraus −1,65 Prozent geworden, und bei den Frauen praktisch null — dem Betrag nach unter 0,03 Prozent. Ein solcher Sprung hat zwei mögliche Ursachen, und sie führen zu entgegengesetzten Geschichten:
Entweder haben sich die Wohnorte angeglichen — die Gruppen wohnen heute ähnlicher, also gibt es weniger wegzustandardisieren. Oder die Raten haben sich verschoben — die Kommunen, in denen die eine Gruppe wohnt, sind für die andere Gruppe nicht mehr die teuren.
Beides ist messbar, und beides ist gemessen worden, statt sich eine der Erzählungen auszusuchen.
Der Dissimilaritätsindex beantwortet die Frage: Welcher Anteil einer Gruppe müsste umziehen, damit beide Gruppen über die Kommunen gleich verteilt sind? Null hieße identisch verteilt, eins vollständig getrennt.
| Dissimilaritätsindex, 15- bis 29-Jährige, 99 Kommunen | 2015 | 2025 |
|---|---|---|
| Männer | 0,1781 | 0,1847 |
| Frauen | 0,1962 | 0,1900 |
Bei den Männern ist er nicht gefallen, sondern minimal gestiegen: 18,5 Prozent der jungen Männer ausländischer Herkunft müssten heute die Kommune wechseln, um die dänische Verteilung zu erreichen — 2015 waren es 17,8. Bei den Frauen dasselbe Bild in der Gegenrichtung, ebenso klein. In zehn Jahren hat sich am groben Wohnmuster praktisch nichts bewegt.
Die Rate der dänischstämmigen jungen Männer ist zwischen 2015 und 2025 in allen vier Kommunenquartilen gefallen — aber sehr ungleich. Alle Deliktarten, je 100.000:
| Quartil (aufsteigend nach Ausländeranteil) | dänische Rate 2015 | dänische Rate 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Q1 | 7.649 | 7.146 | −6,6 % |
| Q2 | 7.832 | 6.508 | −16,9 % |
| Q3 | 5.938 | 4.725 | −20,4 % |
| Q4 | 5.970 | 4.400 | −26,3 % |
Der Vorsprung der Vergleichsgruppe in der Stadt hat sich in zehn Jahren also stark vergrößert. Genau das nimmt der Standardisierung ihre Wirkung: Wo die eine Gruppe wohnt, ist die andere inzwischen besonders unauffällig — und dann ist am Wohnort nichts mehr gutzuschreiben.
Das ist die unbequeme Hälfte des Befunds aus order 62. Der Wohnort erklärt den Abstand nicht, aber nicht deshalb, weil Ort und Kriminalität nichts miteinander zu tun hätten. Sondern weil zwei Bewegungen sich gegenseitig aufheben.
Der wachsende Abstand ist zu einem messbaren Teil eine Bewegung der Referenz, nicht der untersuchten Gruppe. Bei den Männern sind zwischen 2015 und 2025 beide Raten gefallen: die ausländische von 10.359 auf 9.198 je 100.000 (−11,2 Prozent), die dänische von 6.890 auf 5.726 (−16,9 Prozent). Das Verhältnis wächst von 1,50 auf 1,61, obwohl beide Gruppen seltener verurteilt werden als vor zehn Jahren. Die Vergleichsgruppe ist einfach schneller besser geworden.
Das ist derselbe Mechanismus wie in der Konvergenzrechnung weiter oben in diesem Block, hier aber mit dem Wohnort als Achse.
Und das ist kein Vorbehalt, sondern ein zweiter Befund. Bei den Frauen zwischen 15 und 29 fällt nur die dänische Rate — von 1.655 auf 1.396 je 100.000, also um 15,6 Prozent. Die Rate der Frauen ausländischer Herkunft steigt im selben Zeitraum von 2.037 auf 2.298, um 12,8 Prozent. Ihr Abstand wächst deshalb aus beiden Richtungen zugleich: von 1,23 auf 1,65, und damit stärker als bei den Männern.
Der Satz »beide Gruppen sind besser geworden, die Vergleichsgruppe nur schneller« ist für Männer wahr und für Frauen falsch. Er darf nicht über beide Geschlechter gezogen werden — es ist genau die Sorte Satz, die man versehentlich verallgemeinert, weil er in der einen Hälfte so gut trägt.
Erstens: alle Deliktarten. Jede Rate hier enthält die zwei Drittel Verkehrsdelikte. Dass die dänische Rate auf dem Land so viel langsamer gefallen ist als in der Stadt, ist deshalb sehr wahrscheinlich zu einem großen Teil ein Verkehrsbefund — Führerscheinbesitz, Fahrleistung, Kontrolldichte. Für Gewalt lässt sich diese Zerlegung nicht nachfahren; die Kreuzung Herkunft × Kommune × Deliktart gibt es in der dänischen Statistik nicht.
Zweitens: Kommune ist die grobe Ebene. Der Index kann konstant bleiben, während sich die Segregation innerhalb der Kommunen verändert. Der dänische Segregationsdiskurs handelt von Wohngebieten; Dänemark führt dazu eine eigene amtliche Liste, die nicht in der StatBank steht und nicht Teil dieser Rechnung ist. Dieser Text widerlegt keine Aussage über Wohngebiete.
Drittens: zwei Herkunftsklassen und ein kurzer Horizont. STRAFNA6 kennt nur »dänisch« und »ausländisch«. Und 2015 ist der frühestmögliche Vergleichspunkt mit vertretbarem Aufwand, weil die Nennertabelle dort beginnt.
Was diesen Befund kippen würde: ein feineres Wohnraster. Ist die Segregation auf Ebene der Wohngebiete stark gestiegen, während sie auf Kommunenebene stillstand, misst dieser Index die falsche Ebene — und der Satz »das Wohnen hat sich nicht bewegt« wäre nur für Kommunen wahr.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Bindend, vier Teile — sie stammen aus dem Record, der vierte ist der, an dem am meisten hängt.
- DELIKTUMFANG: Alle Raten hier sind auf alle Delikte gerechnet, darin 67,5 Prozent Verkehrsdelikte. Sie dürfen weder als Gewaltaussage gelesen noch neben eine Gewaltzahl gestellt werden. Der ungleiche Rückgang der dänischen Rate zwischen Land und Stadt ist sehr wahrscheinlich zu einem großen Teil ein Verkehrsbefund; für Gewalt lässt sich die Zerlegung mit dänischen Daten nicht nachfahren.
- EBENE: »Die Segregation hat sich nicht verändert« gilt für die Kommunenebene. Der Satz darf ohne diesen Zusatz nicht stehen, weil der dänische Segregationsbegriff Wohngebiete meint, nicht Kommunen. Dieser Text widerlegt keine Aussage über Wohngebiete.
- Männer und Frauen dürfen hier nicht zu einer Aussage zusammengezogen werden. Bei den Männern fallen beide Raten, bei den Frauen steigt die ausländische.
- Daraus folgt eine ausdrückliche Sperre für einen Satz, den dieses Issue an anderer Stelle führt: »Beide Gruppen sind besser geworden, die Vergleichsgruppe schneller« ist für Männer wahr und für Frauen falsch. Er darf in keiner Bildunterschrift, keiner Zusammenfassung und keinem Anriss über beide Geschlechter gezogen werden.
Der Nenner ist um zwei Drittel gefallen
Jede Zahl dieses Issues ist ein Verhältnis — und der Nenner hat sich in einer Generation um zwei Drittel bewegt: Bei 19-jährigen Männern in Dänemark fielen die Strafgesetzbuch-Entscheidungen von 4.990 auf 1.760 je 100.000, während die angezeigte Gewalt im Land um 82,6 bis 98,0 Prozent stieg, je nach Endjahr
Dieses Issue rechnet in Verhältnissen: die Rate einer Herkunftsgruppe geteilt durch die Rate der dänischstämmigen Vergleichsgruppe. 1,3-mal so hoch, 2,8-mal so hoch — solche Sätze. Ein Verhältnis kann auf zwei Wegen wachsen. Der Zähler steigt. Oder der Nenner fällt.
Der Nenner ist gefallen, und zwar erheblich. Junge dänische Männer bekommen heute etwa ein Drittel so viele Strafgesetzbuch-Entscheidungen wie im Jahr 2000.
| Strafgesetzbuch-Entscheidungen je 100.000 gleichaltriger Männer, Dänemark gesamt (alle Herkünfte) | 2000 | 2015 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Alter 15 | 2.622 | 1.079 | 912 | −65,2 % |
| Alter 16 | 4.841 | 2.275 | 1.892 | −60,9 % |
| Alter 19 | 4.990 | 2.976 | 1.760 | −64,7 % |
| Alter 25 bis 29 | 2.501 | 2.004 | 1.666 | −33,4 % |
Gezählt sind Entscheidungen, nicht Personen — wer in einem Jahr dreimal verurteilt wird, steht dreimal in der Tabelle.
Die letzte Zeile ist die wichtigste. Der Rückgang ist bei den fast Dreißigjährigen nur halb so groß wie bei den Fünfzehnjährigen. Das ist also kein allgemein milderes Land und keine allgemein zurückhaltendere Justiz, sondern ein Jugendphänomen: Je jünger die Gruppe, desto größer der Fall.
Der naheliegendste Einwand gegen die Tabelle oben lautet: Vielleicht wird nur weniger angeklagt. Dagegen hilft ein Register, das vor der Staatsanwaltschaft entsteht — die Anzeigen. Sie entstehen bei Opfern und bei der Polizei.
| Angezeigte Straftaten, ganz Dänemark, absolut (ohne Altersachse) | 2001 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Strafgesetzbuch insgesamt | 473.290 | 327.755 | −30,7 % |
| davon Gewalt | 15.781 | 31.245 | +98,0 % |
| dieselbe Reihe, ein Jahr früher geschnitten | 15.781 | 28.809 (2024) | +82,6 % |
Die erste Zeile stützt die Richtung — schwächer, aber sie stützt sie. Die zweite läuft dagegen. Die angezeigte Gewalt ist um 82,6 bis 98,0 Prozent gestiegen, während die Entscheidungen um zwei Drittel fielen. Beide Sätze stehen in denselben amtlichen Tabellen, und beide sind wahr.
Warum eine Spanne und keine Zahl? Weil die Reihe an ihrem Rand nicht ruhig ist. Rechnet man bis 2025, sind es 98,0 Prozent; rechnet man ein Jahr weniger weit, 82,6. Ein Sechstel des Anstiegs hängt damit an einem einzigen Jahr — und wer nur die größere Zahl zeigt, verkauft eine Wahl des Endjahres als Eigenschaft der Reihe.
Der Anstieg verteilt sich auch nicht über die 25 Jahre. Von den 15.464 zusätzlichen Anzeigen entstehen 11.018 in den vier Jahren 2015 bis 2019 — 71,2 Prozent des gesamten Anstiegs in einem Sechstel der Zeit. Und der höchste Wert der Reihe steht nicht am Ende: Er liegt 2022 bei 31.374, und 2025 liegt mit 31.245 um 0,41 Prozent darunter.
Ein Teil dieses Anstiegs ist belegbar keine neue Gewalt, sondern eine neue Zeile: Drohungen stiegen bei männlichen Opfern von 1.637 auf 3.397 (+107,5 Prozent), und die Kategorie »psychische Gewalt« gab es 2001 noch nicht — sie ist 2019 neu und zählt 2025 bereits 283 männliche Opfer. Wie groß dieser Teil insgesamt ist, sagen die Tabellen nicht.
Steigt die angezeigte Gewalt um 83 bis 98 Prozent, müsste die Zahl der Opfer mitwachsen. Also haben wir die Opfer gezählt — junge Männer, je 100.000 gleichaltriger Männer:
| Männliche Opfer registrierter Gewalt je 100.000 | 2001 | 2015 | 2019 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|
| Alter 15 bis 19 | 1.343 | 758 | 1.228 | 1.143 | −14,9 % |
| Alter 20 bis 24 | 1.074 | 780 | 971 | 870 | −19,0 % |
| darunter Körperverletzung, Alter 15 bis 19 | 123 | 89 | 148 | 163 | +33,1 % |
Der Anstieg der Anzeigen ist also kein Anstieg der jungen Opfer; deren Zahl ist gefallen. Aber die dritte Zeile ist die ehrliche Einschränkung dazu: Ausgerechnet die Körperverletzung — der handgreifliche Kern des Begriffs — ist bei den 15- bis 19-Jährigen um ein Drittel gestiegen.
Und zwei Einschränkungen gehören daneben, sonst trägt der Satz nicht.
Die Reihe ist keine Gerade. Sie hat ihre Talsohle 2015 und steigt seither wieder um 50,7 Prozent. »Seit 2001 um ein Siebtel gefallen« und »seit 2015 um die Hälfte gestiegen« sind beide wahr; welcher Satz gesagt wird, entscheidet allein das Fenster.
Der Rückgang hat eine Altersgrenze, und sie liegt bei 25. Bei den 25- bis 29-jährigen männlichen Gewaltopfern gibt es ihn nicht: Ihre Rate liegt 2025 um 7,8 Prozent über der von 2001 (mit Endpunkt 2024: 11,3 Prozent) und hat über die ganzen 25 Jahre keine Richtung (Spearman +0,149, p 0,47). Die zwei Bänder in der Tabelle sind die beiden, die fallen — das dritte fällt nicht, und es gehört hierher.
| Was gemessen wird | Veränderung |
|---|---|
| Strafgesetzbuch-Entscheidungen, 19-jährige Männer, je 100.000 | −64,7 % |
| Strafgesetzbuch-Anzeigen, ganz Dänemark, ohne Altersachse | −30,7 % |
| Junge männliche Gewaltopfer, je 100.000 | −14,9 % |
| Gewaltanzeigen, ganz Dänemark, bis 2025 | +98,0 % |
| dieselben, bis 2024 | +82,6 % |
Drei der fünf Zeilen zeigen nach unten, zwei nach oben — und die zwei sind dieselbe Reihe mit zwei Endjahren. Die Spanne der drei fallenden reicht von einem Siebtel bis zu zwei Dritteln. Das ist kein Widerspruch im Sinne eines Fehlers: Die Register messen drei verschiedene Dinge — was verfolgt wird, was angezeigt wird, wer geschädigt wird. Sie müssen nicht dieselbe Zahl liefern.
Was alle drei tragen, ist der schwächere und immer noch große Satz: Der Rückgang ist real, er ist bei den Jungen am stärksten, und seine Größe hängt davon ab, welches Register man liest. Wer eine dieser Zahlen allein zeigt, erzählt eine andere Geschichte als die Daten.
Der wachsende Abstand zwischen den Herkunftsgruppen, der in den Texten davor und danach steht, ist zu einem erheblichen Teil diese Bewegung des Nenners. Das macht ihn nicht kleiner und nicht unecht — ein Verhältnis, dessen Nenner fällt, ist genauso real wie eines, dessen Zähler steigt. Aber es ändert den Satz, den man darüber sagen darf. »Die eine Gruppe wird auffälliger« ist nicht dasselbe wie »die Vergleichsgruppe wird unauffälliger«, und über 25 Jahre ist Letzteres belegt.
Eine Zahl zeigt das besonders scharf. Bei denselben 19-jährigen Männern steigt die Reihe über alle Deliktarten im selben Zeitraum um 9,6 Prozent (13.101 auf 14.362 je 100.000) — während die Strafgesetzbuchreihe um 64,7 Prozent fällt. Verkehrs- und Sondergesetzsachen überdecken den Rückgang vollständig. Wer nicht sagt, welchen Deliktumfang er meint, kann mit denselben Registern das Gegenteil behaupten.
Erstens: Entscheidungen, nicht Personen. Wäre die Zahl der Entscheidungen je verurteilter Person zwischen 2000 und 2025 stark gefallen, dann wäre ein Teil der −64,7 Prozent eine Änderung der Bündelung und kein Rückgang von Menschen. Das ist nicht geprüft, und es ist der Hauptgrund, warum dieser Befund mit 0,84 und nicht höher geführt wird.
Zweitens: alle Herkünfte. Diese Zahlen sind Dänemark gesamt. Die dänischstämmige Gruppe stellt im Altersfenster rund 85 Prozent und dominiert die Reihe deshalb, ist aber nicht mit ihr identisch.
Drittens: Deliktdefinitionen halten 25 Jahre nicht still. Die psychische Gewalt ist der belegte Fall; weitere sind wahrscheinlich, aber nicht gemessen.
Viertens: Opfer und Täter sind nicht dieselben Menschen. Die beiden Populationen überlappen stark, sie sind aber nicht gleich, und die Register verbinden sie nicht.
Was diesen Befund kippen würde: ein Vergleich der Personenzahlen mit den Entscheidungszahlen über dieselbe Zeitachse. Zeigte er, dass die Zahl der Entscheidungen je Person deutlich gefallen ist, wäre ein Teil des Rückgangs eine Zählweise. Diese Prüfung ist möglich und steht als nächster Posten an.
Eine Ursache steht hier nicht. Warum die dänische Jugendkriminalität gefallen ist, sagt keine dieser drei Tabellen — und wir setzen keine dazu.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Bindend, fünf Teile — die ersten drei stammen wörtlich aus dem Record.
- die Zahl −64,7 % darf in keiner Darstellung ohne den Deliktumfang »Strafgesetzbuch« und ohne die Einheit »Entscheidungen, nicht Personen« stehen, beides im selben Blickfeld wie die Zahl. Sie darf nicht als »Jugendkriminalität« ohne Register-Angabe beschriftet werden.
- die −64,7 % und die Anzeigenreihe dürfen nicht getrennt Reisen. Wer den Rückgang der Entscheidungen zeigt, zeigt den Anstieg der Gewaltanzeigen im selben Bild oder im selben Absatz. Ein Anriss, eine Bildunterschrift oder eine Zusammenfassung, die nur eine der beiden Zahlen führt, ist unzulässig — auch dann, wenn sie sachlich stimmt. (2a) NEU 2026-09-25, aus dem Record 2026-09-25-dk-die-verdopplung-der-gewaltanzeigen- haengt-am-jahr-2025, drei Teile und alle drei bindend: Die +98,0 % stehen nie ohne die +82,6 % mit Endpunkt 2024 daneben. Kein Satz über den Anstieg ohne seinen ORT — 71,2 % davon (11.018 von 15.464 zusätzlichen Anzeigen) entstehen in den vier Jahren 2015 bis 2019. Und 2025 ist NICHT der Höchststand der Reihe: das ist 31.374 im Jahr 2022. (2b) Das Wort »verdoppelt« ist für diese Reihe gesperrt (W57). Bei +82,6 % ist es falsch, und welche der beiden Zahlen gilt, entscheidet allein das Endjahr. (2c) Die Körperverletzungsopfer 20–24 werden hier gar nicht gezeigt: +7,8 % mit Endpunkt 2025 gegen −16,2 % mit 2024 ist ein Vorzeichenwechsel an einem einzigen Jahr. Die in der Tabelle gezeigte Reihe 20–24 ist die der GEWALTopfer insgesamt (−19,0 %), nicht die der Körperverletzung — die beiden dürfen nicht verwechselt werden.
- die −14,9 % der jungen männlichen Gewaltopfer stehen nie ohne die +33,1 % der Körperverletzung derselben Altersgruppe. Das Opferregister trägt seine eigene Gegenbewegung, und sie gehört dazu.
- keine Herkunftsachse. Alle Zahlen hier sind Dänemark gesamt über alle Herkünfte. Sie dürfen in keiner Figur und keiner Farbe als Zahlen der dänischstämmigen Gruppe allein beschriftet werden — diese stellt im Fenster rund 85 Prozent und dominiert die Reihe, ist aber nicht mit ihr identisch.
- keine Ursache. Weder Text noch Bild noch Bildunterschrift dürfen einen Grund für den Rückgang nennen oder nahelegen. Er steht in keiner dieser drei Tabellen.
Zwei Generationen laufen auseinander
Zwei Gruppen, die im Alltag beide »Einwanderer« heißen, laufen seit 18 Jahren in entgegengesetzte Richtungen: Die Eingewanderten sind der dänischen Rate so nah wie nie, ihre in Dänemark geborenen Kinder so fern wie fast nie
Wer fragt »sind Einwanderer krimineller?«, meint meistens eine Gruppe. Dänemarks Register kennen zwei, und sie bewegen sich gegeneinander.
Männer zwischen 15 und 29, Berichtsjahr 2025, Schuldsprüche je 100.000 Männer derselben Gruppe — alle Deliktarten:
| Gruppe (Männer 15–29, Dänemark 2025) | Fälle | Männer in der Gruppe | je 100.000 |
|---|---|---|---|
| Dänische Herkunft | 26.459 | 462.124 | 5.726 |
| Westliche Einwanderer | 1.740 | 37.036 | 4.698 |
| In Dänemark geborene westliche Nachkommen | 262 | 3.578 | 7.324 |
| Nicht-westliche Einwanderer | 3.141 | 41.941 | 7.489 |
| In Dänemark geborene nicht-westliche Nachkommen | 5.790 | 36.310 | 15.946 |
Die in Dänemark Geborenen liegen 2,1-mal so hoch wie die Eingewanderten. Nicht ein bisschen höher — mehr als doppelt so hoch, und zwar in allen drei Altersgruppen, die die Tabelle kennt: 2,13 bei den 15- bis 29-Jährigen, 2,10 bei den 30- bis 49-Jährigen, 2,09 bei den 50- bis 79-Jährigen. Der letzte Wert steht auf 1.010 Männern und 130 Fällen, und sein 95-Prozent-Intervall reicht von 10.754 bis 15.284 je 100.000; er stützt die beiden anderen, tragen muss er nicht.
Zwei Zeilen dieser Tabelle werden leicht überlesen und gehören zum Befund: Die westlichen Einwanderer liegen unter der dänischen Rate — sie sind die niedrigste Gruppe der Tabelle. Und ihre in Dänemark geborenen Kinder liegen darüber, fast genau auf der Rate der nicht-westlichen Einwanderer. Die Stufe zwischen den Generationen gibt es also auch dort, wo niemand sie sucht. Was das bedeutet, steht in einem eigenen Text weiter unten in diesem Block.
»Die Nachkommen sind jünger.« Das ist fast immer die richtige Frage, und sie hat hier zwei verschiedene Antworten, je nachdem, ob man auf das Jahr 2025 schaut oder auf die Reihe.
Für 2025 greift der Einwand nicht. Der Vergleich läuft innerhalb desselben Altersfensters und desselben Geschlechts. Und innerhalb von 15 bis 29 ist das Durchschnittsalter fast identisch: 22,14 Jahre bei den nicht-westlichen Nachkommen, 22,04 bei dänischer Herkunft. Ein Abstand vom Faktor 2,8 entsteht nicht aus 0,1 Jahren.
Für den Zeitverlauf greift er zum Teil — und das haben wir zunächst übersehen. 2008 war das Durchschnittsalter der Nachkommen im Fenster nicht 22,14, sondern 19,99 Jahre, die dänische Referenz lag bei 21,73. Die Gruppe war am Reihenanfang also fast zwei Jahre jünger als die Vergleichsgruppe und ist seither in ihr eigenes Altersfenster hineingewachsen; 2024 hat der Altersabstand das Vorzeichen gewechselt. Das ist erheblich, weil die Straffälligkeit innerhalb von 15 bis 29 steil mit dem Alter steigt: In der nationalen Männerkurve 2025 stehen — über alle Deliktarten gezählt — 3.469 Entscheidungen je 100.000 bei den 15-Jährigen gegen 15.539 bei den 19-Jährigen. Eine Gruppe, die altert, steigt in dieser Statistik, ohne ihr Verhalten zu ändern.
Jede der beiden Gruppen im Verhältnis zur dänischstämmigen Rate — 1,0 wäre Gleichstand. »Roh« ist die beobachtete Rate; »altersstandardisiert« gewichtet die Altersstruktur der Gruppe gegen die nationale Alterskurve der Straffälligkeit heraus:
| Verhältnis zur dänischen Rate (Männer 15–29, alle Deliktarten) | 2008 | 2025 | Anstieg |
|---|---|---|---|
| Nicht-westliche Einwanderer — roh | 1,69 | 1,31 | — |
| Nicht-westliche Einwanderer — altersstandardisiert | 1,63 | 1,30 | — |
| Nicht-westliche Nachkommen — roh | 2,25 | 2,79 | +23,6 % |
| Nicht-westliche Nachkommen — altersstandardisiert | 2,34 | 2,77 | +18,3 % |
| Nachkommen zu Einwanderern — roh | 1,34 | 2,13 | +59,4 % |
| Nachkommen zu Einwanderern — altersstandardisiert | 1,43 | 2,13 | +49,1 % |
Eine Anmerkung zur letzten Zeile, weil sie ehrlicher ist als ihre Ziffer: Die +59,4 % liegen aus den ungerundeten Fallzahlen gerechnet bei 59,4496 — vier Zehntausendstel unter der Grenze, ab der sie als +59,5 % dastünden. Die Ziffer stimmt, aber sie hängt an einer Stelle, die weiter hinten liegt, als irgendjemand sie liest. Bewegt sich eine der vier zugrunde liegenden Zahlen im Promillebereich, wechselt sie. Die drei anderen Anstiege in dieser Tabelle stehen mit Abständen von 0,018 bis 0,048 Punkten deutlich fester.
Woher die Zeilen kommen, weil es zwei verschiedene Rechenwege sind: Die rohen Zeilen sind Zähler durch Nenner, da gibt es nichts zu entscheiden. Die standardisierten Zeilen sind eine Rechnung mit Stellschrauben, und diese hier ist mit der Gewichtungskurve über alle Deliktarten und dem schuldabgeglichenen Entscheidungssatz gebildet — also nur mit den Entscheidungen, die wie unser Zähler eine Schuldfeststellung sind. Wer denselben Rechenweg mit dem Gesamtsatz aller gerichtlichen Entscheidungen geht, bekommt am Reihenanfang andere Zahlen; genau das ist uns hier passiert (siehe Korrekturvermerk).
Verortung in der vollen Reihe: Die 1,31 der Eingewanderten ist das Minimum aller 18 Jahre (Maximum 1,80 in 2010). Die 2,79 der Nachkommen ist der dritthöchste Wert — über ihr stehen 2,91 (2021) und 2,82 (2020); die über alle Deliktarten standardisierte Reihe rangiert 2025 an derselben Stelle. Das Verhältnis der beiden Generationen zueinander, 2,13, ist das Maximum der Reihe in beiden Verfahren.
Was die Standardisierung ändert und was nicht: Bei der hier gewählten Deliktabgrenzung — alle Deliktarten — nimmt sie dem Anstieg eine Minderheit. Sie dreht ihn in keiner geprüften Variante um. Mehr als »eine Minderheit« steht hier bewusst nicht: Eine unabhängige Gegenrechnung hat unser Verfahren reproduziert und dann angegriffen, und ihre eigenen Schranken haben sich seither zweimal bewegt — eine nach unten, eine sehr weit nach oben. Bis sie nachgerechnet sind, ist jede engere Angabe eine Genauigkeit, die das Verfahren nicht hergibt. Welche Deliktabgrenzung überhaupt die richtige ist, ist offen; die nächste Liste sagt, warum das die entscheidende Frage ist. Die 2025er Werte selbst bewegen sich kaum — weil die Altersstrukturen dort inzwischen fast gleich sind. Der Unterschied zwischen den beiden Verfahren ist am Reihenanfang groß und am Ende fast null; genau das ist das Bild der Altersdrift.
Das ist der Satz, der die ganze Unsicherheit an ihren Platz stellt, und er ist erst seit dem 07.08. gerechnet. Wir haben fünfzehn gleich vertretbare Rechenwege durchgerechnet: fünf Deliktumfänge der Gewichtungskurve — alle Deliktarten, Strafgesetzbuch, Gewalt, Verkehr, Sondergesetze — mal drei Entscheidungssätze. Für 2008 spreizen diese fünf Deliktumfänge und drei Sätze die standardisierte Zahl über 0,32 Punkte auf, das sind 14,3 Prozent des rohen Werts. Für 2025 über 0,06 Punkte, 2,2 Prozent. Fünfmal so viel Spielraum am Anfang wie am Ende. Bei den Frauen ist der Unterschied noch schärfer: 41,4 Prozent gegen 2,7.
Der Grund ist banal und deshalb belastbar. Eine Altersstandardisierung kann nur bewegen, was aus unterschiedlichen Altersverteilungen entsteht. 2008 waren die beiden Gruppen im Fenster 15–29 sehr verschieden alt: 54,4 Prozent der Nachkommen waren 15 bis 19, aber nur 36,8 Prozent der dänischstämmigen Vergleichsgruppe. 2025 sind es 30,5 gegen 33,2 Prozent. Wo zwei Gruppen gleich alt sind, hat die Rechnung nichts mehr zu greifen — und dann ist auch gleichgültig, welche Kurve man ihr gibt.
Für die Leserin heißt das: Jede Aussage der Form »die Altersdrift erklärt einen Teil des Anstiegs« ist fast vollständig eine Aussage über den Ausgangspunkt 2008, nicht über den heutigen Abstand. Der heutige Abstand steht in jeder der fünfzehn Varianten praktisch gleich. Wer den Startpunkt der Reihe verschiebt, verschiebt den erklärten Anteil; wer das Ende verschiebt, nicht.
Und das gilt auch für die Grenzen, die gleich kommen — auch für die größte von ihnen. Sie sind Unsicherheiten über 2008. Das macht sie nicht kleiner, aber es sagt genau, worüber sie etwas sagen.
Ein Satz, der nicht fehlen darf: Diese Korrektur ist mit einer Alterskurve über alle Deliktarten gerechnet — samt der Verkehrsdelikte, die zwei Drittel aller Schuldsprüche stellen. Sie gilt deshalb nur für die Reihe über alle Deliktarten, die hier steht. Auf eine gewaltspezifische Reihe ist sie nicht übertragbar: Welcher Deliktumfang in die Gewichtungskurve eingeht, verändert das Ergebnis erheblich.
Bis zum 07.08. haben wir diese Grenzen hier in einer Rangfolge geführt: welche die Zahl am weitesten bewegt. Diese Rangfolge ist zurückgezogen, und warum, steht am Ende dieses Abschnitts; die Grenzen selbst stehen unverändert:
Der Fünfjahresblock. Die feinste öffentlich verfügbare Altersstufe ist der Block 25–29, und innerhalb davon kann die Rechnung nichts ausrichten. Wir haben das lange für die größte Unsicherheit gehalten, weil man den Block an seinen jungen oder seinen alten Rand legen kann und dann 26,8 gegen 5,8 Prozent herauskommen. Inzwischen ist die Form innerhalb des Blocks aus einer Einzelaltersstatistik gemessen statt abgeschätzt, und dann bewegt der Block die Zahl um 0,45 Punkte — nicht um 21.
Welche gerichtlichen Entscheidungen die Alterskurve bilden. Wir haben alle genommen; der Zähler unserer Gruppenraten zählt aber Schuldfeststellungen. Der Unterschied sind vor allem die nicht erhobenen Anklagen, eine Kategorie, die unter den Schuldiggesprochenen praktisch leer ist und am jungen Rand der Altersverteilung sitzt. Gleicht man beides ab, steigt der erklärte Anteil um 3,8 Punkte.
Die Steilheit der Alterskurve. Sie ist für alle Männer gebildet, nicht je Herkunftsgruppe; hätten die Nachkommen ein steileres Altersprofil, wäre die Korrektur zu klein. Über jede plausible Steilheit bleibt der erklärte Anteil zwischen 13 und 19,7 Prozent — eine Spanne von 6,7 Punkten, und in dieser Richtung gibt es keinen Kipppunkt.
Die Tabelle zählt Entscheidungen, nicht Personen. Benutzt ist von ihr nur die Form, nie ein Niveau. Die Gegenrechnung hat den Störfaktor gefunden, aber in der umgekehrten Richtung zur Vermutung: Entscheidungen je Person fallen mit dem Alter.
Und die fünfte, die auf keiner der beiden Listen stand. Der Deliktumfang der Gewichtungskurve, der oben schon einmal vorkam. Er ist keine Feinheit dieser Rechnung, sondern ihre größte offene Frage: Über die geprüften Kurven hinweg bewegt er den erklärten Anteil um 59 Punkte und kippt dabei sein Vorzeichen — mit der Alle-Delikte-Kurve erklärt die Altersdrift 22,5 Prozent des Anstiegs, mit einer Gewaltkurve verdeckt sie ihn um 36,5. Beide Zahlen sind auf dem groben Altersgitter gerechnet: Einzeljahre von 15 bis 24, dann 25 bis 29 als ein Block. Das ist keine Nebensache, seit der data-analyst es am 15.08. gemessen hat: Innerhalb des Blocks ist die Rechnung blind, und der Fehler ist einseitig — ein grobes Gitter kann eine Ungleichverteilung nur unterschätzen. Am Reihenanfang 2008 kostet das nichts, am Reihenende 2025 zeigt es nur noch rund vier Fünftel dessen, was fein messbar wäre (Unähnlichkeitsindex 0,0345 grob gegen 0,0434 fein). Wer diese 22,5 zitiert, zitiert also eine Zahl mit einer Parameterwahl darin, die man ihr nicht ansieht. Bei den Frauen ist dieselbe Grenze mit 65,9 Punkten noch größer (+11,1 gegen −54,8); sie ist die größere der beiden und gehört deshalb hierhin, auch wenn dieser Text die Männerreihe führt.
Zum Stand der Prüfung, so genau wie er ist: Die 59 ist inzwischen ein zweites Mal gerechnet — unabhängiger Datenabruf, eigener Code, Abweichung null auf jeder Zwischengröße. Sie ist damit nachgerechnet, aber nicht unabhängig gemessen, und das ist nicht dasselbe. Dänemark führt die Alterskurve nach Deliktart genau einmal; die Tabelle, die wie eine zweite aussieht, liefert in 646 geprüften Zellen bitgleiche Zahlen — dieselbe Quelle durch eine zweite Tür. Einen zweiten Messpfad gibt es nicht, und wir tun nicht so, als hätten wir einen.
Deshalb die zurückgezogene Rangfolge: Wir hatten den Fünfjahresblock als größte Unsicherheit geführt. Gemessen ist er die kleinste, und die größte ist eine, die niemand auf der Liste hatte. Was von der Rangfolge übrig bleibt und in jeder Variante gehalten hat: Bei der Alle-Delikte-Abgrenzung erklärt die Altersdrift eine Minderheit des Anstiegs, und die Richtung dreht in keiner geprüften Variante. Welche Deliktabgrenzung die richtige ist, ist offen.
Das sind nicht zwei Stützstellen, zwischen denen man eine Linie zieht: Es sind 18 Jahre, und die Richtung ist in beiden Reihen und in beiden Verfahren dieselbe geblieben.
Hier ist die Stelle, an der die Zahl über sich selbst hinaus gedeutet wird, und wir halten sie fest.
»Nachkomme« ist bei Danmarks Statistik keine Generationenkategorie, sondern eine Elternstatus-Kategorie. Wörtlich: Nachkomme ist, wer in Dänemark geboren ist und dessen Eltern beide nicht zugleich dänische Staatsbürger und in Dänemark geboren sind. Ein einziges Elternteil, das beides ist, genügt — dann zählt das Kind als »dänische Herkunft«. Für die Kinder eines eingebürgerten, in Dänemark geborenen Nachkommen gilt dasselbe.
Daraus folgt zwingend: Gemischte Familien und die dritte Generation verlassen die Gruppe laufend. Die Gruppe, deren Abstand über die Jahre wächst, verliert fortwährend ihre am stärksten eingebundenen Mitglieder an die Vergleichsgruppe. Das ist eine plausible Teilerklärung für die steigende Linie — wie groß der Anteil ist, lässt sich mit öffentlichen Tabellen nicht sagen, und wir behaupten es auch nicht. Aber »Integration scheitert über Generationen« ist aus dieser Tabelle nicht ablesbar, solange dieser Satz nicht dabeisteht.
Erstens: alle Delikte. Hier stecken die zwei Drittel Verkehrsdelikte mit drin, und ihr Anteil ist je Gruppe verschieden. Die gewaltspezifische Fassung steht im nächsten Text.
Zweitens: altersgeschichtet, und erst seit heute innerhalb des Fensters standardisiert. Drei Altersgruppen sind grob. Die Rechnung oben korrigiert innerhalb von 15 bis 29. Sie ist etwas anderes als die feinere Alterskorrektur, die Danmarks Statistik selbst über die ganze Spanne 15 bis 79 rechnet und die den Gesamtindex männlicher nicht-westlicher Nachkommen von 316 auf 245 drückt. Die beiden wirken an verschiedenen Stellen: die eine zwischen den Altersgruppen, die andere innerhalb einer. Sie addieren sich nicht und ersetzen einander nicht.
Drittens: Schuldsprüche, nicht Taten. Was hier gezählt wird, ist eine gerichtliche Feststellung, keine Straftat und keine Tatverdächtigung.
Viertens: Herkunft, nicht Pass. Diese Zahlen zählen nach Geburtsland der Eltern. Wie weit das von der Zählung nach Staatsangehörigkeit abweicht, steht weiter oben in diesem Block — für dieselbe Kohorte sind es 29,2 gegen 15,3 Prozent.
Der Befund bleibt nach allen vieren stehen: Der Abstand der Eingewanderten schrumpft, der ihrer in Dänemark geborenen Kinder wächst — bei der Alle-Delikte-Abgrenzung etwas langsamer, als die rohe Reihe allein behauptet, aber in dieselbe Richtung. Wer nur eine der beiden Zahlen zeigt, hat eine Hälfte der Antwort und die falsche Sicherheit dazu.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Fünf Teile, und der erste ist der wichtigste.
- Diese Zahlen dürfen nicht als »Integration scheitert über Generationen« erzählt werden, ohne die Definitionsauswahl zu nennen: »Nachkomme« ist bei Danmarks Statistik eine Elternstatus-Kategorie, keine Generationenkategorie. Wer ein dänisches Elternteil hat, verlässt die Gruppe. Die Gruppe, deren Abstand wächst, verliert also fortwährend ihre am stärksten eingebundenen Mitglieder. Das folgt zwingend aus dem Definitionstext; quantifizieren lässt es sich mit öffentlichen Tabellen nicht, und wir behaupten es auch nicht.
- neu und BINDEND (Auflage des researchers, 07.08.): Jede Figur, die den wachsenden Abstand der zweiten Generation über die Zeit zeigt, muss die altersstandardisierte Reihe tragen — als Ersatz für die rohe oder als zweite Linie. Die rohe Reihe allein ist nicht mehr zeigbar. Der Querschnitt 2025 braucht diesen Vorbehalt nicht. (2b) neu 07.08., B16: Gegengerechnet sind die beiden Ränder der standardisierten Reihe (2008 und 2025), nicht die 16 Jahre dazwischen. Wird die standardisierte Zwillingslinie als durchgehende Linie gezeichnet, tragen ihre Zwischenjahre keine Gegenrechnung. Zwei zulässige Auswege: die Linie zeichnen und in der Bildunterschrift sagen, dass nur die Endpunkte gegengeprüft sind — oder nur die beiden Endpunkte als Punkte setzen. Eine durchgehende Linie ohne diesen Satz ist nicht zulässig. (2c) verschärft am 07.08. (04:30-Slot): Der erklärte Anteil ist ab jetzt eine qualitative Angabe — »eine Minderheit des Anstiegs«. Weder ein Punktwert noch die bis heute geführte Größenordnung »ein Sechstel bis ein Viertel« noch die Spanne »6 bis 27 Prozent« dürfen in einer Beschriftung stehen: Zwei der vier Schranken, aus denen sie gebildet waren, haben sich seither bewegt, eine davon über die Vorzeichengrenze hinweg. Und er gehört nie in eine Bildunterschrift ohne den Deliktumfang: Er gilt für die Alle-Delikte-Reihe, nicht für Gewalt. (2d) neu 07.08. (06:30-Slot), und es ist die Auflage, die am weitesten reicht: Jede Angabe darüber, wie viel die Altersbereinigung erklärt, ist eine Aussage über den Reihenanfang 2008 — nicht über den heutigen Abstand. Fünfzehn gleich vertretbare Rechenwege spannen die standardisierte Zahl 2008 um 0,32 Punkte auf (14,3 % des rohen Werts), 2025 nur um 0,06 (2,2 %). Eine Bildunterschrift oder Zusammenfassung, die den erklärten Anteil als Aussage über 2025 lesbar macht, ist falsch. Bei den Frauen gilt das erst recht: dort 41,4 % gegen 2,7 %. (2e) Die standardisierten 2008-Werte lauten seit dem 06:30-Slot 2,34 · 1,43 · 1,63, die Anstiege +18,3 % und +49,1 %. Ältere Figuren mit 2,32 / 1,41 / 1,64 / +19,3 % / +51,0 % sind zu ersetzen, nicht zu ergänzen. Die Handlungsanweisung gilt unverändert; die Begründung dafür hat aber zwei verschiedene Ursachen, und bis zum 11.08. stand hier nur die eine (korrigiert nach hans' Nachrechnung vom 07.08.): — Die drei Zellwerte 2,32 / 1,41 / 1,64 stammen aus demselben Rechenweg mit einem Entscheidungssatz (»Total«, alle gerichtlichen Entscheidungen), den sein Autor am selben Tag verworfen hat. Sie sind keine zweite Lesart. — Die beiden Anstiege +19,3 % und +51,0 % stammen dagegen aus auf drei Stellen Gerundeten Zwischenwerten der Reihe: 2,767 / 2,32 − 1 = 19,2672 → +19,3. Aus den ungerundeten Werten kommt 19,22 → +19,2. Die zweite Zeile (50,96 gegen 50,99) hat nichts verraten, weil beide auf 51,0 runden. Der Unterschied ist keine Wortklauberei: Die erste Ursache verschwindet, wenn der Autor seinen Entscheidungssatz festlegt; die zweite verschwindet nur, wenn jemand aus ungerundeten Werten rechnet und einmal am Ende rundet. (2f) neu 11.08., und sie betrifft die rohe Zeile: Der Anstieg »Nachkommen zu Einwanderern — roh« lautet ab jetzt **+59,4 %**, nicht +59,5 %. Ältere Figuren mit +59,5 % sind zu ersetzen. Grund und Zahlen stehen in `extra.correction` Punkt (7). Diese Zahl liegt 0,0004 Punkte unter ihrer Rundungsgrenze — wer sie neu rechnet, muss aus den Fallzahlen rechnen, nicht aus den gerundeten Tabellenwerten, sonst bekommt er wieder +59,5 %.
- Die Gegenrichtung gehört in dasselbe Bild und nicht daneben: Die Rate der Eingewanderten selbst ist 2025 so nah an der dänischen wie in keinem der 18 Jahre.
- keine Figur, die nur 2025 zeigt. Die Aussage ist die Richtung über 18 Jahre; ein Querschnitt behauptet einen Zustand, wo eine Bewegung steht.
- Die Zahl 2,09 für die Altersgruppe 50–79 nie ohne ihre Basis (1.010 Männer, 130 Fälle, 95-%-Intervall 10.754 bis 15.284 je 100.000 — ein Korridor von 4.530 Punkten). Sie stützt die anderen beiden, sie trägt nicht allein.
Vier Fünftel der Lücke sitzen bei den Kindern
Dänemarks 5.892 Gewaltverurteilte des Jahres 2024 liegen 614 Personen über dem, was der Bevölkerungsanteil der drei Herkunftsgruppen erwarten lässt. 80,7 Prozent dieser Lücke sitzen nicht bei den Einwanderern, sondern bei ihren in Dänemark geborenen Kindern — und nach Alter und Geschlecht standardisiert bleiben von den 614 Personen 411 übrig
Eine Zahl wie »647 Gewaltverurteilte« sagt für sich genommen nichts. Sie wird erst zu einer Aussage, wenn daneben steht, wie viele man erwarten würde. Danmarks Statistik liefert beide Seiten, und damit lässt sich die Frage, um die dieses Issue kreist, als Rechnung schreiben statt als Meinung.
2024 hat Dänemark 5.892 Menschen zwischen 15 und 79 wegen Gewalt schuldig gesprochen. Für jede der drei Herkunftsgruppen lässt sich sagen, wie viele davon auf sie entfielen, wenn nur ihr Bevölkerungsanteil zählte:
| Gruppe | Einwohner 15–79 | beobachtet | nach Bevölkerungsanteil erwartet | Differenz |
|---|---|---|---|---|
| dänische Herkunft | 3.910.239 | 4.275 | 4.889,0 | −614,0 |
| Einwanderer | 681.125 | 970 | 851,6 | +118,4 |
| Nachkommen | 121.091 | 647 | 151,4 | +495,6 |
Die drei Differenzen summieren sich auf null — das ist keine Eigenschaft der Welt, sondern der Konstruktion: Was die eine Gruppe über der Erwartung liegt, liegt eine andere darunter. Die eine Zahl, die dabei herauskommt, ist die 614. So viele Gewaltverurteilte mehr als erwartet stellen die beiden zugewanderten Gruppen zusammen.
Vier Fünftel dieser Lücke sitzen bei den in Dänemark geborenen Kindern. 80,7 Prozent entfallen auf die Nachkommen, 19,3 auf die Einwanderer selbst. Rechnet man die Bevölkerung zum Stichtag 1. Januar statt im Jahresmittel, sind es 78,9 gegen 21,1.
Das ist der Satz, um den es geht, und er ist bewusst nicht schärfer formuliert. »Fast ganz« hätten 80,7 Prozent nicht getragen.
Ein roher Überschuss misst den Altersaufbau mit, und die Nachkommen sind eine sehr junge Bevölkerung. Rechnet man die Erwartung deshalb noch einmal, diesmal mit der nationalen Gewaltrate je Alter und Geschlecht statt mit dem bloßen Bevölkerungsanteil, schrumpft die Lücke von 614,0 auf 411,4 Personen. Ein Drittel der Lücke ist damit Alters- und Geschlechtsaufbau, zwei Drittel sind es nicht.
Eine Zahl drucken wir hier ausdrücklich nicht: den Anteil der Nachkommen an dieser auf die nationale Gewaltkurve standardisierten Lücke. Je nachdem, welches Jahr die Referenzkurve stellt, liegt er zwischen 75,2 und 96,8 Prozent, und 2025 wird er sinnlos, weil der standardisierte Überschuss der Einwanderer dann negativ ist. Eine Größe, die an der Wahl eines Referenzjahres um zwanzig Punkte hängt, trägt keinen Satz.
Dieselbe Rechnung gibt es für 24 Jahrgänge, und die Reihe steht quer zur ersten Lesart. Über die 24 Jahrgänge läuft dieser Anteil von 21,7 Prozent im Jahr 2000 auf 92,4 im Jahr 2025. Die Lücke selbst ist dabei kleiner geworden, von 721,7 auf 602,6 Personen, und der Anteil der Bevölkerung nicht-dänischer Herkunft hat sich mehr als verdoppelt.
Zwei Dinge sind im selben Zeitraum mit den Nachkommen passiert, und beide gehören daneben: Die Gruppe ist von 21.557 auf 125.909 Menschen zwischen 15 und 79 gewachsen, und ihr roher Gewaltindex ist von 7,0 auf 5,1 gefallen. Eine Gruppe, die sich fast versechsfacht, verschiebt den Anteil an einer Lücke schon dann, wenn sich an ihr selbst nichts ändert. Wie viel des Anstiegs von 21,7 auf 92,4 auf das Wachstum entfällt und wie viel auf alles andere, ist hier nicht gemessen, und wir schreiben keine Aufteilung hin, die wir nicht haben.
Der Anteil, der die Standardisierung überlebt, geht in die Gegenrichtung: Über dieselben 24 Jahrgänge fällt sie von 88,8 auf 65,5 Prozent. Immer mehr von dem, was roh nach Überschuss aussieht, ist Altersaufbau.
»Nachkommen« sind bei Danmarks Statistik in Dänemark geborene Kinder zweier im Ausland geborener Eltern. Genügt ein Elternteil, das dänischer Staatsbürger und in Dänemark geboren ist, zählt das Kind als dänische Herkunft. Die Gruppe ist damit enger als »zweite Generation« im Alltagssinn.
Der Vergleich der beiden Generationen ist ein Querschnitt und keine Kohorte. Es sind nicht dieselben Familien: Die heutigen Nachkommen sind Kinder von Eltern, die vor Jahrzehnten kamen, die heutigen Einwanderer kamen später und aus anderen Ländern.
Und eine Asymmetrie, die niemand wegrechnet: Einwanderer können ausgewiesen werden, Nachkommen sind dänische Staatsangehörige und können es nicht. Wie groß dieser Effekt ist, hat niemand gemessen. Er wirkt in die Richtung, die den Einwandererwert senkt — also in die Richtung, die den Befund dieses Textes größer aussehen lässt, als er ist.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, aus dem Record: Kein Satz über die Nachkommen ohne die Größe der Gruppe und ohne die 4.275 dänischer Herkunft, die die Landessumme stellen. ACHTUNG BEIM ABSCHREIBEN, und das ist mein Zusatz: Die Größen im Record stehen für ZWEI verschiedene Mengen. Die Zerlegung dieses Textes rechnet mit ALLEN Nachkommen, 121.091 Personen 15 bis 79 mit 647 Gewaltverurteilten. Die 106.636 und die 606 der darstellungsauflage sind die NICHT-WESTLICHEN Nachkommen, und die gehören zum Indextext an order 47,5. Wer die Zahlen tauscht, schreibt eine falsche Grundmenge unter eine richtige Zahl.
- BINDEND, aus dem Record: Kein Indexwert ohne sein Referenzjahr. Dieser Text druckt deshalb gar keinen standardisierten Index, sondern nur Personen und Anteile; die Indizes stehen an order 47,5 mit ihrer Kurve.
- BINDEND, aus dem Record: Der Anteil der Nachkommen an der STANDARDISIERTEN Lücke erscheint nirgends als Zahl. Er schwankt über fünf Referenzjahre zwischen 75,2 und 96,8 Prozent und wird 2025 sinnlos, weil sein Nenner negativ ist. Die Spanne darf gezeigt werden, der Wert nicht.
- EIGENE AUFLAGE: »Lücke« ist in diesem Text eine Rechengröße mit Definition, kein Bild. Eine Darstellung, die sie als Balken über einer Nulllinie zeigt, muss die Erwartung mitzeigen, gegen die gerechnet wird — sonst liest sie sich als Zahl von Menschen statt als Differenz zu einer Erwartung.
- EIGENE AUFLAGE: Die Reihe von 21,7 auf 92,4 Prozent erscheint nie ohne die Einwohnerzahlen daneben. Die Gruppe ist im selben Zeitraum von 21.557 auf 125.909 Personen gewachsen, und ihr roher Index ist gefallen. Ein Anteil, der steigt, während beides zugleich passiert, ist keine Verschlechterung, und der Text sagt ausdrücklich, dass die Aufteilung dieses Anstiegs nicht gemessen ist.
Siebzehn Lesarten, eine Treppe
Die vier Fünftel der dänischen Gewaltlücke bei den hier geborenen Kindern halten unter 17 Methodenlesarten desselben Jahres (75,2 bis 96,8 Prozent, keine darunter) und hängen an genau einer Wahl, dem Jahr: 2000 war es ein Fünftel, 2012 die Hälfte, 2024 vier Fünftel, 2025 neun Zehntel
Der Text davor sagt: Vier Fünftel dieser Lücke sitzen bei den in Dänemark geborenen Kindern, 80,7 Prozent von 614 Personen im Jahr 2024. Bevor eine solche Zahl oben in einer Mail steht, muss sie eine Frage beantworten: Hängt sie an einer Methodenwahl, die genauso gut anders hätte ausfallen können? Zwei Sätze derselben Woche sind an genau so etwas gefallen. Diese Zahl ist deshalb siebzehnmal gerechnet worden, für dasselbe Jahr, mit jeder Wahl, die sich vertreten lässt.
Die Referenzkurve, fünf Jahre von 2000 bis 2025: in allen fünf 80,7, denn die rohe Zerlegung benutzt keine Kurve. Der Nenner als Jahresmittel oder als Bestand zum 1. Januar: 80,7 gegen 78,9. Das Altersfenster der Bevölkerung, 15 bis 79 oder 15 und älter: 80,7 gegen 76,3; im weiten Fenster ist die Lücke mit 661,5 Personen größer. Die Achse, drei Gruppen oder fünf: 80,7, und nur die nicht-westlichen Nachkommen allein kommen auf 77,0. Auf der nationalen Gewaltkurve standardisiert statt roh, je nach Kurvenjahr: 75,2 bis 96,8, und dieser Anteil ist unruhig. Der auf die Gewaltkurve standardisierte Überschuss der Einwanderer beträgt 2024 nur 55 Personen, und ein so kleiner Nenner lässt jeden Anteil daran springen.
Über alle 17 zusammen liegt der Anteil zwischen 75,2 und 96,8 Prozent. Die kleinste der 17 Lesarten ergibt 75,2 Prozent, die größte 96,8. Keine liegt unter drei Vierteln, vier liegen unter vier Fünfteln. Ohne die standardisierten Lesarten sind es 76,3 bis 80,7.
Der Anteil der Nachkommen an der rohen Lücke steht 2000 bei 21,7 Prozent, 2008 bei 41,9, 2012 bei 53,5, 2019 bei 70,7, 2024 bei 80,7 und 2025 bei 92,4. Spearman über die 24 Berichtsjahre: 0,994. In 18 von 23 Jahresschritten steigt die Reihe. Die fünf Rückschritte summieren sich auf 8,9 Punkte, die Anstiege auf 79,6. Der größte Rückschritt sind 3,8 Punkte im Jahr 2021. Das ist keine Schwankung um einen Wert, sondern eine Treppe, und 80,7 ist die Stufe des Jahres 2024.
In einem Satz: 2000 saß ein Fünftel der Lücke bei den Kindern, 2012 die Hälfte, 2024 vier Fünftel, 2025 neun Zehntel.
Sie misst zweierlei zugleich. Der Überschuss der Einwanderer fällt von 565 Personen im Jahr 2000 auf 46 im Jahr 2025, der der Nachkommen steigt von 156 auf 557. Die Lücke selbst ist 2025 mit 603 Personen kleiner als 2000 mit 722. Und die Nachkommen sind in dieser Zeit eine viel größere und eine ältere Gruppe geworden, 21.558 Menschen zwischen 15 und 79 im Jahr 2000, 125.909 im Jahr 2025. Die rohe Zerlegung rechnet davon nichts heraus. Nach Alter und Geschlecht auf der nationalen Gewaltkurve standardisiert überleben von der Lücke 2024 zwei Drittel, 411 von 614 Personen, und der Anteil der Nachkommen daran ist, wie oben gesagt, instabil, in keiner Lesart aber unter 75 Prozent.
Warum die Treppe steigt, sagt dieser Record nicht, und wir schreiben keine Aufteilung hin, die niemand gerechnet hat.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, aus dem Record: Die 80,7 stehen nie ohne ihr Jahr (2024) und nie ohne die Treppe daneben, mindestens 2000, 2012 und 2025. Wer »vier Fünftel« sagt, sagt im selben Satz, dass es 2025 neun Zehntel sind und 2000 ein Fünftel waren.
- BINDEND, aus dem Record: Immer mit der Grundmenge, 614 Personen Lücke 2024.
- BINDEND, aus dem Record: Kein Satz darüber, warum die Treppe steigt. Sie misst das Wachsen und Altern der Nachkommengruppe mit, und die Aufteilung ist nicht gemessen.
- EIGENE AUFLAGE: Dieser Text ist die Robustheitsprüfung zum Text an order 72 und steht nie allein. Wer nur ihn zeigt, zeigt siebzehn Rechnungen ohne den Befund, den sie prüfen.
Gewalt allein, über 18 Jahre
Gewalt allein, 18 Jahre lang: Die Gewaltrate der nicht-westlichen Einwanderer Dänemarks fiel um 56 Prozent, die der dänischstämmigen um 22 — und eine Zuwanderergruppe liegt durchgehend unter der einheimischen Rate
Alles, was der vorige Text zeigt, enthält die Verkehrsdelikte — zwei von drei dänischen Schuldsprüchen. Hier ist dieselbe Frage, aber nur mit Gewaltverbrechen, für alle Menschen zwischen 15 und 79, Männer und Frauen zusammen.
| Gruppe (Dänemark 2025, 15–79) | Fälle | je 100.000 | zur dänischen Rate |
|---|---|---|---|
| Westliche Einwanderer | 194 | 67 | 0,61 |
| Dänische Herkunft | 4.301 | 110 | 1,00 |
| Nicht-westliche Einwanderer | 743 | 177 | 1,61 |
| Westliche Nachkommen | 36 | 238 | 2,16 |
| Nicht-westliche Nachkommen | 679 | 613 | 5,55 |
Die rechte Spalte ist unsere Division der beiden Raten; für die beiden nicht-westlichen Gruppen weist das Finding sie selbst aus (1,61 und 5,55). Und die Zeile der westlichen Nachkommen steht auf 36 Fällen — sie ist die dünnste der fünf und trägt für sich allein nichts.
Die oberste Zeile gehört zum Befund und nicht in eine Fußnote: Eine Zuwanderergruppe liegt deutlich unter der einheimischen Rate, und zwar nicht in einem Ausreißerjahr, sondern durchgehend seit 2008.
| 2008 | 2025 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Nicht-westliche Einwanderer | 404 | 177 | −56 % |
| Nicht-westliche Nachkommen | 1.123 | 613 | −45 % |
| Dänische Herkunft | 141 | 110 | −22 % |
Das Verhältnis zwischen nicht-westlichen Einwanderern und dänischer Herkunft ist damit von 2,86 auf 1,61 gefallen. Der Abstand über der dänischen Rate, also das Verhältnis minus eins, fiel damit von 1,86 auf 0,61 Punkte. Bis zum 22. September stand hier »fast halbiert«, und das Wort war für keine Lesart richtig: Das Verhältnis fiel um weniger als die Hälfte, der Abstand um mehr als die Hälfte. Geschlossen hat er sich fast ganz von einer Seite: Die zugewanderte Rate fiel um mehr als die Hälfte, die einheimische um gut ein Fünftel.
Wo diese Zahlen in ihrer Reihe liegen, damit niemand ein günstiges Startjahr vermuten muss: Die 177 sind das Minimum der 18-Jahres-Reihe (Höchstwert 420 im Jahr 2010). Das Verhältnis 1,61 ist ebenfalls das Minimum. Und die 110 der dänischen Herkunft sind der neunttiefste von 18 Werten — die Referenz liegt also weder auf einem Hoch noch auf einem Tief. Der geschrumpfte Abstand ist kein Effekt der Vergleichsgruppe.
Diese Reihe ist nicht altersstandardisiert. Der Grund ist die Tabelle: STRFNA10 führt keine Altersachse, und wir haben keine gerechnet, die es nicht gibt.
Das ist an einer Stelle folgenreich. Die Altersstrukturen der Gruppen sind sehr verschieden: 65,4 Prozent der nicht-westlichen Nachkommen zwischen 15 und 79 waren am 1. Januar 2025 15 bis 29 Jahre alt, aber nur 19,0 Prozent der nicht-westlichen Einwanderer und 23,2 Prozent der dänischen Herkunft. Im Jahresmittel 2025 sind es 64,2 Prozent; der Text daneben an order 81 rechnet so. Da Gewaltdelikte in dieser Altersspanne weit überwiegen, ist der Faktor 5,55 der Nachkommen zu einem erheblichen Teil ein Altersartefakt.
Wie groß dieser Teil ist, steht seit dem 21. September fest. Der alters- und geschlechtsstandardisierte Index derselben Gruppe im selben Jahr liegt bei 2,754, gewichtet auf die nationale Gewaltkurve des Jahres 2012. Die beiden rohen Raten, aus denen der Faktor 5,55 entsteht, stehen im neuen Record unverändert bei 612,9 und 110,4 je 100.000. Die Standardisierung war nie unmöglich. Sie brauchte einen Nenner nach Alter und Geschlecht und eine nationale Gewaltkurve als Gewicht, also den Umfang Gewaltverbrechen und nicht alle Delikte. Beides gibt es jetzt.
Der Faktor 1,61 der Einwanderer ist kaum ein Altersartefakt, und auch das ist jetzt gemessen statt geschlossen: Ihr standardisierter Index liegt bei 1,518. Ihre Altersstruktur unterscheidet sich von der dänischen nur wenig, 19,0 gegen 23,2 Prozent junge Menschen, und die Abweichung geht sogar in die andere Richtung.
Wer wissen will, was von der Generationenfrage nach Alterskontrolle übrig bleibt, findet die altersgeschichtete Fassung im vorigen Text. Sie ist die belastbarere von beiden; diese hier ist die deliktgenauere. Beide zusammen sind die Antwort, einzeln ist jede von ihnen eine Einladung zum Fehlschluss.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Drei Teile, alle drei bindend.
- Wird die Zahl 613 (nicht-westliche Nachkommen) gezeigt, muss der Anteil 65,4 % im Selben Bild stehen — so viele dieser Gruppe waren am 1. Januar 2025 15 bis 29 Jahre alt, gegen 19,0 % bei den nicht-westlichen Einwanderern (Bestand zum Stichtag; im Jahresmittel 64,2, siehe order 81). Diese Zeile ist nicht altersstandardisiert, und der Faktor 5,55 ist zu erheblichem Teil ein Altersartefakt.
- Die 67 der westlichen Einwanderer gehört in jede Figur, die diese Reihe zeigt. Eine Zuwanderergruppe unterhalb der einheimischen Rate ist Teil des Befunds, nicht seine Fußnote.
- keine Balkengrafik nur für 2025. Sie zeigt einen Abstand, der in 18 Jahren von 1,86 auf 0,61 Punkte über der dänischen Rate gefallen ist, als stünde er still. (Bis zum 22.09. stand hier »beinahe halbiert«, W50.)
Das Fenster war der Anfang einer Tabelle
Dieselbe dänische Gewaltreihe, zwei Startjahre: Über 24 Berichtsjahre fällt der alters- und geschlechtsstandardisierte Index der nicht-westlichen Einwanderer um 52,1 Prozent, über 18 Jahre um 33,0 — und das kürzere Fenster war nie eine Entscheidung, sondern der Anfang einer amtlichen Tabelle
Jede Zahl über einen Rückgang hat einen Anfang, und der Anfang entscheidet mit, wie groß der Rückgang ausfällt. Unsere dänischen Gewaltreihen beginnen seit dem 6. August bei 2008. Das sah aus wie eine Aussage über die Daten. Es war eine Aussage über eine Tabelle.
Die amtliche Tabelle FOLK1E führt die fünf dänischen Herkunftsgruppen fertig aufbereitet und beginnt im Jahr 2008. Der Zähler reicht weiter zurück, denn die Gewaltverurteilten stehen nach denselben fünf Gruppen schon ab 2000 in STRFNA10. Gefehlt hat der Nenner, also die Bevölkerung. Er ist seit heute gebaut, und der Text daneben sagt, woran man das prüfen kann.
Alters- und geschlechtsstandardisiert, gegen die dänische Herkunft als Eins und gewichtet auf die nationale Gewaltkurve des Jahres 2012:
| Gruppe | 2000 | 2008 | 2025 | ab 2000 | ab 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| nicht-westliche Einwanderer | 3,166 | 2,264 | 1,518 | −52,1 % | −33,0 % |
| nicht-westliche Nachkommen | 4,365 | 3,500 | 2,754 | −36,9 % | −21,3 % |
| westliche Einwanderer | 0,879 | 0,597 | 0,497 | −43,5 % | −16,8 % |
Die dänische Herkunft ist in dieser Rechnung die Eins und bewegt sich deshalb per Konstruktion nicht. Die westlichen Nachkommen fehlen mit Grund: Hinter ihrer Linie stehen 19 bis 41 Gewaltverurteilte im Jahr, und das trägt keinen Jahresvergleich.
Keine der bisher gedruckten Zahlen ist damit falsch geworden. Die Werte ab 2008 sind exakt die, die hier seit dem 20. September stehen, und der neu gebaute Nenner reproduziert sie auf drei Nachkommastellen. Was sich ändert, ist die Reichweite. Über 24 Berichtsjahre fällt der Index der nicht-westlichen Einwanderer um 52,1 Prozent, über 18 Jahre um 33,0. Beide Zahlen messen dasselbe Maß, und beide sind richtig.
Bei einer Gruppe ändert die Wahl nicht nur die Höhe, sondern die Antwort. Über 24 Berichtsjahre ist der Rückgang der westlichen Einwanderer statistisch gesichert, Spearman −0,708 bei p 0,0001. Über 18 Jahre ist er es nicht, −0,314 bei p 0,21. Dieselbe Gruppe, dieselbe Rechnung, ein anderes erstes Jahr, und aus einem Rückgang wird ein Rauschen.
Für die beiden nicht-westlichen Gruppen hält der Befund in beiden Fenstern, nur schwächer im kurzen. Das ist der Grund, warum dieser Text die Fenster nebeneinanderstellt und keinen Faktor zwischen sie schreibt.
Roh, also ohne jede Korrektur, sieht der Rückgang der nicht-westlichen Nachkommen größer aus: Ihre Gewaltrate fällt von 1.270,9 auf 612,9 je 100.000, das sind 51,8 Prozent. Nach der Standardisierung bleiben 36,9. Der Unterschied zwischen beiden Zahlen ist das Altern dieser Gruppe, und der Record beziffert ihn seit dem 22. September: 28,8 Prozent des rohen Rückgangs der Nachkommen sind Altersstruktur, bei den Einwanderern sind es 19,6 Prozent von roh 64,8. Das Altern lässt sich auch ansehen. 2000 waren 96,4 Prozent der nicht-westlichen Nachkommen zwischen 15 und 79 Jahren höchstens 29 Jahre alt, 2025 sind es 64,2 Prozent. Eine Bevölkerung, die fast nur aus jungen Menschen besteht, hat eine hohe rohe Rate, ohne dass ein einzelner Mensch gewalttätiger wäre.
Sie nennt keinen Grund. Gemessen ist der Verlauf, nicht seine Ursache.
Sie zählt Verurteilte, nicht Tatverdächtige. Anzeigebereitschaft, Kontrolldichte und Verfahrensausgänge wirken vor dieser Zahl.
Und sie vergleicht über 26 Jahre eine Gruppe mit sich selbst, die dabei ihre Zusammensetzung gewechselt hat. »Nicht-westlich« bedeutet 2025 andere Herkunftsländer als 2000. Standardisiert ist nach Alter und Geschlecht auf der nationalen Kurve der Gewaltverbrechen, nicht auf der aller Delikte, und nach nichts sonst. Nicht nach Einkommen, nicht nach Bildung, nicht nach Familienform.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, aus dem Record: Kein Rückgangswert ohne sein Fenster und ohne sein Referenzjahr. »Minus 52,1 Prozent« gilt 2000 bis 2025 auf der Kurve 2012, »minus 33,0« gilt 2008 bis 2025 auf derselben Kurve. Beide sind richtig und messen verschiedene Zeiträume. Eine Figur, die nur eine der beiden Linienlängen zeigt, trägt die Jahreszahl ihres Anfangs im Bild und nicht in der Unterschrift.
- BINDEND, aus dem Record: Kein roher Wert ohne den Satz, dass der Unterschied zum standardisierten Wert das Altern der Gruppe ist. Die Altersreihe der Nachkommen gehört in Sichtweite des rohen Werts, nicht in eine Fußnote.
- BINDEND, aus dem Record: Die verlängerte Reihe ist eine eigene Rechnung, keine amtliche Reihe. Die amtliche Reihe beginnt 2008. Wo die Linie vor 2008 gezeichnet wird, ist sie als Eigenrechnung kenntlich, und der Text an order 82 sagt, was sie trägt.
- BINDEND, aus dem Record: Die westlichen Nachkommen stehen in keiner Zeile dieses Textes. Ihre Reihe hat 19 bis 41 Gewaltverurteilte im Jahr und trägt laut Record keinen Satz. Sie gehört auch in keine Figur zu diesem Text.
- EIGENE AUFLAGE: Die zwei Prozentwerte je Gruppe erscheinen nie ohne einander. Eine Darstellung, die »minus 52,1 Prozent« allein zeigt, sagt etwas über ein Fenster, das der Leser nicht sieht, und das ist genau der Fehler, den dieser Text beschreibt.
3.040 von 3.040 Zellen
Wie wir eine Reihe acht Jahre weiter zurück rechnen, ohne sie zu erfinden: Die amtliche dänische Tabelle mit der West-Achse beginnt 2008, dieselbe Achse lässt sich aus 241 Einzelherkunftsländern selbst bauen — und der Beweis dafür sind 3.040 von 3.040 Zellen, in denen die selbst gebaute Zahl die gedruckte trifft
Die dänische Debatte über Herkunft und Kriminalität rechnet mit fünf Gruppen: dänische Herkunft, westliche und nicht-westliche Einwanderer, westliche und nicht-westliche Nachkommen. Wer eine Rate daraus macht, braucht beides, die Verurteilten und die Bevölkerung. Die Verurteilten stehen ab 2000 bereit. Die Bevölkerung steht fertig sortiert nur in einer Tabelle, die 2008 beginnt. Jede Reihe dieses Issues fängt deshalb 2008 an, und das sah acht Wochen lang wie eine Eigenschaft der dänischen Daten aus.
Es gibt eine zweite Bevölkerungstabelle, FOLK2, und sie reicht bis 1980 zurück. Sie führt aber keine West-Zeile, sondern 241 einzelne Herkunftsländer. Die amtliche Definition, welche davon als westlich gelten, ist kurz: die EU, dazu Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, die Schweiz, Großbritannien, der Vatikan, die USA, Kanada, Australien und Neuseeland. Alles andere ist nicht-westlich. Über die 241 Codes ergibt das 43 westliche Herkunftsländer.
Drei Zuordnungen stehen nicht in der Definition, weil sie Staaten betreffen, die es nicht mehr gibt. Die DDR, die Tschechoslowakei und Nordirland sind nach Gebiet einsortiert worden, und das ist eine Entscheidung des researchers, keine amtliche. Neun weitere Codes haben gar kein Gebiet, etwa »Europa unbekannt« und »Staatenlos«; sie laufen als nicht-westlich mit, weil die amtliche Definition die Staatenlosen ausdrücklich dort führt.
Eine selbst gebaute Liste ist eine Behauptung, solange niemand sie gegen die amtliche Fassung hält. Für 19 Jahrgänge gibt es beide Tabellen nebeneinander, und genau dort wurde geprüft.
Zuerst die groben Summen je Jahr und Gruppe: 95 von 95 Zellen identisch. Dann dieselbe Probe fein, je Berichtsjahr, Geschlecht, Gruppe und Altersklasse: 3.040 Zellen, 3.040 identisch, keine einzige Abweichung. Das ist der eigentliche Beweis, und er funktioniert, weil ein einziges falsch einsortiertes Land seinen ganzen Bestand von der einen Summe in die andere schieben würde, und zwar in jedem der 19 Jahre.
Zuletzt eine Probe gegen eine andere Maschine. Die vier standardisierten Indizes für 2024, gerechnet mit dem neuen Nenner, lauten 0,487, 1,736, 1,700 und 2,515. Mit dem alten Nenner stehen dieselben vier Zahlen im Record vom 20. September. Differenz null.
Er prüft die Regel, nicht die Zahl. Für 2000 bis 2007 gibt es keine amtliche Fassung, und dort kann niemand nachsehen. Nachgewiesen ist: Die Regel, nach der diese 241 Länder aufgeteilt werden, ist dieselbe, die das Amt benutzt. Nicht nachgewiesen ist, dass das Amt die Ländercodes vor 2008 genauso geführt hätte. Staaten entstehen und verschwinden, und ein Wechsel zwischen den Codes für Serbien, Montenegro, Jugoslawien und Kosovo verschiebt Menschen innerhalb der nicht-westlichen Summe. Alle vier sind nicht-westlich, an der Aufteilung ändert sich dadurch nichts. Geprüft ist es nicht, und prüfbar ist es auch nicht.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, aus dem Record: Wer die verlängerte Reihe zeigt, zeigt sie als eigene Rechnung und nicht als amtliche Reihe. Die amtliche Reihe beginnt 2008.
- BINDEND, aus dem Record: Bewiesen ist die Zuordnungsregel, nicht die Zahl vor 2008. Kein Satz und keine Bildunterschrift darf die 3.040 Zellen so benutzen, als sei damit der Bestand der Jahre 2000 bis 2007 geprüft. Für diese Jahre existiert keine amtliche Fassung, gegen die man prüfen könnte.
- EIGENE AUFLAGE: Die drei historisch selbst zugeordneten Staaten und die neun Codes ohne Gebiet werden nie weggelassen, wenn die 43 genannt werden. Eine Liste, die als amtlich erscheint und drei eigene Entscheidungen enthält, ist an genau der Stelle ungenau, an der ein Leser nachschlagen würde.
- EIGENE AUFLAGE: Dieser Text ist die Methode zum Text an order 81 und steht nie allein in einer Zusammenfassung. Wer nur ihn zeigt, zeigt eine Prüfung ohne das Ergebnis, das sie trägt.
Der Konvergenzsatz hängt an einem Jahr
Bis 2024 fielen die alters- und geschlechtsstandardisierten Gewaltindizes der nicht-westlichen Einwanderer Dänemarks und ihrer hier geborenen Kinder um 45,2 und 42,4 Prozent, also im selben Tempo. Der Unterschied, auf dem der Satz »die Kinder holen langsamer auf« stand, entsteht ganz im Jahr 2025
Seit dem 20. September stand in unseren Records ein Satz über zwei Generationen, und seit heute ist er widerrufen: Die Eingewanderten nähern sich der dänischen Rate an, ihre hier geborenen Kinder nicht im selben Tempo. Er stützte sich auf zwei Rückgänge, minus 52,1 Prozent bei den nicht-westlichen Einwanderern und minus 36,9 bei ihren Kindern, beide zwischen 2000 und 2025, beide alters- und geschlechtsstandardisiert gegen die dänische Herkunft als Eins.
Der researcher hat den Satz nachgerechnet, und er fällt. Nicht weil die Zahlen falsch wären, sondern weil sie an ihrem letzten Jahr hängen.
Dieselbe Rechnung mit 2024 als Endpunkt: Der Index der Einwanderer fällt von 3,166 auf 1,736, um 45,2 Prozent. Der ihrer Kinder von 4,365 auf 2,515, um 42,4 Prozent. Der Unterschied zwischen den beiden Generationen beträgt damit 2,8 Prozentpunkte. Mit 2025 als Endpunkt sind es 15,2. Der ganze Unterschied, auf dem der Satz stand, entsteht in einem einzigen Jahr.
Das Verhältnis der beiden Indizes zeigt dasselbe. Es steht 2000 bei 1,379 und 2024 bei 1,449. Dazwischen liegt es in allen Jahren zwischen 1,281 und 1,564, ohne Richtung: Spearman +0,18 bei p 0,43. 2025 springt es auf 1,814. Der Sprung ist kein Rauschen, er liegt 4,0 Poisson-Standardfehler über dem Mittel der 23 Vorjahre von 1,433. Der Wert 1,814 liegt über dem Maximum aller 23 Vorjahre. Aber er ist ein Jahr, und zwar ein besonderes: 2025 ist das Jahr mit dem niedrigsten Einwanderer-Zähler der ganzen Reihe, 743 Gewaltverurteilte gegen mindestens 698 in jedem Jahr davor.
Man kann den Abstand der Generationen auch als Differenz in Indexpunkten rechnen statt als Quotient. Dann steht er 2000 bei 1,199 und 2025 bei 1,236 Punkten, Spearman −0,37 bei p 0,076. Auf dieser Skala rückt die Kindergeneration über die Jahre eher näher an die Eltern heran als von ihnen weg.
Beide Skalen sind zulässig. Sie sagen Gegenteiliges, und keine ist bei p 0,05 gesichert. Dazu kommt die Referenzkurve: Unter der Kurve des Jahres 2025 wird der Quotiententrend mit +0,525 bei p 0,0075 signifikant, unter der Kurve 2012, die alle unsere Texte seit dem 20. September benutzen, mit +0,275 bei p 0,20 nicht. Ein Trend, dessen Vorzeichen von der Skala und dessen Signifikanz von der Wahl der Kurve abhängt, trägt keinen Satz.
Beide Indizes fallen über 2000 bis 2025 deutlich, Spearman −0,82 und −0,77, p unter 0,0001. Ihr Verhältnis hat bis 2024 keine Richtung und springt 2025. Ob das ein Knick ist oder ein Ausreißer, entscheidet das Berichtsjahr 2026, und bis dahin steht hier kein Satz darüber.
Der rohe Quotient, ohne jede Standardisierung, steigt dagegen über 2008 bis 2025 deutlich, Spearman +0,63 bei p 0,004. Der Record vermutet, dass die Nachkommen altern und die Einwanderer sich anders zusammensetzen, und das ist nicht gemessen, nur gestützt: Der standardisierte Quotient hat den Trend nicht (+0,16), der rohe hat ihn (+0,63). Das ist Struktur, kein Tempo.
Der Grund, aus dem der Quotient am 21. September nicht gerechnet worden war, steht im Record mit dem Vermerk, dass er falsch übertragen war: Die Instabilität vom 20. September betraf einen Anteil mit einem Nenner nahe null. Der Quotient zweier Indizes hat diesen Nenner nicht. Wir haben diesen Grund am 21. September im Essay-Abschnitt »Zwei Generationen« weitergegeben, als Begründung dafür, das Verhältnis nicht zu rechnen. Der Abschnitt trägt seit heute einen Korrekturvermerk.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, aus dem Record: Kein Satz über das Tempo der beiden Generationen ohne die zwei Endpunkte 2024 und 2025 nebeneinander (−45,2 / −42,4 gegen −52,1 / −36,9).
- BINDEND, aus dem Record: Kein Quotiententrend ohne die Differenz daneben und ohne die Referenzkurve. Die beiden Skalen haben gegenläufige Vorzeichen, und die Signifikanz hängt an der Kurve.
- BINDEND, aus dem Record: Der Satz »die Einwanderergeneration nähert sich an, ihre Kinder nicht im selben Tempo« wird nicht mehr gedruckt. Wo er stand, steht der Absatz aus der writer_note des Records (Essay-Abschnitt 70, W49; order 80 trägt ihn nicht in dieser Form, seine Korrektur ist W50 zu einem anderen Wort).
- EIGENE AUFLAGE: Kein Satz über 2026. Ob 2025 ein Knick oder ein Ausreißer ist, ist vor dem nächsten Berichtsjahr nicht messbar, und eine Figur, die die Linie über 2025 hinaus verlängert, behauptet es trotzdem.
Der rechte Rand: 90 von 120
Wir haben jede Zahlenreihe unserer dänischen Recherche zweimal gelesen — einmal bis 2025, einmal bis 2024. In 90 von 120 Reihen sagt sie beide Male dasselbe, in 14 dreht das Vorzeichen, und die Kernzahl dieses Issues hängt an keinem Jahr
Am 22. September ist uns ein Satz umgefallen. »Die Kinder holen langsamer auf« hatte über Monate gut ausgesehen — bis jemand die Reihe ein Jahr früher enden ließ. Bis 2024 fallen beide Generationen im selben Tempo. Der ganze Unterschied, auf dem das Wort »langsamer« stand, entsteht im Jahr 2025.
Ein Satz, der so fällt, ist nie allein. Deshalb haben wir nicht auf den nächsten gewartet, sondern die ganze Klasse geprüft: jede Zahlenreihe der 59 dänischen Findings dieses Issues, deren größtes Jahr 2025 ist, zweimal gelesen — einmal bis 2025, einmal bis 2024. Das sind 120 Reihen.
90 von 120 tragen dieselbe Richtung mit beiden Endpunkten. 14 drehen das Vorzeichen, 8 verlieren mehr als die Hälfte ihres Betrags, eine verliert ihre Signifikanz, 7 hatten nie eine Richtung.
Vor allem: Die Kernzahl dieses Issues hält. Das rohe Verhältnis der Gewaltrate nicht-dänischer zu dänischer Herkunft fällt von 2000 bis 2025 von 3,144 auf 1,795 — minus 42,9 Prozent. Mit 2024 als Endpunkt: auf 1,844, minus 41,4 Prozent. Altersstandardisiert minus 44,7 gegen minus 43,3 Prozent. Der Satz, der über diesem Issue steht, hängt an keinem Jahr.
Die 14 sind Reihen, keine Sätze — und das ist kein Wortspiel. Viermal ist es dieselbe Größe: die Zahl der Gewaltfälle insgesamt, 5.896 im Jahr 2000, 5.892 im Jahr 2024, 5.953 im Jahr 2025. Der Satz dazu heißt »in 25 Jahren praktisch unverändert«, und minus 0,1 Prozent sagt das genauso wie plus 1,0. Hier ist das Vorzeichen keine Richtung.
Bei den übrigen fällt fast immer dasselbe auf: Die Gruppe ist klein. Die westlichen Nachkommen tragen 19 bis 41 Verurteilte im Jahr. Bei so wenigen Fällen entscheidet der Endpunkt das Vorzeichen — was er bei größeren Gruppen nicht mehr tut. Was das heißt, steht im Text nebenan.
Sie liest Reihen, die als Jahreswerte im Record stehen. 17 Sätze haben keine solche Reihe; die sind von Hand beurteilt. Und sie prüft unsere Records, nicht die Prosa, die daraus entsteht — dafür gibt es die Texte auf dieser Seite und die Widerrufe darunter.
Eines sagt die Probe ausdrücklich nicht: dass 2025 falsch wäre. Beide Endpunkte sind gemessen. Sie sagt nur, welche unserer Aussagen davon abhängen, wo wir die Reihe enden lassen — und dass wir es dazuschreiben müssen, wenn sie es tun.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND: Die 90 und die 14 sind REIHEN, nicht Sätze. Mehrere Reihen tragen denselben Satz, und vier der 14 Kipper sind viermal dieselbe Größe. »14 Sätze sind gekippt« wäre falsch.
- BINDEND: Die 90 steht nie ohne die 120 und nie ohne den Hinweis, dass 17 Sätze ihre Reihe gar nicht im Record haben und von Hand beurteilt wurden.
- BINDEND: »2024 hält« heißt nicht »2025 ist falsch«. Beide Endpunkte sind gemessen; die Probe sagt nur, ob eine Aussage von ihrem Endjahr abhängt.
- BINDEND: Der Befund zu den Frauen steht nie neben dem der Männer, ohne dass die Gegenrichtung im selben Satz steht.
Auch westliche Nachkommen: die Stufe
Die Stufe zwischen den Generationen ist kein nicht-westliches Phänomen: Dänemarks westliche Einwanderer liegen bei Gewalt in 18 von 18 Jahren unter der einheimischen Rate — ihre in Dänemark geborenen Kinder in 18 von 18 darüber
Zwei Texte weiter oben steht: Die in Dänemark geborenen Kinder nicht-westlicher Einwanderer liegen deutlich über ihren Eltern. Fast jeder liest das als Aussage über nicht-westliche Herkunft. Die dänischen Register erlauben, diese Lesart zu prüfen — an der westlichen Vergleichsgruppe. Sie hält nicht.
Gewaltverbrechen je 100.000 Einwohner zwischen 15 und 79, beide Geschlechter, 2025:
| Gruppe | Fälle | Personen | je 100.000 | 95-%-Intervall |
|---|---|---|---|---|
| Dänische Herkunft | 4.301 | 3.896.158 | 110 | 107 – 114 |
| Westliche Einwanderer | 194 | 288.802 | 67 | 58 – 77 |
| In Dänemark geborene westliche Nachkommen | 36 | 15.125 | 238 | 167 – 330 |
| Nicht-westliche Einwanderer | 743 | 419.120 | 177 | 165 – 190 |
| In Dänemark geborene nicht-westliche Nachkommen | 679 | 110.784 | 613 | 568 – 661 |
Die westlichen Einwanderer liegen beim 0,61-fachen der einheimischen Rate. Ihre in Dänemark geborenen Kinder beim 2,16-fachen. Zwischen den beiden Zeilen liegt ein Faktor von 3,5 — und beide Gruppen tragen dasselbe Etikett.
36 Gewaltfälle sind wenig. Das Intervall der 238 reicht von 167 bis 330; für sich genommen ist dieser Wert ein Rauschwert, und wir zeigen ihn nicht als Faktor, sondern als Richtung.
Die Richtung ist das, was trägt. Über 18 Jahre — das ist die vollständige Reihe, seit es beide Tabellen gibt, und keine Auswahl aus ihr:
- Westliche Einwanderer liegen in 18 von 18 Jahren unter der dänischen Herkunft.
- Westliche Nachkommen liegen in 18 von 18 Jahren darüber.
Wäre die Richtung Zufall, hätte ein solches Ergebnis eine Wahrscheinlichkeit von 7,6 · 10⁻⁶ (zweiseitiger Vorzeichentest). Die einzelnen Jahreswerte sind unscharf; ihre Vorzeichen sind es nicht.
Der Vorzeichentest hat allerdings eine Lücke, und eine unabhängige Nachrechnung hat sie geschlossen. Er zählt nur Vorzeichen und lässt offen, ob 18 dünne Zellen zufällig alle in dieselbe Richtung gefallen sind. Die schärfere Fassung schließt genau das aus:
In allen 18 Jahren liegt bereits die Untergrenze des 95-Prozent-Intervalls der westlichen Nachkommen über der dänischen Rate desselben Jahres — nicht nur der Punktwert. 2025: Untergrenze 167 gegen 110, also Faktor 1,5 am unteren Rand.
Das ist die Aussage, die diese Zahlen tragen. Sie nimmt die Stichprobenunsicherheit jedes einzelnen Jahres mit, statt sie durch Vorzeichenzählen zu umgehen — und selbst im dünnsten Jahr, 2014 mit 19 Fällen, bleibt die Untergrenze über der dänischen Rate: 107,6 gegen 103,1.
Dieser Abstand ist der ehrliche Preis der schärferen Fassung, und er gehört dazu: 4,6 Ratenpunkte, also genau ein Fall Reserve. Bei 18 statt 19 Fällen fiele die Untergrenze 2014 auf 100,4 und damit unter die dänische Rate; die Aussage »in allen 18 Jahren« wäre gekippt. Die schärfere Fassung ist also zugleich die sprödere — der einfache Vorzeichentest hat an derselben Stelle 75 Ratenpunkte Luft. Beide Sätze sind wahr; der eine nimmt mehr mit, der andere hält mehr aus.
Dunkle Linie: Gewaltverurteilte je 100.000 Einwohner 15–79, in Dänemark geborene westliche Nachkommen. Die Fläche ist ihr 95-%-Intervall, die gestrichelte Linie die Rate dänischer Herkunft desselben Jahres, im letzten Jahr 2025 bei 110 je 100.000. Beide Reihen sind roh, nicht altersstandardisiert — die Quelle (STRFNA10) führt keine Altersachse; der alterskorrigierte amtliche Index steht weiter oben auf dieser Seite und zeigt dieselbe Richtung mit kleinerem Abstand. Die Gruppe ist die westliche Vergleichsgruppe (zu 18,8 % polnischer, 13,5 % deutscher, 10,1 % niederländischer Herkunft), keine Aussage über einzelne Nationalitäten.
Warum das Band so breit ist und was es dadurch nicht zeigt. Hinter jedem Jahr stehen 19 bis 41 Gewaltfälle; das Intervall ist deshalb in jedem Jahr um ein Vielfaches breiter als der Abstand, den die Figur belegen soll (Verhältnis Abstand zu Bandbreite 0,026 bis 0,561, in 18 von 18 Jahren unter dem Zweifachen). Die Aussage — in 18 von 18 Jahren liegt schon die Untergrenze über der dänischen Rate — gilt gerechnet, aber sie ist nicht in jedem Jahr ablesbar: in 2014 (4,5 je 100.000) und 2009 (8,9 je 100.000) ist der Zwischenraum auf einem schmalen Bildschirm dünner als 3 Pixel und damit vom Rand des Bandes nicht mehr zu unterscheiden. Dort trägt die Zahl, nicht das Bild.
In 14 der 18 Jahre war die Stufe zwischen den Generationen bei den westlichen Gruppen größer als bei den nicht-westlichen. 2025: 3,54 gegen 3,46. Das Maximum der westlichen Reihe liegt bei 4,65 (2019). Erst 2022 kam der Wechsel, in dem die nicht-westliche Stufe zeitweise vorn lag.
Die Generationenstufe ist also kein Merkmal nicht-westlicher Herkunft. Sie ist ein Merkmal des Zweitgenerationen-Status — quer über die Weltregionen.
Der schwerste Einwand gegen die Tabelle oben: Sie ist nicht altersstandardisiert. Die Tabelle hat keine Altersachse, und Nachkommen sind sehr viel jünger als Eingewanderte. Ein Teil des Abstands ist Alter.
Deshalb dieselbe Frage auf einer zweiten Achse, innerhalb desselben Altersfensters und Geschlechts — alle Deliktarten, Männer 15 bis 29, 2025, je 100.000:
| Gruppe | Fälle | Personen | je 100.000 |
|---|---|---|---|
| Westliche Einwanderer | 1.740 | 37.036 | 4.698 |
| Dänische Herkunft | 26.459 | 462.124 | 5.726 |
| Westliche Nachkommen | 262 | 3.578 | 7.324 |
| Nicht-westliche Einwanderer | 3.141 | 41.941 | 7.489 |
Dieselbe Anordnung, kleinerer Abstand — und ein Ergebnis, das man zweimal lesen muss: Die Kinder westlicher Einwanderer liegen fast genau auf der Rate nicht-westlicher Einwanderer. Über die Reihe: westliche Nachkommen in 17 von 18 Jahren über der dänischen Herkunft (Ausnahme 2012 mit 0,997 — praktisch Gleichstand), westliche Einwanderer in 18 von 18 darunter. Die Richtung ist robust. Die Höhe des Faktors ist es nicht.
Nicht von Deutschen und Schweden. Die westliche Nachkommengruppe hat kein dominierendes Herkunftsland: 18,8 Prozent Polen, 13,5 Prozent Deutschland, 10,1 Prozent Niederlande, 7,0 Prozent Vereinigtes Königreich, 6,8 Prozent Island, 6,5 Prozent Rumänien, 6,4 Prozent Schweden, 5,3 Prozent Litauen. Der osteuropäische Anteil ist über die Reihe gewachsen, und die Gruppe hat sich seit 2008 fast verdoppelt. Wer aus diesen Zahlen eine Aussage über eine Nationalität macht, macht sie gegen die Daten.
Und was den Befund gekippt hätte, damit sichtbar ist, dass die Probe hätte scheitern können: wenn die westlichen Nachkommen in nennenswert vielen Jahren unter der dänischen Rate lägen — dann wäre die Generationenstufe tatsächlich an die nicht-westliche Herkunft gebunden. Oder wenn ein einzelnes Land die Gruppe dominierte — dann wäre es eine Länderaussage. Beides wurde geprüft. Beides ist nicht der Fall.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Vier Teile, alle vier bindend, und die ersten beiden sind Bedingungen des researchers, keine Bitten — dieser Befund ist in beide Richtungen missbrauchbar.
- nicht als »auch bei Deutschen und Schweden« erzählen. Die westliche Nachkommengruppe ist zu 18,8 Prozent polnischer, 13,5 Prozent deutscher, 10,1 Prozent niederländischer und 6,5 Prozent rumänischer Herkunft; kein Land stellt mehr als ein Fünftel. Es ist eine Aussage über die westliche Vergleichsgruppe, nicht über Nationalitäten.
- nie ohne die Fallzahl: 36 Gewaltfälle im Jahr 2025, über die Reihe zwischen 19 und 41. Jeder Einzeljahreswert ist Rauschen; nur die Reihe trägt. Deshalb steht die Aussage als Vorzeichenprobe da und nicht als Faktor — der Faktor 3,54 hat ein Konfidenzintervall von 167 bis 330 je 100.000 unter sich. (2b) neu 07.08., und sie ersetzt keine der obigen, sondern stärkt sie: Wenn eine Figur die Reihe zeigt, ist die tragende Aussage nicht »18 von 18 Vorzeichen«, sondern »in 18 von 18 Jahren liegt schon die Intervall-Untergrenze über der dänischen Rate«. Das ist unabhängig nachgerechnet (alle 18 Zähler und Nenner eigenständig gezogen). Wer die Reihe mit Konfidenzbändern zeichnet, zeigt diesen Befund von selbst: Kein Band der westlichen Nachkommen berührt die dänische Linie. Genau das ist das Bild.
- Die Gewaltraten sind nicht altersstandardisiert — STRFNA10 hat keine Altersachse. Wo sie gezeigt werden, gehört die alterskontrollierte zweite Achse in dieselbe Figur oder in dieselbe Bildunterschrift: Sie zeigt dieselbe Richtung mit kleinerem Abstand, und das ist die ehrliche Lesart.
- B13, Schreibseite: Die 18 Jahre sind keine Auswahl. Sie sind die vollständige Reihe, seit es beide Tabellen gibt. Dieser Satz gehört an die Vorzeichenprobe, sonst ist sie ein Mechanismus ohne ihre Herkunft.
Das Vorzeichen ist Zählrauschen
Bei drei von vier Herkunftsgruppen fällt der Gewaltindex in 20.000 von 20.000 simulierten Ziehungen. Bei der kleinsten — 19 bis 41 Verurteilte im Jahr — nur in 58,8 Prozent, und ein einziges Berichtsjahr dreht das Vorzeichen
Der altersstandardisierte Gewaltindex der westlichen Nachkommen in Dänemark — der Kinder von Zugewanderten aus Polen, Deutschland, Schweden — steigt zwischen 2000 und 2024 um 13,9 Prozent. Und er fällt zwischen 2000 und 2025 um 6,3 Prozent. Dieselbe Rechnung, dieselbe Gewichtungskurve, ein Jahr Unterschied.
Das passiert nicht in einer Kurve, sondern in allen fünf, die wir gerechnet haben: +9,6 gegen −10,5, +8,3 gegen −12,1, +13,9 gegen −6,3, +16,5 gegen −4,0, +18,4 gegen −2,7 Prozent. Fünf Kurven, zwei Endpunkte, zwei entgegengesetzte Geschichten.
Die richtige Frage ist deshalb nicht, welches Vorzeichen stimmt. Sie lautet: Ist überhaupt eines messbar?
In dieser Gruppe werden pro Jahr zwischen 19 und 41 Menschen wegen Gewalt verurteilt. Über alle 24 Berichtsjahre zusammen sind es 689, die kleinste Summe der vier Gruppen. Zum Vergleich: Die nicht-westlichen Einwanderer tragen 698 bis 1.167 Fälle — pro Jahr.
Um zu prüfen, was bei so kleinen Zahlen der Zufall tut, hat der researcher die Zählung 20.000-mal neu gezogen: Jedes Jahr bekommt einen zufälligen Zähler mit demselben Erwartungswert wie der beobachtete. Die Bevölkerungszahlen bleiben fest — sie stammen aus dem Register und tragen kein Zählrauschen.
Das Ergebnis:
| Gruppe | Fälle je Jahr | Index fällt in … der Ziehungen (bis 2025) |
|---|---|---|
| nicht-westliche Einwanderer | 698–1.167 | 100,0 % |
| nicht-westliche Nachkommen | 166–790 | 100,0 % |
| westliche Einwanderer | 105–240 | 100,0 % |
| westliche Nachkommen | 19–41 | 58,8 % |
Mit Endpunkt 2024 sind es bei der kleinen Gruppe 31,2 Prozent. Ein Münzwurf, einmal so und einmal so herum. Bei den drei größeren Gruppen steht der Rückgang in jeder einzelnen der 20.000 Ziehungen — mit beiden Endpunkten.
Für die westlichen Nachkommen zeigen wir ab sofort keine Richtung über die Zeit. Nicht »steigend«, nicht »fallend«. Die Reihe trägt keine.
Und das ist ausdrücklich kein Vorwurf an die Daten. Die dänische Zählung ist ein Vollregister; 36 Verurteilte im Jahr 2025 sind exakt 36. Unsicher ist nicht die Zahl. Unsicher ist die Linie, die man durch 24 solcher Zahlen legen möchte.
Daraus folgt eine Faustregel für alles, was wir hier noch rechnen: Bei 19 bis 41 Fällen im Jahr entscheidet der Endpunkt das Vorzeichen. Bei 105 bis 240 tut er es nicht mehr. Wo genau dazwischen die Schwelle liegt, wissen wir nicht — dass es eine gibt, wissen wir seit heute.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND: Die 58,8 Prozent stehen nie ohne die 31,2 des Nachbarfensters und nie ohne die 100,0 der drei anderen Gruppen. Der Befund ist der KONTRAST, nicht die Einzelzahl.
- BINDEND: Keine Darstellung zeigt für die westlichen Nachkommen eine Richtung, weder steigend noch fallend. Die Reihe trägt keine.
- BINDEND: Die Gruppengröße (19 bis 41 Verurteilte im Jahr) steht im selben Blickfeld wie jede Zahl über diese Gruppe.
- BINDEND: »Zählrauschen« heißt nicht »die Daten sind schlecht«. Die Zählung ist ein Vollregister und exakt. Unsicher ist nicht die Zahl, sondern die Richtung, die man aus so wenigen Fällen lesen möchte.
Töchter: größerer Sprung, kleineres Niveau
Bei den Töchtern ist der Sprung zwischen den Generationen größer als bei den Söhnen — und trotzdem liegt die höchste Frauenrate Dänemarks unter der niedrigsten Männerrate
Alle Zahlen weiter oben — 5.726, 7.489, 15.946 — sind Männerzahlen. Dieselbe Rechnung mit denselben Tabellen für Frauen ergibt zwei Sätze, und beide sind nötig. Einzeln erzählt jeder von ihnen etwas Falsches.
Frauen zwischen 15 und 29, Berichtsjahr 2025, Schuldsprüche je 100.000, alle Deliktarten:
| Gruppe | Fälle | Frauen in der Gruppe | je 100.000 | 95-%-Intervall |
|---|---|---|---|---|
| Dänische Herkunft | 6.146 | 440.309 | 1.396 | 1.361 – 1.431 |
| Westliche Einwanderinnen | 480 | 38.803 | 1.237 | 1.129 – 1.353 |
| Westliche Nachkomminnen | 79 | 3.429 | 2.304 | 1.824 – 2.872 |
| Nicht-westliche Einwanderinnen | 641 | 39.200 | 1.635 | 1.511 – 1.767 |
| Nicht-westliche Nachkomminnen | 1.470 | 34.769 | 4.228 | 4.015 – 4.450 |
Der Faktor von der ersten zur zweiten Generation liegt bei den nicht-westlichen Frauen bei 2,59, bei den Männern derselben Gruppen bei 2,13. Und das ist kein Ausreißer einer dünnen Zelle: Es gilt in allen drei Altersgruppen, die die Tabelle kennt.
| 15–29 | 30–49 | 50–79 | |
|---|---|---|---|
| Frauen | 2,59 | 2,39 | 2,50 |
| Männer | 2,13 | 2,10 | 2,09 |
Dahinter steckt eine Bewegung, die sich auf beide Generationen ungleich verteilt. Gegenüber der dänischstämmigen Rate (= 1,00):
- Nicht-westliche Einwanderinnen 15–29 liegen bei 1,17 — praktisch auf Gleichstand. Und das ist kein neuer Zustand: Die 18-Jahres-Reihe bewegt sich zwischen 1,06 und 1,34, ohne Trend. Der Wert 2025 liegt im Mittelfeld. Für die erste Generation der Frauen gibt es nichts, was auseinanderliefe.
- Ihre in Dänemark geborenen Töchter liegen bei 3,03 — dem Maximum der Reihe. 2008 waren es 1,56.
Nicht-westliche Nachkomminnen zwischen 15 und 29 kommen auf 4.228 je 100.000. Die Männer derselben Gruppe auf 15.946 — das 3,8-fache.
Der Satz, der beide Hälften zusammenhält: Die höchste Frauenrate der ganzen Tabelle liegt unter der niedrigsten Männerrate. 4.228 bei den nicht-westlichen Nachkomminnen gegen 4.698 bei den westlichen Einwanderern, der niedrigsten Männergruppe dieses Alters. Es gibt in diesem Alter keine weibliche Herkunftsgruppe in Dänemark, die eine männliche einholt.
Nachtrag vom 16. September 2026: Bis heute stand hier »überhaupt« statt »dieses Alters«, und der zweite Satz galt ohne die Eingrenzung »in diesem Alter«, also für alle Altersgruppen. Über alle drei Altersgruppen gilt der Satz nicht: Im Block 30 bis 49 liegen nicht-westliche Nachkomminnen mit 5.451 je 100.000 über westlichen Einwanderern mit 5.407. Für die Tabelle dieses Textes, die fünf Frauengruppen von 15 bis 29, gilt er unverändert.
Das ist derselbe Befund, der weiter oben in diesem Block schon einmal steht — dort über 33 Herkunftsgruppen, hier auf der Generationenachse: Geschlecht trennt stärker als Generation und stärker als Herkunft. Wer den relativen Satz ohne diesen zeigt, erzählt eine andere Geschichte als die Daten.
Erstens: alle Delikte, und der Verkehrsanteil ist geschlechtsabhängig. Rund zwei Drittel der dänischen Schuldsprüche sind Verkehrsdelikte, und wie viel davon auf eine Gruppe entfällt, hängt an der Fahrleistung — die zwischen Männern und Frauen verschieden ist. Der Niveauvergleich oben trägt diesen Effekt mit.
Zweitens: eine gewaltspezifische Frauenfassung existiert nicht. Nicht, weil wir sie weggelassen hätten: Die Tabelle mit der Geschlechtsachse hat keine Deliktachse, die mit der Deliktachse keine Geschlechtsachse. Das ist die Tabellenlage, und sie ist die Grenze dieses Textes.
Drittens: rohe Raten, nur nach Altersgruppen geschichtet. Für die Männerreihe haben wir nachgerechnet, wie viel des wachsenden Abstands auf die Alterung der Gruppe innerhalb des Fensters 15–29 entfällt — rund ein Sechstel bis ein Viertel, und auch das nur für die Reihe über alle Deliktarten. Für die Frauenreihe ist diese Rechnung nicht durchgeführt, weil die dafür nötige Alterskurve bislang nur für Männer vorliegt. Der Vorbehalt gilt hier also unbeziffert: Ein Teil des Anstiegs von 1,56 auf 3,03 dürfte Altern sein, und wir wissen nicht, wie groß dieser Teil ist. Die Männerzahl darauf zu übertragen, wäre falsch — die Alterskurve der Frauen hat eine andere Form, weil ihr der Verkehrsdelikt-Sprung der jungen Männer fehlt.
Viertens: die westlichen Frauenzellen sind dünn. 79, 70 und 28 Fälle in den drei Altersgruppen. Sie stehen in der Tabelle als Kontext und tragen keine eigene Aussage.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Drei Teile, und der erste ist eine harte Auflage des researchers.
- Der relative Satz (»bei den Töchtern ist der Sprung größer«) und der absolute Satz (»das Niveau ist knapp ein Viertel des männlichen«) gehören in dieselbe Figur und in Dieselbe Bildunterschrift. Wer nur den ersten zeigt, erzeugt einen Eindruck, den die Daten nicht tragen; wer nur den zweiten zeigt, unterschlägt den Befund. Getrennt ist jeder von beiden eine halbe Wahrheit.
- Die Reihe der Einwanderinnen ist trendlos — 18 Werte zwischen 1,06 und 1,34. Sie darf nicht als »auch bei den Frauen wächst der Abstand« gerendert werden. Das gilt ausschließlich für die zweite Generation.
- Die drei westlichen Frauenzellen (79, 70 und 28 Fälle) tragen keine eigenständige Aussage und stehen nur als Kontext in der Tabelle. Keine Figur, die einen dieser Werte als Punkt ohne Intervall zeigt.
Söhne 3,09-fach, Töchter 1,63-fach
Dänemarks amtlicher alterskorrigierter Gewaltindex 2024 hat eine Frauenzeile: Töchter nicht-westlicher Eltern liegen bei der 1,63-fachen Rate der Frauen dänischer Herkunft, ihre Brüder bei der 3,09-fachen Rate der Männer dänischer Herkunft; bei den eingewanderten Eltern selbst ist der Abstand in beiden Geschlechtern etwa gleich, 1,55 und 1,69
Die amtliche dänische Publikation über Einwanderer druckt jedes Jahr einen alterskorrigierten Kriminalitätsindex nach Herkunft. Unsere Texte haben daraus bisher die Männerzeile benutzt, und unser Quellenrecord führte seit dem 4. August auch nur sie. Dieselbe Tabelle 6.9 hat eine zweite Zeile darunter, für Frauen, und die hatte bis heute niemand in dieser Stadt gelesen.
Gewaltverbrechen, 15 bis 79 Jahre, alterskorrigiert, Berichtsjahr 2024. Die Skala ist je Geschlecht normiert: alle Männer gleich 100, alle Frauen gleich 100.
| Gruppe | Männer (alle Männer = 100) | Frauen (alle Frauen = 100) |
|---|---|---|
| westliche Einwanderer | 43 | 55 |
| dänische Herkunft | 90 | 95 |
| nicht-westliche Einwanderer | 152 | 147 |
| westliche Nachkommen | 157 | unter zehn Verurteilte, kein Wert |
| nicht-westliche Nachkommen | 278 | 155 |
Der höchste Wert der Tabelle sind die 278 der nicht-westlichen Nachkommen unter den Männern.
Auf die dänische Herkunft als Eins umgerechnet, innerhalb je eines Geschlechts: Söhne nicht-westlicher Eltern liegen bei der 3,09-fachen Rate der Männer dänischer Herkunft, ihre Schwestern bei der 1,63-fachen Rate der Frauen dänischer Herkunft. Bei den eingewanderten Eltern selbst sind es 1,69 bei den Männern und 1,55 bei den Frauen.
Das ist der Befund: Der Überschuss der zweiten Generation ist bei den Söhnen fast doppelt so groß wie bei den Töchtern, 3,09 gegen 1,63. Bei der ersten Generation ist er in beiden Geschlechtern etwa gleich.
Was diese Tabelle nicht erlaubt, ist ein Vergleich von Frauen mit Männern. Beide Zeilen sind auf ihr eigenes Geschlecht normiert; die 155 der Töchter und die 278 der Söhne stehen auf zwei verschiedenen Linealen.
DSTs Alterskorrektur läuft auf Registerdaten und lässt sich für Frauen nicht nachrechnen, weil die StatBank-Tabelle STRFNA10 kein Geschlecht kennt. Was sich prüfen lässt, ist die Lesung. Tabel 6.11 druckt für dieselben Zellen den Anteil Verurteilter an der Gruppe, gerundet auf ein Zehntel Prozent. Mit dem Bestand je Geschlecht multipliziert ergibt das Personen, und die müssen die StatBank-Zahl für beide Geschlechter zusammen treffen. Nicht-westliche Nachkommen: 546 Männer plus 52 Frauen ergeben 598, im Rundungsband 545 bis 652, und die StatBank zählt 606. Westliche Nachkommen 37 im Band 30 bis 44 Personen gegen 41, nicht-westliche Einwanderer 778 im Band 579 bis 977 gegen 783. Alle fünf Gruppen liegen im Band.
Ein Nebenertrag dieser Probe: Von den 606 gewaltverurteilten nicht-westlichen Nachkommen des Jahres 2024 sind nach dieser Rechnung 519 bis 574 Männer, also 86 bis 95 Prozent.
Der Text an order 90 sagt, bei den Töchtern sei der Sprung zwischen den Generationen größer als bei den Söhnen, und er nennt für nicht-westliche Nachkomminnen das 3,03-Fache der Frauen dänischer Herkunft. Hier stehen 1,63. Beide Zahlen gelten, für verschiedene Mengen: Dort sind es alle Deliktarten, Frauen von 15 bis 29, rohe Raten des Jahres 2025 aus der StatBank. Hier sind es Gewaltverbrechen allein, Frauen von 15 bis 79, alterskorrigiert, gedruckt für 2024. Wer eine der beiden Zahlen zitiert, nennt Umfang, Alter und Jahr dazu, sonst liest ein Leser zwei Antworten auf eine Frage, wo es zwei Fragen sind.
Grenzen: ein Jahr, eine Tabelle, Indizes ohne Nachkommastelle. Die Rundung in Tabel 6.11 macht die Frauenzahlen als Personen nur grob. Westliche Nachkomminnen fehlen, weil sie unter zehn Verurteilte haben.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, aus dem Record: Kein Index ohne seine Skala (alle Männer = 100 beziehungsweise alle Frauen = 100) und ohne das Jahr 2024.
- BINDEND, aus dem Record: »Fast doppelt« nur mit den beiden Zahlen 3,09 und 1,63 daneben.
- BINDEND, aus dem Record: Kein Satz, der Frauen und Männer direkt vergleicht. Beide Skalen sind je Geschlecht auf 100 normiert; eine Tochter mit 155 und ein Sohn mit 278 stehen auf zwei verschiedenen Linealen.
- EIGENE AUFLAGE: Der Text an order 90 (alle Delikte, 15 bis 29, roh) und dieser hier (Gewalt, 15 bis 79, alterskorrigiert) messen Verschiedenes und stehen nie so nebeneinander, als widerspräche einer dem anderen. Wer beide zitiert, nennt bei jedem Umfang, Alter und Jahr.
Töchter: die Alterung erklärt 11,1 Prozent
Bei den Töchtern erklärt die Alterung 11,1 Prozent des Anstiegs, bei den Söhnen 22,5 — und der Grund ist nicht, dass die Töchter langsamer altern, sondern dass ihre Alterskurve flacher ist
Die Rate der nicht-westlichen Nachkomminnen Dänemarks ist zwischen 2008 und 2025 vom 1,56-fachen auf das 3,03-fache der dänischstämmigen Rate gestiegen — fast eine Verdopplung des Abstands.
Bevor man das eine Entwicklung nennt, muss eine langweilige Erklärung ausgeschlossen sein: Vielleicht ist die Gruppe schlicht älter geworden. Sie war 2008 sehr jung, und Alter bewegt Straffälligkeit stark. Dann würde die Statistik eine Bevölkerung messen, die durch das Alter mit dem höchsten Risiko hindurchwandert, und wir würden es Anstieg nennen.
Rechnet man beide Jahre auf dieselbe Altersstruktur um, steigt das Verhältnis statt um 93,9 um 83,4 Prozent. Die Alterung erklärt damit 11,1 Prozent des Anstiegs. Gegenüber den nicht-westlichen Einwanderinnen sind es 4,4 Prozent — fast nichts.
Bei den Söhnen war dieselbe Rechnung auf 22,5 Prozent gekommen, doppelt so viel. Der naheliegende Schluss wäre, dass die Töchter langsamer altern. Er ist falsch: Beide Gruppen altern im Fenster praktisch gleich (Töchter 20,03 → 22,11 Jahre, Söhne 19,99 → 22,14). Der Unterschied liegt in der Kurve, nicht in der Bevölkerung. Die Frauen-Alterskurve ist flacher — ihr fehlt der Verkehrsdelikt-Sprung, der die Männerkurve zwischen 17 und 19 um den Faktor 2,3 hochzieht. Wo die Kurve flacher ist, verschiebt dieselbe Alterung weniger.
Diese Angabe gehört neben die Zahl, weil man sie ihr nicht ansieht. Gerechnet wird auf Einzeljahren von 15 bis 24 und dann 25 bis 29 als einem Block. Innerhalb dieses Blocks ist die Rechnung blind. 2008 kostet das nichts — grobes und feines Gitter messen dieselbe Zahl. Am Reihenende 2025 zeigt das grobe nur noch rund 87 Prozent dessen, was fein messbar wäre (0,0311 gegen 0,0357).
Diese 87 sind aufs Prozent nicht bestimmt: Beide Eingabewerte sind gerundet, und das allein spannt das Ergebnis über 86,9 bis 87,4. Wir schreiben deshalb die Spanne. Es ist dieselbe Prüfung, die uns eine Woche zuvor eine eigene Zahl gekostet hat.
Und eine Grenze dieser Grenze, weil zwei sehr ähnlich klingende Sätze hier verschiedene Dinge bedeuten: Dass ein grobes Gitter Unähnlichkeit nur unterschätzen kann, ist gesichert — es kann Unterschiede verstecken, aber keine erfinden. Für die 11,1 Prozent selbst gilt das nicht: Eine Alterskorrektur kann auf grobem Gitter zu schwach oder zu stark ausfallen, und in welche Richtung, ist hier nicht gemessen. Gesichert ist nur, dass eine Gitterwahl darin steckt — nicht, wem sie nützt.
Und der Block 25–29 lässt sich für Frauen nicht auflösen: Die dafür nötige Tabelle ist bei den Frauen auf ganze Einheiten je 1.000 gerundet und liefert eine völlig flache Form — kein Signal, nur Rundung. Auf der Männerachse ist er aufgelöst und bewegt die Antwort um 0,45 Punkte. Ob das hier auch gilt, wissen wir nicht, und wir übertragen es nicht.
Alles oben gilt für die Reihe über alle Delikte. Bildet man die Gewichtungskurve aus Gewaltdelikten, kippt das Vorzeichen: Dann erklärt die Alterung nicht 11,1 Prozent des Anstiegs, sondern hat ihn um 54,8 Prozent gedämpft — altersbereinigt wäre er größer, nicht kleiner. Für eine gewaltspezifische Lesart ist die Alterung der Töchter also keine Entwarnung, sondern das Gegenteil.
Deshalb ist »altersbereinigt« allein nie eine ausreichende Beschriftung. Es gehört dazu, welche Kurve bereinigt wurde.
Die 4,4 stand auf einer Liste von Zahlen, bei denen wir befürchtet hatten, dass die veröffentlichte Stelle nicht trägt. Sie wurde ungerundet nachgerechnet: 4,408214, und unter jedem geprüften Rechenweg bleibt sie 4,4. Ihre Schwesterzahl auf derselben Liste hat die Prüfung nicht bestanden und ist korrigiert.
Der Unterschied zwischen beiden ist keine Frage der Sorgfalt, sondern messbar: Die 4,4 liegt 1,7-mal weiter von der nächsten Rundungsgrenze entfernt, als ihre Eingabeunschärfe breit ist. Bei der gekippten Zahl war der Abstand fünfmal kleiner als die Spanne. Das ist keine neue Messung über Dänemark — es ist die Prüfung einer alten.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, vom researcher gesetzt: »Altersbereinigt« allein ist nicht zulässig — der Deliktumfang der Gewichtungskurve gehört in jede Beschriftung. Über die geprüften Kurven kippt der erklärte Anteil von +11,1 auf −54,8 Prozent; ohne die Angabe, welche Kurve gemeint ist, ist die Zahl bedeutungslos.
- BINDEND: Für eine gewaltspezifische Lesart ist die Alterung der Töchter keine Entwarnung, sondern das Gegenteil — sie hat den beobachteten Anstieg gedämpft, nicht erzeugt. Dieser Satz darf nicht wegfallen, wenn der Text gekürzt wird.
- BINDEND, vom researcher am 12.08. gesetzt: Die Nachrechnung ist eine Bestätigung, keine neue Messung. Der Text darf nicht so gelesen werden, als sei die 4,4 neu erhoben worden. Wer die Prüfung zitiert, zitiert die Prüfung, nicht den Befund.
- Die Kurve stammt aus einer Tabelle, die Entscheidungen zählt, nicht Personen. Nur ihre Form geht ein, das Niveau kürzt sich heraus. Nie mit Personenraten in eine Figur.
- Auflage hans 2026-08-15 §6: Das Altersgitter steht im Text, nicht nur im Frontmatter.
Der Gewaltgipfel ist ein Jahrgang: 1987
Dänemarks Gewaltgipfel ist ein Geburtsjahrgang: 1987. Wer 1999 geboren wurde, steht wieder dort, wo der Jahrgang 1965 stand — und das ist die Zahl, die neben allem anderen in diesem Block stehen muss
Dieser Block vergleicht seit Tagen Gruppen innerhalb eines Jahres: Wer wurde 2025 schuldig gesprochen, gemessen an je 100.000 seiner Gruppe? Danmarks Statistik führt eine Tabelle, die eine andere Frage stellt — und sie ist die Frage, die ein Querschnitt nie beantworten kann:
Wie groß ist der Anteil eines Geburtsjahrgangs, der bis zu einem bestimmten Alter mindestens einmal verurteilt worden ist?
Ein Punkt ist hier kein Kalenderjahr, sondern ein Jahrgang über elf Lebensjahre. Männer, Gewaltdelikte, gezählt bis einschließlich Alter 25:
| Geburtsjahrgang | Anteil mit mind. einer Gewaltverurteilung bis 25 |
|---|---|
| 1965 | 3,51 % |
| 1975 | 4,45 % |
| 1985 | 7,03 % |
| 1987 | 7,27 % — Gipfel der Reihe |
| 1990 | 6,54 % |
| 1995 | 4,12 % |
| 1999 | 3,59 % |
Die Reihe hat 35 Jahrgänge; hier stehen sieben, damit die Form sichtbar wird. Sie steigt über 22 Jahrgänge zum Gipfel und fällt über zwölf zurück. Ganz glatt ist sie dabei nicht, und das gehört dazu: Im Anstieg gibt es vier kleine Rückschritte (der größte 1966 → 1967, 3,64 auf 3,53), und am unteren Ende steht die Reihe seit dem Jahrgang 1997 still, statt weiter zu fallen — 3,52 · 3,58 · 3,59. Die Form ist also ein Berg mit rauem Hang und einem flachen Auslauf, kein Zickzack, aus dem man sich die passende Stelle heraussuchen könnte.
Verdoppelt und wieder halbiert, in 34 Jahrgängen. Der jüngste vollständig zählbare Jahrgang liegt 0,08 Punkte über dem ältesten. Das ist keine Annäherung an den Ausgangswert, das ist der Ausgangswert.
Sie steht hier, weil sie die eine Aussage ist, ohne die alle anderen dieses Blocks schief gelesen werden.
Die Grundgesamtheit dieser Tabelle sind alle, die mit 14 Jahren in Dänemark wohnten: Dänen dänischer Herkunft, in Dänemark geborene Nachkommen und alle vor dem 14. Geburtstag Eingewanderten — ohne Trennung. Der wachsende Abstand der zweiten Generation, den dieser Block über 18 Jahre misst, hat also stattgefunden, während die Gesamtzahl fiel.
Beides kommt aus demselben Amt, und beides stimmt. Ein wachsender Anteil an einer schrumpfenden Gesamtheit ist kein Widerspruch, sondern eine Beschreibung derselben Lage aus zwei Richtungen. Wer nur den ersten Satz zeigt, zeigt die Hälfte; wer nur den zweiten zeigt, auch.
Was diese Tabelle nicht kann: Sie hat keine Herkunftsachse. Sie kann die Frage dieses Issues nicht beantworten — sie kann ihr nur den Maßstab geben. Wer aus ihr eine Aussage über Einwanderer oder Nachkommen macht, macht sie ohne Daten.
Dieselbe Rechnung für Frauen sieht auf den ersten Blick gleich aus und endet anders:
| 1965 | Gipfel | 1999 | |
|---|---|---|---|
| Männer, Gewalt bis 25 | 3,51 % | 7,27 % (1987) | 3,59 % |
| Frauen, Gewalt bis 25 | 0,20 % | 1,19 % (1990) | 0,61 % |
Bei den Frauen versechsfacht sich der Anteil bis zum Gipfel und fällt danach fast auf die Hälfte — aber der jüngste Jahrgang liegt weiterhin gut dreimal so hoch wie der älteste. In der Reihe aller 35 Jahrgänge liegt er gleichauf mit dem Jahrgang 1983 und damit im Mittelfeld, nicht am unteren Rand. Die Rückkehr zum Ausgangspunkt, die die Männerreihe zeigt, gibt es auf der Frauenachse nicht. Der Größenunterschied bleibt dabei erheblich: 0,61 gegen 3,59 Prozent.
Für alle Strafgesetzbuch-Delikte zusammen ist die Bewegung noch klarer. Männer, bis 25: von 19,94 % (Jahrgang 1965) auf 10,31 % (Jahrgang 1999) — annähernd halbiert. Der jüngste Jahrgang ist das Minimum der ganzen Reihe, das Maximum steht mit 20,12 % beim Jahrgang 1966.
Und weil Zahlen bis Alter 25 leicht unterschätzt werden, hier dieselbe Kohorte über ein längeres Stück Leben: Vom Jahrgang 1990 hatte bis zum Alter 34 knapp jeder fünfte Mann eine Strafgesetzbuch-Verurteilung (18,55 %) und rund jeder dreizehnte eine wegen Gewalt (7,88 %). Drei Fünftel dieser ersten Gewaltverurteilungen fallen vor den 21. Geburtstag (60,5 %). Das ist zugleich die Erklärung dafür, warum in diesem ganzen Block das Alter einer Gruppe so schwer wiegt: Die Straffälligkeit sitzt in wenigen Jahren, und wer diese Jahre gerade durchläuft, steht in jeder Statistik höher — ohne dass sich sein Verhalten von dem eines anderen unterscheiden müsste.
Erstens: Verurteilungen, nicht Taten. Ein Rückgang der Verurteiltenquote ist kein gemessener Rückgang der Gewalt. Anzeigeverhalten, Polizeipraxis und Sanktionsrecht wirken mit. Konkret: Dänemark hat 2019 mit dem Ungdomskriminalitetsnævn ein Verfahren geschaffen, das Fälle junger Menschen aus dem Strafverfahren herausnimmt — das trifft die Jahrgänge ab etwa 1995 in ihrem straffälligsten Alter. Wie viel des Rückgangs darauf entfällt, lässt sich mit dieser Tabelle nicht beziffern, und wir lassen die Frage offen, statt sie in eine Richtung zu schließen.
Was für einen echten Rückgang spricht: Er setzt beim Jahrgang 1988 ein und läuft über elf Jahrgänge gleichmäßig — die ersten sieben davon liegen vor 2019. Was dagegen spricht: Die letzten drei Jahrgänge (3,52 · 3,58 · 3,59) stehen praktisch still, statt weiter zu fallen.
Zweitens: Die Reihe endet beim Jahrgang 1999, weil erst er das Alter 25 vollständig durchlaufen hat. Jüngere Jahrgänge stehen in der Tabelle, sind aber unfertig.
Drittens: keine Herkunftsachse — siehe oben. Der Maßstab, nicht die Antwort.
Viertens: Der Nenner ist bei Alter 14 fixiert. Wer später auswandert oder stirbt, bleibt darin; wer nach dem 14. Geburtstag einwandert, kommt nicht hinein. Für die Ausgewanderten heißt das eine leichte Unterschätzung des Risikos derer, die bleiben.
Eine letzte Genauigkeit, die die Tabelle selbst verlangt: Die Deliktklassen sind keine Zerlegung. Für den Jahrgang 1990 summieren sich Sexual-, Gewalt-, Eigentums- und sonstige Delikte auf 9.020 Personen gegen 6.365 mit einer Strafgesetzbuch-Verurteilung überhaupt — wer mehrfach verurteilt wurde, steht in mehreren Klassen. Die 7,27 Prozent heißen deshalb »mindestens eine Gewaltverurteilung«, nicht »die erste Verurteilung war eine wegen Gewalt«. Aus demselben Grund dürfen die Klassen nicht addiert werden.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, vom researcher übernommen: Diese Reihe darf nicht als »Gewalt in Dänemark geht zurück« beschriftet werden. Sie zeigt Verurteilungen. Der Vorbehalt zur Verfahrensumstellung von 2019 gehört in dieselbe Bildunterschrift, nicht in eine Fußnote.
- BINDEND: Steht diese Reihe neben dem Anstieg der zweiten Generation (order 70/80), muss der Satz danebenstehen, dass beides gleichzeitig gilt und die Grundgesamtheiten verschieden sind — hier ein Geburtsjahrgang über sein Leben, dort ein Kalenderjahr über eine Altersgruppe. Ohne diesen Satz liest sich das Nebeneinander als Widerspruch oder als Entwarnung, und es ist beides nicht.
- keine Figur, die diese Reihe mit einer Kalenderjahr-Reihe dieses Issues in einer x-Achse mischt. Die Achse bedeutet etwas anderes: Ein Punkt ist hier ein Jahrgang über elf Lebensjahre, dort ein Jahr über eine Altersgruppe.
- Die Frauenlinie gehört in dasselbe Panel und auf dieselbe Achse. Der Größenunterschied (0,61 gegen 3,59 Prozent) ist Teil des Befunds; eine zweite y-Achse ebnet ihn ein und macht aus zwei sehr verschieden großen Zahlen zwei gleich hohe Kurven.
- Die Reihe endet beim Jahrgang 1999 und darf nicht weiter gezeichnet werden. Jüngere Jahrgänge stehen in der Tabelle, haben das Alter 25 aber nicht vollständig durchlaufen; ihre Werte sind unfertig, nicht niedrig.
Die Schwere kippt mit dem Nenner
Wir zählen Schuldsprüche und nennen es Gewalt — jetzt gibt es die Schwere dazu, und sie kippt mit dem Nenner: Warum wir aus dieser Rechnung keine einzelne Zahl publizieren (Issue 001, Methodik)
Wir zählen Schuldsprüche. Ein Schuldspruch ist ein Schuldspruch — egal, ob am Ende eine Geldstrafe von 3.000 Kronen steht oder drei Jahre Haft. Jedes bisherige Finding dieses Issues lässt diese Frage offen, und das ist der Einwand, den ein aufmerksamer Leser zu Recht stellt.
Die dänische Tabelle kennt die Entscheidungsart. Sie ist jetzt gezogen. Und das Ergebnis ist ein Lehrstück darüber, warum eine Zahl ohne ihren Nenner keine Information ist.
Gewaltkriminalität, Dänemark, gepoolt 2021–2025. Anteil der Entscheidungen, die auf unbedingte Freiheitsstrafe lauten:
| Gruppe | bezogen auf alle Entscheidungen | bezogen auf Entscheidungen mit Sanktion |
|---|---|---|
| Asylbewerber | 21,0 % | 59,6 % |
| Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis | 20,4 % | 52,1 % |
| dänische Staatsbürger | 22,2 % | 47,4 % |
| Ausländer ohne Aufenthaltsrecht | 36,8 % | 73,6 % |
| Touristen und Visuminhaber | 30,8 % | 64,3 % |
Die linke Spalte sagt: Das Feld teilt sich nach Ansässigkeit, nicht nach Pass. Wer im Land wohnt, liegt bei rund 20 bis 22 Prozent, egal mit welchem Papier; die beiden durchreisenden Gruppen stechen heraus.
Die rechte Spalte sagt etwas anderes: Jetzt liegen alle Nicht-Staatsbürger über den Dänen, und die saubere Trennung ist verschwunden.
Beide Spalten sind richtig. Keine der beiden ist der neutrale Nenner. Deshalb steht in unserer Tabelle keine einzelne Schwere-Zahl — wer eine wählt, hat die Aussage gewählt.
Die Gruppen unterscheiden sich stark darin, wie viele ihrer Gewaltverfahren überhaupt in einer Sanktion enden: bei Asylbewerbern 35 Prozent, bei dänischen Staatsbürgern 47, bei Touristen 48, bei Ausländern ohne Aufenthaltsrecht 50. Der Rest sind Einstellungen, Absehen von Anklage und andere Entscheidungen. Ein Nenner, der diese Fälle mitzählt, misst etwas anderes als einer, der sie weglässt.
Drei Aussagen, und mehr behaupten wir nicht:
- Ausländer ohne Aufenthaltsrecht haben in beiden Rechnungen den höchsten Anteil unbedingter Haft.
- Dänische Staatsbürger und Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis den niedrigsten.
- Asylbewerber liegen in beiden Rechnungen unter beiden durchreisenden Gruppen.
Punkt 3 ist der wichtige, weil er gegen die bequeme Lesart geht. Die Gruppe, die im Gewaltzähler überrepräsentiert ist — dazu der Text nebenan —, ist nicht die Gruppe mit den schwersten Sanktionen.
Der Anteil unbedingter Haft misst nicht nur die Schwere der Tat. Gegen jemanden ohne Wohnsitz im Land ist eine Bewährungsstrafe praktisch nicht vollstreckbar. Man sieht es an der Struktur: Touristen bekommen bei Gewalt in nur 4,8 Prozent der Fälle eine bedingte Strafe, dänische Staatsbürger in 21,5 Prozent. Dass gerade die beiden durchreisenden Gruppen oben stehen, ist deshalb mindestens teilweise eine Entscheidung über die Vollstreckbarkeit und keine über die Tat.
Nicht kontrolliert sind außerdem Vorstrafen, das Alter und das Deliktprofil innerhalb der Gruppe »Gewalt« — sie reicht von Drohung bis Totschlag. Die Zahlen oben sind exakt und geprüft. Ihre Deutung ist es nicht.
Diese Achse gibt es dort nicht. Die Polizeistatistik kennt den Aufenthaltsstatus, aber keine Sanktion; die Strafverfolgungsstatistik kennt die Sanktion, aber keinen Aufenthaltsstatus. Es fehlt nicht die Auswertung, es fehlt die gemeinsame Achse — dasselbe Muster wie beim Text über die Sozialmerkmale nebenan.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND, researcher: Es darf keine einzelne schwere-Zahl je Gruppe publiziert Werden, ohne den anderen Nenner danebenzustellen. 21,0 % und 59,6 % sind dieselbe Gruppe, dasselbe Jahr, dasselbe Delikt. Wer eine der beiden allein zeigt, hat die Bezugsgröße gewählt, die zur gewünschten Aussage passt.
- BINDEND, researcher: Der Vollstreckbarkeits-Vorbehalt gehört an jede Figur und in Jeden Text. Ein hoher Anteil unbedingter Haft bei Durchreisenden misst auch, dass eine Bewährungsstrafe gegen jemanden, der morgen ausreist, nicht vollstreckbar ist.
- Nicht kontrolliert und im Text zu nennen: Vorstrafen, das Deliktprofil innerhalb der 15 Gewalt-Untergruppen (von Drohung bis Totschlag), Alter.
- keine Figur, die nur eine der beiden Rechnungen zeichnet. Wenn eine Figur kommt, dann als Paar mit gemeinsamer Beschriftung — sonst gar keine. Der Reihenfolge-Effekt (welche Gruppe oben steht) ist hier die Aussage und darf nicht durch die Achsenwahl entschieden werden.
- Eigene Auflage: Der Satz »die im Gewaltzähler überrepräsentierte Gruppe ist nicht die mit den schwersten Sanktionen« darf nicht ohne die drei nicht kontrollierten Größen aus (3) stehen. Er ist ein Gegenmittel gegen eine bequeme Lesart, keine Entlastungsaussage.
Was hinter einer gedruckten Zahl an Band steckt
Was hinter einer gedruckten Zahl an Band steckt: Die Gewaltindizes von Danmarks Statistik stehen von Ausgabe zu Ausgabe im Median 31 Prozent auseinander, genau so weit, wie reines Auszählen weniger Fälle sie auseinandertreibt. Nachweisbar gewandert ist keine der 18 Reihen
Die Gewaltindizes, die dieses Issue an mehreren Stellen zitiert, sind auf die Einerstelle gedruckt. 676, 622, 496 — das sieht nach einer Zahl aus, die man festhalten kann. Was nirgends dabeisteht: wie weit derselbe Index derselben Gruppe von einer Ausgabe zur nächsten wandert. Seit die drei letzten Ausgaben von »Indvandrere i Danmark« nebeneinander liegen, lässt sich das messen.
In allen drei Ausgaben gedruckt sind 18 der 30 Gewaltzellen; die übrigen zwölf fehlen in mindestens einem Jahr, weil weniger als zehn Personen der Gruppe verurteilt wurden. Über diese 18 Reihen beträgt der Abstand zwischen dem kleinsten und dem größten Wert im Median 30,8 Prozent des kleinsten. Am ruhigsten liegen die türkischen Nachkommen: 215, 226, 227, ein Band von 5,6 Prozent. Am unruhigsten die bosnischen Nachkommen, deren Index von 192 auf 110 fiel und wieder auf 152 stieg, ein Band von 74,5 Prozent. Neun der 18 Reihen liegen um mehr als 30 Prozent auseinander, vier um mehr als 55. Eine gedruckte Zahl aus dieser Tabelle steht also im Median für ein Band von rund einem Drittel ihrer Höhe — ohne dass sich in der Gruppe irgendetwas verändert haben muss.
Und genau das ist der Fall. Seit dem 19. September ist gerechnet, wie breit dieses Band allein davon wird, dass wenige Fälle ausgezählt werden. Der Zähler ist nirgends gedruckt, also steht er zwischen zwei Schranken: unten ein Näherungswert, oben die Zahl, die Danmarks Statistik für das ganze Herkunftsland druckt. Mehr Gewaltverurteilte als das Land hat, kann eine seiner Gruppen nicht haben. Selbst mit der großzügigen oberen Schranke käme der mittlere der 18 Indizes auf ein simuliertes Band von 33,6 Prozent, und beobachtet sind 30,8. Damit nachweisbar wäre, dass sich überhaupt etwas bewegt, müsste das mittlere Band bei 79,8 Prozent liegen. Keine der 18 Reihen erreicht ihre Schwelle. Bei elf von ihnen läge der dafür nötige Zähler sogar über allen Gewaltverurteilten, die ihr Herkunftsland in einem Jahr überhaupt stellt: Die türkischen Nachkommen bräuchten 3.686, und die ganze Türkei hatte in diesen Jahren zwischen 148 und 183.
Das ist kein Beweis, dass die Raten stillstehen. Ein Test auf zweistelligen Zählern hat wenig Kraft, und die 79,8 Prozent sagen genau das. Was er ausschließt, ist die Erzählung: Aus den drei gedruckten Werten einer Zeile lässt sich keine Entwicklung lesen. Unberührt bleibt der Abstand zwischen den Gruppen: Abgeräumt ist die Bewegung, nicht das Niveau.
Die Erklärung, die jeder zuerst nennt, trägt nicht. Kleine Gruppen schwanken stärker: Das ist der Satz, den man hier erwartet, und wir hatten ihn bis heute selbst im Text. Gegen die Gruppengrößen gehalten, ist er falsch. Der Zusammenhang zwischen Gruppengröße und Schwankung liegt bei Spearman −0,14 mit einem p von 0,57, und die Hälfte mit den kleineren Gruppen schwankt mit 23,7 Prozent sogar etwas weniger als die Hälfte mit den größeren mit 33,7.
Der Grund dafür ist einfach, wenn man ihn einmal gesehen hat: Unruhig wird ein Verhältnis nicht durch einen kleinen Nenner, sondern durch einen kleinen Zähler. Wie viele Verurteilte hinter einer Zelle stehen, druckt Danmarks Statistik nicht; messbar ist nur, dass sie zwischen zehn und 155 liegt. Und beide Größen fallen auseinander: 20.500 rumänische Einwanderer mit einem niedrigen Index lassen ähnlich wenige Fälle erwarten wie 865 syrische Nachkommen mit einem hohen. Mit einem Näherungswert für diese Fallzahl zeigt die Messung in die erwartete Richtung — Spearman −0,39, und die Hälfte mit den wenigsten erwarteten Fällen schwankt im Median um 51,0 Prozent gegen 21,9. Nur reicht auch das nicht: p 0,12 bei 18 Reihen ist eine Richtung, keine Aussage. Beides steht hier, weil beides gemessen wurde.
Drei Dinge folgen daraus für jede Zahl dieser Tabelle in unseren Texten. Erstens gehört zu einem Spitzenwert sein Vorjahreswert. Zweitens ist das gemessene Band eher zu schmal als zu breit: Die zwölf Reihen, die fehlen, sind die mit den wenigsten Verurteilten. Drittens steht neben zwei Werten derselben Zelle kein Wort, das eine Richtung behauptet. Kein »gestiegen«, kein »Sprung«, keine Trendlinie.
Nachtrag vom 19. September 2026: Dieser Text stand einen Tag lang mit der Überschrift, die Indizes »wandern« im Median um 31 Prozent, und im Absatz oben hieß es, neun der 18 Reihen »bewegen sich« um mehr als 30 Prozent. Beide Formulierungen behaupteten eine Bewegung, die nicht belegt ist. Die 30,8 Prozent stimmen und stehen unverändert da; sie sind der Abstand zwischen den gedruckten Werten, nicht eine gemessene Veränderung. Der Absatz mit der Schwelle von 79,8 Prozent und die dritte Folgerung sind heute dazugekommen, ausgelöst von einem Einwand des data-analyst an den researcher: Eine Spanne ist erst dann eine Bewegung, wenn sie den Zählfehler überschreitet.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND: Die drei Werte einer Reihe (etwa 477, 417, 676) stehen nie ohne ihre Bezugsjahre. Sie sind drei Ausgaben derselben Publikation, keine Zeitreihe mit Stützstellen, und tragen keine Trendlinie.
- BINDEND: Der Median von 30,8 Prozent gilt über die 18 in allen drei Ausgaben gedruckten Reihen. Er rendert nie als Aussage über alle Gewaltindizes der Tabelle; die zwölf Reihen mit mindestens einer gesperrten Zelle fehlen darin, und es sind gerade die kleinsten Gruppen.
- BINDEND: Die zwei Korrelationen erscheinen nur zusammen. Die durchgefallene (Gruppengröße, Spearman −0,14) nie ohne die in die erwartete Richtung zeigende (Fallzahl-Proxy, −0,39), und keine von beiden ohne ihr p.
Die Fußnote war die ungeprüfte Fläche
Wir prüfen 2.916 Zahlen im Erklärtext unserer eigenen Recherchen, und 31 davon stehen in keiner Datei des Hauses — nachgesehen ist jede einzelne, falsch ist keine, und die neue Prüfung hätte den Fehler, der sie ausgelöst hat, nicht gefunden
Das klingt wie eine Binse. Diese Woche hat es uns eine falsche Zahl gekostet, und der Weg dorthin ist lehrreicher als die Zahl.
Jede Recherche dieses Hauses trägt neben ihrem Ergebnis eine Methodenzeile — den Absatz, in dem steht, wie gerechnet wurde, was die Quelle hergibt und wo die Grenzen liegen. Unsere Prüfwerkzeuge sahen bisher auf die Ergebnisfelder: auf die Zahl, die veröffentlicht wird, und auf die Tabellen dahinter. Die Methodenzeile sah keines von ihnen an. Sie ist Prosa.
Am 23. September hat der verifikateur — der Kollege, dessen einzige Aufgabe das Nachrechnen ist — eine Spanne aus so einer Methodenzeile bestritten. Sie lautete »4.275 bis 7.726 dänische Zähler«. Beide Zahlen waren falsch: Die eine war ein einzelnes Jahr, die andere die Gesamtzahl aller Herkünfte. Richtig ist 4.033 bis 6.302. Gefunden hat er das nicht mit einem Werkzeug, sondern mit einer Frage: Zählst du dort Entscheidungen statt Personen, oder alle Herkünfte statt der dänischen?
Daraufhin ist die Fläche einmal ganz vermessen worden. 2.916 Zahlen stehen im Titel, in der Einheit und in der Methodenzeile der 64 Recherchen, die eine Messdatei nennen. 226 davon lassen sich in der jeweils genannten Messdatei nicht wiederfinden — 7,8 Prozent. 195 von ihnen stehen in einer anderen Datei des Hauses. 31 stehen in keiner.
Diese 31 sind einzeln angesehen worden, und hier ist das Ergebnis, das man bei so einer Zählung nicht erwartet: Keine einzige ist falsch. Zwölf sind Zitate aus dem Text anderer Recherchen, elf stammen aus gedruckten Quellen oder fremden Tabellen, drei sind in der Prosa selbst gerechnet, drei lassen sich nur durch Neurechnung belegen, zwei waren ein Lesefehler des Werkzeugs — es hatte die Intervallschreibweise »[100,101]« für eine Dezimalzahl gehalten.
Die 226 ist deshalb keine Fehlerzahl, sondern eine Liste von Einstiegen. Das ist ein Unterschied, auf dem wir bestehen, auch wenn die größere Zahl die interessantere Überschrift wäre.
Drei Dinge gehören zu diesem Befund, und sie stehen hier, weil sie sonst niemand schreibt.
Erstens: Die neue Prüfung hätte den Fehler nicht gefunden, der sie ausgelöst hat. Die Spanne »4.275 bis 7.726« bestand aus zwei Zahlen, die es im Haus gibt — sie standen nur für etwas anderes. Eine Prüfung, die fragt »kommt diese Ziffer vor?«, sagt dazu ja.
Zweitens: Die Abdeckung ist kleiner, als die Zahlen aussehen. 225 der 289 Recherchen nennen überhaupt keine Messdatei. Für sie ist diese Probe blind, und die 2.916 sind die Zahlen der übrigen 64.
Drittens, und das ist die Lücke, die nach drei Werkzeugen bleibt: Keines von ihnen prüft, ob eine Zahl die Größe bezeichnet, als die sie dasteht. Genau daran sind diese Woche vier unserer eigenen Sätze gescheitert — jedes Mal stimmte die Ziffer, und das Wort daneben nicht.
Dafür hat bisher jedes Mal ein Kollege gefragt, was eine Zahl eigentlich bedeutet. Das ist kein Werkzeug, und wir haben noch keines, das es ersetzt.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen:
- BINDEND: Die 226 ist KEINE Fehlerzahl. Es sind Einstiege; von den 31 daraufhin einzeln angesehenen ist keine eine falsche Zahl. Wer die 226 zeigt, zeigt die 0 daneben.
- BINDEND: »Drei Proben decken die Findings ab« darf nicht stehen. 225 von 289 Findings nennen gar keine Messdatei und sind für zwei der drei Proben unsichtbar.
- BINDEND: Kein Satz, der die Probe als Finderin des eigenen Fehlers darstellt. Gefunden hat ihn der verifikateur mit einer Frage, und die Probe hätte ihn nicht gefunden.
- Keine Grafik. Eine Balkenreihe über 2.916 / 226 / 31 würde aus einer Abdeckungslücke eine Fehlerquote machen, und das ist genau die Lesart, die Auflage (1) verbietet.
Der Zeiger und der Stand
Unsere Berichte zeigen auf die Dateien, aus denen ihre Zahlen stammen — aber nur 7 von 96 dieser Dateien tragen ein Datum im Namen, und wenn ein Programm dieselbe Datei neu schreibt, zeigt der Verweis auf etwas anderes als das, was er zitiert hat: gemessen über 302 Berichte ist das genau einmal passiert, fünf Zahlen in einem Bericht, und keine davon war falsch
Unsere Berichte nennen die Datei, aus der jede Zahl stammt. Das ist die halbe Miete der Nachprüfbarkeit — und sie hält nur, solange die Datei dieselbe bleibt. Schreibt ein Programm sie am nächsten Tag neu, zeigt die Quellenangabe weiter auf einen gültigen Dateinamen und nicht mehr auf die Zahl, die zitiert wurde. Nichts daran sieht kaputt aus.
Wir haben nachgesehen, wie oft uns das passiert ist.
| Berichte insgesamt | 302 |
|---|---|
| davon mit einer zitierten Messdatei | 120 |
| Zitate auf 96 verschiedene Dateien | 176 |
| davon Dateien mit Datum im Namen | 7 |
| Zitate, deren Datei später neu geschrieben wurde | 24 |
| Berichte mit verlorenen Zahlen | 1 |
In 302 Berichten genau einmal: fünf Zahlen in einem Bericht, von dreizehn. Keine davon war falsch — sie lösen nur in der heutigen Fassung ihrer Datei nicht mehr auf. Und es sind ausgerechnet fünf Zeilennummern aus unseren eigenen Texten: Der Bericht hatte gezählt, in welcher Zeile welcher Satz steht, und ein späterer Lauf hat die Zeilen neu gezählt.
Weil 7 von 96 kein Ergebnis von Bauweise ist, sondern von Glück. Von 78 Programmen, die eine Messdatei schreiben, schreiben 70 auf einen festen Namen. Dass daraus bisher ein einziger Schaden entstanden ist, liegt daran, wie selten wir dieselbe Datei zweimal anfassen — nicht daran, dass etwas es verhindert.
Drei Dinge gehören daneben, sonst ist die Eins zu schön:
- In 15 Fällen konnten wir gar nicht prüfen, weil die Messdatei später ins Archiv kam als der Bericht, der sie nennt. Weder grün noch rot.
- Ein Verweis zeigt seit 29 Tagen auf eine Datei, die es nie gegeben hat. Sie trägt ein Datum im Namen. Datieren schützt den Stand, nicht den Zeiger.
- Die übrigen 182 Berichte zitieren überhaupt keine Datei. Für diese Frage sind sie nicht sauber, sondern unsichtbar.
Beim Datieren fiel auf, dass eines unserer Prüfprogramme ein festes Stichtagsdatum trug — den Tag, an dem es gebaut wurde. Vier Tage lang prüfte es den Bestand von vorgestern und schwieg über alles danach: 12 statt 20 Berichte, 48 statt 65 geprüfte Werte. Eine Zahl im Werkzeug, die einen Stand meint und ihn nicht nachführt, meldet nichts, wenn sie veraltet.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Bindend, vier Teile; die ersten drei stehen wörtlich im Record.
- »7 von 96 Dateien sind datiert« steht nie ohne den gemessenen Schaden daneben. Die nackte Quote liest sich als Alarm; gemessen ist ein Bericht mit fünf Zeilennummern.
- »11 Dateien müssen datiert werden« ist nicht der Befund. Der Befund ist, dass 11 in der Risikoklasse liegen und 2 davon schon repariert sind.
- Jede Nennung der Quote nennt die Grundmenge: 120 von 302 Berichten zitieren überhaupt eine Messdatei. Die übrigen 182 sind für diese Frage nicht grün, sondern unsichtbar. Und die 15 nicht beurteilbaren Paare reisen mit der Zahl 5 mit.
- EIGENE AUFLAGE: Der Text nennt den Fall, der uns selbst betrifft. Die fünf verlorenen Zahlen sind Zeilennummern in unseren Texten — wir sind in diesem Befund nicht das Publikum, sondern der Gegenstand.
Eine Prüfung ohne »weiß nicht«
Ein Prüfprogramm, das nur »stimmt« und »stimmt nicht« kennt, muss »ich konnte es nicht prüfen« als eines von beidem ausgeben — und beides ist falsch: Von unseren 108 Programmen kennen 43 maschinell einen dritten Zustand, 65 nicht, die Handprobe an 15 widerlegt dieses Urteil in 4 Fällen, und der beruhigende Teil ist, dass 56 bei fehlender Grundlage lautes Rot melden statt stillem Grün
Eine Prüfung mit zwei Ausgängen — grün und rot — steht vor einem Problem, sobald ihr die Grundlage fehlt. Sie muss sich entscheiden. Sagt sie Grün, hat sie etwas bestätigt, das sie nie angesehen hat. Sagt sie Rot, schickt sie jemanden los, ein Feld zu reparieren, das in Ordnung ist. Der fehlende dritte Ausgang heißt: Ich konnte es nicht prüfen.
Wir haben unsere 108 Prüf- und Rechenprogramme durchgezählt. Maschinell — über den Programmtext, und nur über die Zeichenketten, die ein Programm auch ausgibt:
| von 108 Programmen | |
|---|---|
| kennen maschinell einen dritten Zustand | 43 |
| kennen maschinell nur zwei | 65 |
| melden bei fehlender Grundlage lautes Rot | 56 |
Die zweite Zeile ist eine Obergrenze und keine Zählung, und wir wissen, um wie viel: Fünfzehn Programme haben wir einzeln nachgelesen, und das maschinelle Urteil stimmte in 11 von ihnen. Auf diese Quote hochgerechnet liegen die echten Zweiausgänger näher bei 46.
56 von 108 schlagen Alarm, wenn ihnen die Grundlage fehlt — über eine Hausfunktion, die »Kontrolle gerissen« schreibt und den Riss in die Messdatei legt. Das ist kein dritter Ausgang, das ist lautes Rot. Aber es ist die richtige Seite des Fehlers: Wo etwas fehlt, bricht das Programm, statt stillschweigend Grün zu sagen.
Wir zählen es getrennt, und zwar aus einem messbaren Grund: Hätten wir »Riss« ins Lexikon genommen, wären aus 43 dritten Ausgängen 73 geworden — und 30 davon wären falsch gezählt gewesen.
Der unangenehmste Einzelfall ist unauffälliger: ein Programm, das fehlende Werte einfach überspringt, ohne sie zu zählen. Das ist ein Ausgang plus Schweigen. Seine Messdatei wird in drei Berichten zitiert.
Gezählt ist hier je Programm, nicht je Prüfschritt — dasselbe Programm kann an einer Stelle sauber abbrechen und an der nächsten stumm weiterlaufen.
Und weil es billig wäre, das nur beim Nachbarn zu zählen: Drei unserer eigenen Prüfungen haben in den letzten Tagen ihre eigene Grenze als Mangel der Daten gemeldet. Eine davon hätte beinahe ein richtiges Feld überschrieben.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Bindend, vier Teile; die ersten drei stehen wörtlich im Record.
- »65 von 108 Werkzeugen sind blind« ist falsch und darf nicht dastehen. Die 65 ist eine maschinelle Obergrenze mit gemessener Fehlalarmquote; die Handprobe trifft in 11 von 15, und die geschätzte echte Zahl ist 46.
- `riss()` wird nicht als dritter Ausgang dargestellt. Es ist lautes Rot.
- »Dritter Ausgang« ist je Werkzeug gezählt, nicht je Pfad — das steht im Text. Ein Werkzeug kann für einen Pfad einen dritten Ausgang haben und für den nächsten ein stilles Überspringen.
- EIGENE AUFLAGE: Der Text nennt, dass die Klasse bei uns selbst vorkommt. Drei unserer eigenen Prüfungen haben am 25. und 26. September ihre eigene Grenze als Mangel der Daten gemeldet; eine davon hat einen Kollegen fast dazu gebracht, ein richtiges Feld zu überschreiben.
Auf einen Verurteilten 1,6 Urteile
Auf jeden dänischen Mann, der bis zum 30. Geburtstag wegen Gewalt verurteilt wird, kommen 1,61 Gewaltverurteilungen — 37,9 Prozent der Urteile gehören zu jemandem, der schon gezählt war, und dieser Anteil steigt über die Jahrgänge 1965 bis 1995, während er beim Strafgesetzbuch insgesamt fällt
Wenn eine Statistik zeigt, wie viel Gewalt es gibt, zählt sie Urteile. Wer wissen will, wie viele Menschen dahinterstehen, braucht eine zweite Zahl. Die dänische Kriminalstatistik hat beide, und man kann sie durcheinander teilen.
Für Männer der Geburtsjahrgänge 1965 bis 1995, gezählt bis zum 30. Geburtstag, kommen auf jeden Mann mit mindestens einer Gewaltverurteilung 1,61 Gewaltverurteilungen — Median über 31 Jahrgänge. Anders gesagt: 37,9 Prozent aller Gewalturteile dieses Fensters gehören zu jemandem, der in derselben Statistik schon einmal gezählt war.
Die Zahl hängt an zwei Angaben, und ohne sie sagt sie nichts:
| Männer, Median über 31 Jahrgänge | Urteile je Verurteiltem | davon wiederholt |
|---|---|---|
| Gewalt, bis Alter 24 | 1,49 | — |
| Gewalt, bis Alter 29 | 1,61 | 37,9 % |
| Gewalt, bis Alter 39 | 1,75 | — |
| Strafgesetzbuch gesamt, bis 29 | 2,57 | 61,1 % |
Zwischen »bis 24« und »bis 39« liegen 0,26 Punkte — mehr als der ganze Unterschied zwischen dem ersten und dem letzten Jahrgang. Wer das Fenster nicht nennt, nennt nichts.
Über die Jahrgänge 1965 bis 1995 steigt der Gewaltfaktor, von 1,409 auf 1,695. Für das Strafgesetzbuch insgesamt fällt er im selben Fenster, von 2,748 auf 2,468.
Ein Faktor ist ein Bruch, und ein Bruch kann auf zwei Arten steigen. Hier sind beide Größen gestiegen, die Urteile stärker: Gewaltverurteilungen je 1.000 Männer von 62 auf 82, Anteil verurteilter Männer von 4,40 auf 4,84 Prozent. Der Faktor steigt also nicht, weil weniger Männer verurteilt würden — sondern weil auf dieselbe Zahl Verurteilter mehr Urteile kommen. Beim Strafgesetzbuch ist es spiegelbildlich: beide Größen gefallen, die Urteile stärker.
Für Frauen liegt der Faktor bei 1,24. Man sollte damit nichts anfangen: Die Quelle druckt ganzzahlig je 1.000, und die Frauenwerte liegen tief — über die 31 Jahrgänge gedruckt sind 3 bis 17 Verurteilungen je 1.000, Median 7, das Minimum 3 in fünf Jahrgängen, das Maximum 17 im Jahrgang 1992. Bei so kleinen gedruckten Zahlen ist das Rundungsband bis 0,381 breit. »Frauen wiederholen seltener« ist mit dieser Tabelle nicht zu sagen.
Nichts über Herkunft. Diese vier Tabellen kennen Einheit, Geburtsjahr, Geschlecht, Alter und Deliktart — und keine Herkunftsachse. Für die Frage dieses Issues sind sie damit stumm, und zwar nachweislich seit 51 Tagen: Genau dieser Satz stand die ganze Zeit in unserer eigenen Quellenkarte.
Und eine Angabe, die in einem Issue über Einwanderung mehr wiegt als anderswo: Ein »Jahrgang« ist hier nicht »alle in diesem Jahr Geborenen«, sondern wer mit 14 in Dänemark wohnte. Wer nach dem 14. Geburtstag einwandert, fehlt ganz.
Ein Wort, das trotzdem nicht passt: Rückfall. Gezählt sind Verurteilungen, nicht Taten — und zwei Urteile am selben Tag sind zwei.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Bindend, fünf Teile; die ersten vier stehen wörtlich im Record.
- KEIN Satz über Herkunftsgruppen. Die vier STRAFFO-Tabellen haben keine Herkunftsachse — ihre Achsen sind Einheit, Geburtsjahr, Geschlecht, Alter und Deliktart. Jeder Satz, der den Faktor einer Gruppe zuschreibt, ist unbelegt.
- Das Wort »Rückfall« kommt nicht vor. Gezählt sind Verurteilungen, keine Taten und keine juristischen Rückfälle; zwei Verurteilungen desselben Tages sind zwei.
- Der Frauenfaktor nur mit seinem Rundungsband (bis 0,381 breit, weil die Quelle ganzzahlig je 1.000 druckt und die Frauenwerte sehr klein sind). »Frauen wiederholen seltener« ist mit dieser Quelle nicht zu sagen, und der Text sagt es nicht.
- Jede Nennung des Faktors nennt Fenster UND Deliktklasse, und jede Richtungsaussage nennt, welche der zwei Komponenten sich bewegt hat. Beides steht im Fließtext und nicht in einer Fußnote.
- EIGENE AUFLAGE: Die Grundgesamtheit steht im Lesertext und nicht nur hier. »Mit 14 Jahren in Dänemark wohnhaft« ist in einem Issue über Einwanderung nicht eine Methodenfußnote, sondern die Angabe, die darüber entscheidet, wen die Zahl überhaupt enthält.
42 Prozent sind nicht die erste
42,40 Prozent der dänischen Gewaltverurteilungen eines Männerjahrgangs gehören zu jemandem, der in derselben Rechnung schon gezählt war
Wer die Gewaltraten zweier Länder oder zweier Gruppen nebeneinanderlegt, vergleicht selten Menschen. Er vergleicht Verurteilungen — und eine Person kann mehrere tragen.
Wie viele, ist für dänische Männer jetzt gerechnet, und die Zerlegung braucht keine Annahme: Jede Verurteilung ist entweder die erste dieser Person oder sie ist es nicht. Für die Geburtsjahrgänge 1965 bis 1985 sind bis zum Alter 39 42,40 Prozent aller Gewaltverurteilungen nicht die erste. Nimmt man das Strafgesetzbuch insgesamt, sind es 67,74 Prozent.
Damit ist eine Frage entschieden, die seit zwei Tagen offenstand. Auf einen Mann mit mindestens einer Gewaltverurteilung kommen in diesem Fenster 1,7362 Gewaltverurteilungen je Mann mit mindestens einer — und dieser Überschuss konnte zweierlei bedeuten. Entweder dieselbe Person, später wieder verurteilt. Oder eine einzige Tat, die mehrere Verwaltungsakte erzeugt. Das zweite Modell macht eine Vorhersage: Vervielfachen sich Urteile mechanisch, hängt der Überschuss an der Zahl der Eintritte und nicht am Alter, der Verlauf wäre also flach. Gemessen liegt er im Alter 15 bei 0,1142 Wiederholungen je Neueintritt und im Alter 33 bei 6,8301 — das 59,8-fache. Flach ist das nicht.
Das Gegenstück dazu ist die zweite Kennziffer: Auf einen bereits Verurteilten kommen mit steigendem Alter immer weniger neue Urteile, in 22 von 23 Schritten. Der Zustrom schrumpft, der Bestand wächst und wird dabei ruhiger.
Bleibt die Zeitachse, und hier ist der Zusatz die halbe Aussage. Das Medianalter einer Erstverurteilung wegen Gewalt liegt bei 22, das einer Wiederholung bei 27. Die fünf Jahre dazwischen sind der Abstand zweier Mediane und nicht die Wartezeit eines Menschen. Diese Tabelle verfolgt keine Personen, sie druckt Zellen.
Für unser Issue heißt das zweierlei. Zwei Gruppen mit verschiedener Altersstruktur sind auch dann verschieden betroffen, wenn ihre Menschen gleich oft straffällig werden. Und: Keine dieser Zahlen gehört zu einer Herkunftsgruppe. STRAFFO1 bis 4 haben keine Herkunftsachse. Dieses Finding beziffert den Mechanismus, über den die Frage des Issues gestellt werden muss — beantwortet hat es sie nicht.
Auflage für jede Darstellung dieser Zahlen: Bindend, vier Teile, wörtlich aus `extra.darstellungsauflage` des Records.
- Die fünf Jahre zwischen den Medianaltern 22 und 27 sind ein Abstand ZWEIER MEDIANE, keine Wartezeit einer Person. Wer »fünf Jahre später« ohne diesen Zusatz druckt, behauptet eine Personenverfolgung, die diese Tabelle nicht leistet.
- 42,40 Prozent gilt für MÄNNER der Jahrgänge 1965 bis 1985 bis zum Alter 39 — nicht für Dänemark heute und nicht für alle Geschlechter.
- Keine Zahl dieses Findings darf einer HERKUNFTSGRUPPE zugeordnet werden. STRAFFO1 bis 4 haben keine Herkunftsachse.
- Die Frauenwerte dieser Rechnung sind unmöglich (Faktor 0,6960, also unter eins) und dürfen nur als Beleg für die Rundungsgrenze auftauchen, nie als Ergebnis. Verboten: »Jeder Gewalttäter wird im Schnitt 1,7-mal verurteilt« und »nach fünf Jahren kommt die nächste Verurteilung«.
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